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25.06.2009
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Handychips

HTC erwägt Partnerschaft mit Intel

Neuer Zulauf für Intel: Nach Nokia hat nun auch HTC Interesse bekundet, die eigenen Mobiltelefone künftig mit den Prozessoren des Chip-Herstellers zu betreiben. Branchenexperten sprechen schon von Umwälzungen auf dem Mobilfunkmarkt.

Hamburg - Erst am Dienstag haben Intel und Nokia den Beginn einer "strategischen Partnerschaft" ausgerufen. Jetzt zieht der nächste Handyhersteller nach. Das Unternehmen HTC, das auf den hart umkämpften Smart-Phone-Markt spezialisiert ist, hat der "Financial Times Deutschland" bestätigt, eine Kooperation mit dem weltgrößten Chiphersteller eingegangen zu sein.

"Wir können uns grundsätzlich vorstellen, künftig auch Intel-Chips in unseren Geräten zu verbauen", sagte HTC-Chef Peter Chou der Zeitung in London.

Intel Chart zeigen und Nokia Chart zeigen hatten am Dienstag großspurige Ankündigungen gemacht. "Wir werden neue Ideen für Designs, Materialien und Displays erforschen", hieß es in der Mitteilung. Man werde eine neue mobile Geräteklasse für das Internet entwickeln - jenseits der heutigen Smartphones und Notebooks. Dazu sollen auch neue Rechenkerne entwickelt werden, die speziell für die mobile Internetnutzung ausgelegt sind.

Die Kooperation zwischen Intel und Nokia werde "zwingend" sein, nicht nur für die beiden Unternehmen, sondern auch für die gesamte Industrie - und, natürlich, für den Kunden.

Mit Details wurden diese großen Worte aber nicht untermauert. Genaues zu den Produkten und dem Marktstart nannten die Unternehmen nicht.

Branchenexperten sehen trotzdem großes Potential in Intels Vorstoß. Interessant sei vor allem die Ankündigung des Chip-Riesen, ein neues Betriebssystem entwickeln zu wollen. "Das zeigt, dass Software auch für Hardwarehersteller immer wichtiger zur Kontrolle ihrer Produkte wird", sagte Adam Leach, Analyst beim britischen Beratungsunternehmen Ovum, der "FTD".

Intel ist bei Prozessoren für PC, Notebooks und Server mit 80 Prozent Marktanteil die unangefochtene Nummer eins. Erst Mitte Mai hatte die EU-Kommission allerdings eine Kartellstrafe in Rekordhöhe gegen den Konzern verhängt. Intel will dagegen kämpfen.

Bei Mobiltelefonen dominieren nicht Intel-Prozessoren den Markt, sondern die des britischen Chipkonstrukteurs ARM Holdings, der beispielsweise auch das Kernstück des iPhone von Apple liefert. Zwischenzeitlich war Intel sogar aus dem Mobilfunkgeschäft ausgestiegen.

Vor einem Jahr jedoch kündigte Intel-Chef Paul Otellini den Wiedereinstieg in das rasant wachsende Geschäft an. Laut einer Studie der Marktforschungsgesellschaft Gartner wurden 2008 weltweit 1,22 Milliarden Handys verkauft.

ssu

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