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29.05.2007
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Urteil

Pharmariese muss Schadenersatz für Aknemittel zahlen

Böse Nebenwirkung: Ein Mann, der ein Aknemittel des Schweizer Pharmakonzern Roche eingenommen hatte, litt im Anschluss daran unter chronischem Durchfall und Inkontinenz. Ein amerikanisches Gericht hat den Pharmariesen jetzt zu Schadenersatz in Millionenhöhe verdonnert.

New York - Der Schweizer Pharmakonzern Roche Chart zeigen ist von einem US-Gericht im Bundesstaat New Jersey wegen unzureichender Warnung vor Nebenwirkungen seines Aknemittels Accutane zu Schadenersatz in Höhe von 2,5 Millionen US-Dollar verurteilt worden. Das Urteil bildet den Auftakt einer Welle von insgesamt rund 400 US-Klagen im Zusammenhang mit dem seit 1982 erhältlichen Medikament.

Roche habe es versäumt, den Kläger ausreichend über mögliche Risiken zu informieren, befand die Jury heute in einem Urteil. Das sei die unmittelbare Ursache für die aufgetretenen Darmbeschwerden des 36-jährigen Klägers Andrew McCarrell gewesen. Gleichwohl ließ die Jury den Vorwurf des Betruges oder der Verschleierung von derartigen Risiken vor Juni 1995 durch Roche nicht gelten.

Die Jury sprach dem Kläger die Erstattung von zusätzlichen 119.000 Dollar für medizinische Ausgaben zu. McCarrell musste sich eigenen Angaben zufolge mehrerer chirurgischer Eingriffe unterziehen und sich unter anderem den Dickdarm entfernen lassen, nachdem er das Medikament 1995 eingenommen hatte. Den Prozessaktien zufolge litt er unter chronischem Durchfall und Inkontinenz. Roche wies zurück, dass das Medikament die Ursache dafür sei und verwies darauf, dass es keine wissenschaftlichen Beweise für die Behauptung gebe.

kaz/Reuters

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