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17.06.2009
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Momentaufnahme einer Generation

"Ich will müde, schmutzig, durstig sein"

Sie machen sich Gedanken über Ehrgeiz und Mut, über Schulden und Handy-Fotos - Krisenkinder aus der Generation der 20- bis 35-Jährigen erzählen, was ihr Lebensgefühl ausmacht. Und warum das Wort "Vielleicht" zur Überlebensstrategie werden kann.

Sind sie überhaupt eine Generation?

Natürlich sind sie das. Aber nicht so richtig.

Die Menschen zwischen 20 und 35 Jahren empfinden sich kaum als Generation. Es gibt keine Protesthaltung, die sie eint, keine Wortführer, keine Ideologie. Sie sind nur viele Einzelne, die sich gleichen.

Geprägt wurden die jungen Deutschen durch die Anschläge vom 11. September 2001 und durch die Weltwirtschaftskrise. Was sie am stärksten verbindet, ist ein Gefühl der Unsicherheit. Sie leben in instabilen Verhältnissen, oft prekär - zwischen Terror-Angst und Traineeprogramm, Assessment Center und Arbeitsamt.

Der einzige Vertrag, den sie noch unbefristet bekommen, ist der Trauschein. Sie wollen im Schnitt zwei Kinder, haben aber nur 0,6. Und sie wollen vor allem eins: nicht schlechter leben als ihre Eltern. Um all das kämpfen sie: meist nicht gemeinsam, sondern jeder für sich.

Die 20- bis 35-Jährigen, sie sind Krisenkinder. Und an manchen Begriffen lässt sich dieses Lebensgefühl festmachen. Ehrgeiz ist einer davon, auch Schulden, Mut oder Handy-Fotos. Und das unscheinbare Wörtchen "Vielleicht" - weil morgen schon nicht mehr stimmen muss, was heute noch richtig ist.

Der SPIEGEL hat Angehörige dieser Generation gebeten aufzuschreiben, was diese Begriffe mit ihrem Leben zu tun haben. Fünf von ihnen kommen hier zu Wort:

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