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Wirtschaft

Huawei-Gründer Ren

"Die USA können uns nicht zerstören"

Der Gründer des chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei erhebt in einem Interview Vorwürfe gegen die USA: Es geht um die Festnahme seiner Tochter und um Drohungen aus Washington an andere Länder.

DPA

Ren Zhengfei (2015)

Dienstag, 19.02.2019   04:00 Uhr

Der Gründer des chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei, Ren Zhengfei, hat in einem Interview mit dem britischen Sender BBC unter anderem über den Streit mit der US-Regierung und die Zukunft des Unternehmens gesprochen. "Die USA können uns auf keinen Fall zerstören", sagte er dabei.

Das Justizministerium in Washington hatte Ende Januar erklärt, gegen Huawei vorzugehen: Insgesamt werden Huawei, Konzernmanagerin Meng Wanzhou und zwei Tochterunternehmen in 13 Anklagepunkten Verstöße gegen die US-Sanktionen gegen Iran vorgeworfen. Zwei Huawei-Tochterunternehmen wird zudem in zehn weiteren Anklagepunkten Industriespionage zur Last gelegt.

US-Außenminister Mike Pompeo hatte zudem vergangene Woche andere Länder davor gewarnt, Huawei-Technik zu nutzen. Dazu sagte Ren nun in dem Interview: Selbst wenn die Amerikaner weitere Länder davon überzeugen würden, Huawei vorübergehend nicht zu nutzen, "können wir uns immer noch verkleinern". "Wenn das Licht im Westen ausgeht, wird es im Osten noch immer leuchten. Und wenn es im Norden dunkel wird, gibt es immer noch den Süden. Amerika repräsentiert nicht die Welt. Amerika repräsentiert nur einen Teil der Welt."

Der Konzerngründer sprach auch über die Festnahme seiner Tochter: Die Huawei-Managerin Meng Wanzhou war Anfang Dezember auf Betreiben der USA in Kanada festgenommen worden; ihr wird vorgeworfen, auf betrügerische Weise Sanktionsrecht verletzt zu haben. Meng ist zwar mittlerweile auf Kaution frei, das Verfahren zu ihrer Auslieferung an die USA läuft aber noch. Bei einer Verurteilung drohen der 46-Jährigen Jahrzehnte im Gefängnis.

Ren sagte nun der BBC, er weise das Vorgehen der USA zurück: "Diese Art eines politisch motivierten Aktes ist nicht akzeptabel."

Das US-Justizministerium wies den Vorwurf der politischen Motivation zurück. Der Fall Meng Wanzhou sei allein durch Beweise und Gesetze begründet, erklärte Ministeriumssprecherin Nicole Navas in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur Reuters.

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Neue Verhandlungsrunde zwischen USA und China ab Dienstag

Peking und Washington liefern sich seit Monaten einen erbitterten Handelsstreit. Die USA haben Sonderzölle auf Waren aus China im Wert von mehr als 250 Milliarden Euro erhoben. China hat mit Vergeltungszöllen reagiert.

Anfang Dezember hatten sich US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping auf eine 90-tägige "Friedenszeit" bis zum 1. März geeinigt. Die USA haben mit neuen Strafzöllen gedroht, sollte es bis dahin keine Einigung geben. Trump deutete zuletzt jedoch an, dass die Frist auch für eine Weile aufgeschoben werden könnte, wenn eine Übereinkunft nahe sei. Er regte auch ein direktes Treffen mit Xi an, um auf höchster Ebene einen Deal zu erreichen.

Vergangene Woche trafen sich Vertreter der USA und Chinas in Peking zu Gesprächen, zu einer Einigung kam es aber nicht. Laut dem Weißen Haus sollen die Verhandlungen am Dienstag in Washington fortgesetzt werden. Nach einer ersten Runde auf Expertenebene wollten Finanzminister Steven Mnuchin, Handelsminister Wilbur Ross und US-Handelsbeauftragter Robert Lighthizer ab dem 21. Februar die Gespräche auf höherer Ebene leiten.

aar/Reuters/dpa

insgesamt 52 Beiträge
gottseidank.de 19.02.2019
1. Armes Deutschland
Das dieser Konzern von öffentlichen Aufträgen und etwa einer Beteiligung am Aufbau von deutscher Infrastruktur gehindert werden muss sollte wirklich jedem klar sein. Ich ahne, dass Korruption und Naivität zu einem anderen [...]
Das dieser Konzern von öffentlichen Aufträgen und etwa einer Beteiligung am Aufbau von deutscher Infrastruktur gehindert werden muss sollte wirklich jedem klar sein. Ich ahne, dass Korruption und Naivität zu einem anderen Ergebnis führen. Armes Deutschland. Traurig, dass es Menschheit gibt, die das freiwillig kaufen. Amerika kann Huawei nicht zerstören, aufgeklärte Konsumenten könnten es.
HCG 19.02.2019
2. Eine Farce...
Die Chinesen spionieren uns aus? Ach so, Iphone, Facebook und Co, sowie der CIA/NSA ja nicht... Die Chinesen verkaufen Technik und Mobiltelephine in den Iran? Komisch im Iran hat jeder Zweite ein Iphone... Werde mein Iphone [...]
Die Chinesen spionieren uns aus? Ach so, Iphone, Facebook und Co, sowie der CIA/NSA ja nicht... Die Chinesen verkaufen Technik und Mobiltelephine in den Iran? Komisch im Iran hat jeder Zweite ein Iphone... Werde mein Iphone gegen ein Huaweinumtauechen, hab die Schnauze voll von US Produkten und lasse mir nicht mehr vorschreiben, dass ausgerechnet die USA diejenigen sein müssen um festzulegen wer auf der Welt gut und wer böse ist.
alangasi 19.02.2019
3. Kommt hier gut weg, der Laden.
Liegt es an der Webepartnerschaft?
Liegt es an der Webepartnerschaft?
Der_Theo 19.02.2019
4. Beweise
Die gleichen Beweise, die auch für den Notstand an der Mexicanischen Grenze beweisen order die Gefahr, die von Deutschen Auromobilen ausgeht? Der Obelix hatte da beteits eine Erklärung bezüglich der Römer, die heute auf die [...]
Die gleichen Beweise, die auch für den Notstand an der Mexicanischen Grenze beweisen order die Gefahr, die von Deutschen Auromobilen ausgeht? Der Obelix hatte da beteits eine Erklärung bezüglich der Römer, die heute auf die USA anwendbar scheint.
neutron76 19.02.2019
5. Huawei hat wie die Axt im Walde den Markt erobert
Gerade bei Mobilfunkbasisstationen ist es ein echter Vorteil staatliche Subventionen zu haben. Huawei hat gerade beim Netzausbau und allgemein bei der Patentierung neuer Standards sehr rücksichtslos und branchenunüblich agiert. [...]
Gerade bei Mobilfunkbasisstationen ist es ein echter Vorteil staatliche Subventionen zu haben. Huawei hat gerade beim Netzausbau und allgemein bei der Patentierung neuer Standards sehr rücksichtslos und branchenunüblich agiert. Interessant ist, dass sogar Vodafone bereit ist Huawei fallen, obwohl die gerade eng zusammen gearbeitet haben.

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