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Wirtschaft

Fipronil-Skandal

Belastete Eier in Österreich und Rumänien gefunden

Der Fipronil-Skandal zieht immer weitere Kreise: Mit dem Insektizid belastete Eier gelangten auch nach Österreich und Rumänien.

LONKHUIJSEN/ EPA/ REX/ Shutterstock

Eier aus den Niederlanden

Donnerstag, 10.08.2017   18:51 Uhr

Der Skandal um mit Fipronil belastete Eier hat nun auch Österreich erreicht: Zwei Großhändler haben nach Angaben der Lebensmittelaufsicht Oberösterreich Hunderte Kilo gekochter und geschälter Eier aus den Niederlanden an Gastronomen im ganzen Land verkauft.

Eine Rückrufaktion laufe, sagte der zuständige Landesrat Rudi Anschober. Für die Chargen der oberösterreichischen Händler hatte es demnach in Deutschland eine Warnung gegeben. "Es wurden sofort nach Information aus Deutschland die belieferten Abnehmer in ganz Österreich durch die beiden Unternehmen informiert und ein vorsorglicher Rückruf veranlasst", hieß es aus dem Büro Anschobers.

Mit dem Insektizid belastete Eiprodukte gelangten offenbar auch nach Rumänien: Die Behörden des Landes stellten eine Tonne mit Fipronil belastetes flüssiges Eigelb sicher. Das Produkt sei aus Deutschland importiert worden und für eine Firma im westrumänischen Landkreis Timis bestimmt gewesen, teilte das rumänische Amt für Veterinärmedizin und Lebensmittelsicherheit mit. Nichts davon sei zum Verbraucher gelangt. Das mit Fipronil belastete Eigelb werde nun verbrannt.

Die mit dem Insektengift Fipronil belasteten Eier sollen laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) nicht krebserregend oder erbgutschädigend sein. In höheren Dosen könne es aber zu Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen bis hin zu Lähmungserscheinungen kommen.

Zuvor waren in den Niederlanden zwei Verdächtige festgenommen worden. Es handle sich um zwei Manager der Firma, die das Insektengift wahrscheinlich in Agrarbetrieben eingesetzt habe, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Ihnen wird eine Gefährdung der öffentlichen Gesundheit durch den Einsatz von Fipronil in Ställen von Legehennen vorgeworfen, außerdem der Besitz verbotener Substanzen.

asa/dpa

insgesamt 6 Beiträge
Moewi 10.08.2017
1.
Wo ist das Problem? Die Produzenten treffen sich mit den Regierungen zum Eiergipfel und sprechen Abstellmassnahmen ab. Eier-Verbote auf Esstischen sind noch nicht vom Tisch, und die Eierindustrie hat schon das Umrüsten des [...]
Wo ist das Problem? Die Produzenten treffen sich mit den Regierungen zum Eiergipfel und sprechen Abstellmassnahmen ab. Eier-Verbote auf Esstischen sind noch nicht vom Tisch, und die Eierindustrie hat schon das Umrüsten des Tintenstrahldrucks von BIO in BATTERIE (da wundert sich doch NUN WIRKLICH KEINER über Gifte!) bei betroffenen Eiern als interne Lösung präsentiert. Betrogene Eierbesitzer könnten mit einer Eierabgabeprämie von ca 3ct/Ei entschädigt werden. Dann müssten sie zwar bei den gleichen Produzenten neue Eier nachbestellen -wobei noch unklar ist, ob die Industrie die 3ct nicht einfach als Gewinnmitnahme aufschlägt- aber GOTTSEIDANK GEHEN KEINE ARBEITSPLÄTZE VERLOREN.
kuschl 10.08.2017
2. Na endlich ein Fastfukushima
Na endlich kurz vor der Wahl was für die Grünen, jetzt kommt endlich mal in die Socken, diesmal gibts kein Fukushima als Wahlkampfhilfe und den Dieselskandal habt ihr auch schon verpennt. Auch mit den Millionen Eiern, von denen [...]
Na endlich kurz vor der Wahl was für die Grünen, jetzt kommt endlich mal in die Socken, diesmal gibts kein Fukushima als Wahlkampfhilfe und den Dieselskandal habt ihr auch schon verpennt. Auch mit den Millionen Eiern, von denen man wieviel essen kann, bis es gefährlich wird? Ihr kommt einfach nicht in die Socken. Ach ja, die Masse von euch Grün(inn)en sitzt ja bereits seit Jahren gut versorgt im öffentlichen Dienst, da muss man sich ja nicht mehr mit Wahlkampf und Eiern quälen.
Susi Sorglos 10.08.2017
3. Mal wieder...
ein Artikel im Sommerloch. Wie seinerzeit EHEC, Mad Cow deasease, Vogelgrippen und so weiter. Den Moloch veröffentlichen und die Leute warnen geht halt nur in den Hundstagen ??????? So richtig schön peinlich, die deutsche [...]
ein Artikel im Sommerloch. Wie seinerzeit EHEC, Mad Cow deasease, Vogelgrippen und so weiter. Den Moloch veröffentlichen und die Leute warnen geht halt nur in den Hundstagen ??????? So richtig schön peinlich, die deutsche Presse sollte sich schämen statt sich über sinkende Auflagen zu empören-
bartnelke 10.08.2017
4. ist die Fipronilbelastung bei Eiern nun neu
oder hatte man bisher noch nicht untersucht? Wer hat je schon 7 Eier hinternander gegessen und sich über Unwohlsein gewundert?
oder hatte man bisher noch nicht untersucht? Wer hat je schon 7 Eier hinternander gegessen und sich über Unwohlsein gewundert?
keiler70 10.08.2017
5. warum
in drei Teufels Namen muß man als Österreicher oder Rumäne, aber auch sls Bayer oder Dachse niederländische Eier kaufen? Im Grenzgebiet laß ich mir das ja noch einreden, aber wann hört das endlich auf, daß regional [...]
in drei Teufels Namen muß man als Österreicher oder Rumäne, aber auch sls Bayer oder Dachse niederländische Eier kaufen? Im Grenzgebiet laß ich mir das ja noch einreden, aber wann hört das endlich auf, daß regional verfügbare Lebensmittel durch halb Europa gekarrt werden. Wieviel billiger waren denn diese scheiß Eier, daß der gemeine Rumäne nicht die aus der Nachbarschaft gekauft hat. Wir sind allesamt sowas von bescheuert geworden!

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