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Wirtschaft

Börsenabsturz

Nordkorea-Krise kostet Anleger eine Billion Dollar

Der Nordkorea-Konflikt spitzt sich zu - und die Börsen sacken ab. Der Dax fällt unter 12.000 Punkte.

DPA

Börse in Frankfurt (Archivfoto)

Freitag, 11.08.2017   12:42 Uhr

Die Verschärfung des Tons zwischen den USA und Nordkorea erschüttert weltweit die Aktienmärkte. Der globale Börsenwert schrumpfte binnen weniger Tage nach Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters um insgesamt etwa eine Billion Dollar.

Das entspricht umgerechnet der deutschen Wirtschaftsleistung von drei Monaten. Die Zuspitzung des Konflikts ließ den Dax unter die psychologisch wichtige Marke von 12.000 Punkten rutschen.

Nach US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt auch Verteidigungsminister James Mattis den Ton im Atomstreit mit Nordkorea verschärft. Das kommunistische Land sei den USA und ihren Verbündeten militärisch deutlich unterlegen, sagte Mattis und warnte nachdrücklich vor allen "Aktivitäten, die zum Ende des Regimes und zur Vernichtung seines Volkes führen würden". Mattis rief die Regierung in Pjöngjang auf, ihr Programm zur Entwicklung von Atomwaffen aufzugeben.

Trump hatte zuvor gedroht, die USA würden auf Provokationen aus Nordkorea "mit Feuer und Wut" reagieren. Nordkorea drohte daraufhin mit einem Raketenangriff auf Ziele im Umfeld des US-Militärstützpunkts Guam im Pazifik.

Von der Verschärfung der Rhetorik profitiert hatten zuletzt vor allem große Rüstungskonzerne: Die Aktien von Raytheon und von Lockheed Martin erreichten Rekordhochs.

asa/Reuters

insgesamt 76 Beiträge
Bueckstueck 11.08.2017
1. Halleluja!
Es ist das erste mal, dass ich nicht von "vernichtetem" Geld im Zusammenhang mit Kursverlusten bei SPON lese. Eine enorme Verbesserung.
Es ist das erste mal, dass ich nicht von "vernichtetem" Geld im Zusammenhang mit Kursverlusten bei SPON lese. Eine enorme Verbesserung.
muellerthomas 11.08.2017
2.
Der DAX fällt heute um 0,3% und liegt damit gerade einmal 7% unter dem Allzeithoch. Der S&P-500 notiert sogar nur 1,7% unter seinem Allzeithoch. Wo sacken die Börsen also ab?
Der DAX fällt heute um 0,3% und liegt damit gerade einmal 7% unter dem Allzeithoch. Der S&P-500 notiert sogar nur 1,7% unter seinem Allzeithoch. Wo sacken die Börsen also ab?
thorsten35037 11.08.2017
3.
Das ist ja entsetzlich! Da muss dringend ein Regime-Change her, damit die Anleger wieder gut schlafen können. Die Kriegskosten tragen dann nach bewährtem Muster die Steuerzahler.
Das ist ja entsetzlich! Da muss dringend ein Regime-Change her, damit die Anleger wieder gut schlafen können. Die Kriegskosten tragen dann nach bewährtem Muster die Steuerzahler.
exil-berliner 11.08.2017
4. Verlieren und gewinnen ist auch in Zeiten von minus Kursen..
Verlieren und gewinnen ist auch in Zeiten von minus Kursen eine relative Frage. Geht man "short" und setzt auf fallende Kurse steigt trotzdem der Gewinn. Immer aufpassen, politische Börsen haben keine Stelzenbeine [...]
Verlieren und gewinnen ist auch in Zeiten von minus Kursen eine relative Frage. Geht man "short" und setzt auf fallende Kurse steigt trotzdem der Gewinn. Immer aufpassen, politische Börsen haben keine Stelzenbeine (kurze Füße) und wenn Kim & Donald sich wieder lieb haben, werden die Kurse wieder ruckartig anziehen (steigen). Schönes Wochenende!
micromiller 11.08.2017
5. Kostet eine oder mehrere Wochen
Luft anhalten und dann geht es wider los .. steil nach oben... die von den EZB und Federal Reserve gezündeten Treibsätze ... Geld ohne Ende .. für Null..... verursachen den Dauerschub in den Himmel.....
Luft anhalten und dann geht es wider los .. steil nach oben... die von den EZB und Federal Reserve gezündeten Treibsätze ... Geld ohne Ende .. für Null..... verursachen den Dauerschub in den Himmel.....

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Nord- und Südkorea

Nordkorea und Kim Jong Il
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Am 9. September 1948 rief der kommunistische Politiker Kim Il Sung im Norden die Demokratische Volksrepublik Korea aus. Sie entwickelte sich, zunächst in enger Anlehnung an die Sowjetunion, zu einer kommunistischen Volksrepublik. 1998 wurde dessen Sohn Kim Jong Il Regierungschef. Der ehemalige US-Präsident George W. Bush bezeichnete Nordkorea zusammen mit Iran und dem Irak als "Achse des Bösen" , die aufrüstet, um den Frieden der Welt zu bedrohen.
Die Teilung Koreas
Seit 1910 war Korea eine japanische Kolonie. Nach der Niederlage Japans 1945 rückten sowjetische Truppen im Norden und US-amerikanische Truppen im Süden des Landes vor und trafen sich am 38. Breitengrad. Die Vereinbarungen der Alliierten über die Bildung einer provisorischen Regierung und die Abhaltung freier Wahlen in ganz Korea konnten nicht verwirklicht werden, da sich die UdSSR widersetzte. Im September 1948 wurde in Nordkorea die Volksdemokratische Republik Korea ausgerufen; Südkorea (Republik Korea) gab sich im Juli 1948 eine Verfassung.
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Am 25. Juni 1950 begann die militärische Auseinandersetzung zwischen der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea) mit Unterstützung der Volksrepublik China und der Republik Korea (Südkorea), die von Uno-Truppen unter Führung der USA unterstützt wurde. Der Krieg endete mit der Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens von Panmunjom am 27. Juli 1953, das die Teilung am 38. Breitengrad zementierte.
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Militär in Nord- und Südkorea

Nordkorea Südkorea
Truppenstärke insgesamt 1.106.000 687.000
darunter Heer 950.000 560.000
Marine 46.000 68.000
Luftwaffe 110.000 64.000
Reservisten 4.700.000 4.500.000
Kampfpanzer 3.500 2.750
Artilleriegeschütze 17.900 10.774
Boden-Boden-Raketen 64 12
einsatzbereite Kampfflugzeuge 620 490
darunter Jagdflugzeuge 388 467
Bomber 80 -
Kriegsschiffe 8 47
darunter Zerstörer - 10
Fregatten 3 9
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taktische U-Boote 63 13
kleinere Küstenwachboote 329 76

(Quelle: International Institute for Strategic Studies (IISS, London)

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