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Wirtschaft

Anziehende Preise

Deutsche Inflation so hoch wie seit April nicht mehr

Anziehende Preise für Nahrungsmittel und Energie haben die Inflation in Deutschland auf das höchste Niveau seit dem Frühjahr getrieben. Die Teuerungsrate lag im August bei 1,8 Prozent.

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Geldbeutel

Mittwoch, 13.09.2017   12:01 Uhr

In Deutschland ist die Inflation den dritten Monat in Folge gestiegen und auf das höchste Niveau seit dem Frühjahr geklettert. Im August stieg die Teuerung im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 1,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies war der dritte Anstieg in Folge und zugleich der stärkste seit April. Im Juli war die Rate mit 1,7 Prozent noch einen Tick niedriger.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den Euroraum eine Teuerungsrate von knapp zwei Prozent an und ist damit hierzulande schon nahe dem Ziel. Ein wesentlicher Grund für den Preisdruck war Energie, die sich im August binnen Jahresfrist um 2,3 Prozent verteuerte und damit stärker als zuletzt. Für leichtes Heizöl mussten die Verbraucher 10,4 Prozent mehr ausgeben, Tanken verteuerte sich um knapp vier Prozent und Strom kostete zwei Prozent mehr. Hingegen verbilligte sich Gas um 2,9 Prozent.

Lebensmittel kosteten drei Prozent mehr. "Damit liegt der Preisanstieg für Nahrungsmittel im August 2017 weiterhin deutlich über der Gesamtteuerung", erklärte das Amt. Teurer als ein Jahr zuvor war vor allem Butter. Sie kostete fast 60 Prozent mehr.

insgesamt 37 Beiträge
unaufgeregter 13.09.2017
1. Unglaubwürdig
Wer an eine reale Inflation von unter 2 % glaubt, der glaubt auch, dass der Zitronenfalter Zitronen faltet. Der ominöse Warenkorb, in dem sich Dinge befinden, die ich persönlich lediglich alle 10 Jahre kaufe, ist für mich nicht [...]
Wer an eine reale Inflation von unter 2 % glaubt, der glaubt auch, dass der Zitronenfalter Zitronen faltet. Der ominöse Warenkorb, in dem sich Dinge befinden, die ich persönlich lediglich alle 10 Jahre kaufe, ist für mich nicht relevant. Meine Mietnebenkosten sind im letzten Jahr um 7 % gestiegen. Das tut wirklich weh.
ir² 13.09.2017
2.
Und wenn man jetzt noch die steigenden Preise für das Wohnen hinzu rechnet, zeigt sich das wahre Bild; es gibt eine Inflation weit über 2%. Hier zeigt sich ein Komplettversagen der Gewerkschaften, man ist Interessenvertreter der [...]
Und wenn man jetzt noch die steigenden Preise für das Wohnen hinzu rechnet, zeigt sich das wahre Bild; es gibt eine Inflation weit über 2%. Hier zeigt sich ein Komplettversagen der Gewerkschaften, man ist Interessenvertreter der großen Koalition und nicht der eigenen Mitglieder!
Spiegelleserin57 13.09.2017
3. Ausgleich für die unteren Einkommen!
unter dem Strich macht der Bürger ein deutliches Minus denn die Gehalts-und Rentenerhöhungen gleichen in keiner Weise diese Teuerungsraten aus! Herr Juncker sollte sich mal die Realität der deutschen Bürger anschauen! er [...]
unter dem Strich macht der Bürger ein deutliches Minus denn die Gehalts-und Rentenerhöhungen gleichen in keiner Weise diese Teuerungsraten aus! Herr Juncker sollte sich mal die Realität der deutschen Bürger anschauen! er drängt ja immer auf diese Inflationsrate die in den Ländern gar nicht ausgeglichen wird! Der Wirtschaft und damit der CDU/CSU dürfte dies alles nur Recht sein da dort in der Überzahl gut Verdienende sitzen die kein Problem damit haben wenn etwas mal einige Euros teurer wird!
marcaurel1957 13.09.2017
4.
Dieser Kommentar zeigt vor allem, das mancher Forist schlecht informiert ist. Der Warenkorb berücksichtigt Produkte, die nur selten gekauft werden, aus diesem Grunde nur im Promillebereich. Die gesamte Unterhsltungselektronik ist [...]
Dieser Kommentar zeigt vor allem, das mancher Forist schlecht informiert ist. Der Warenkorb berücksichtigt Produkte, die nur selten gekauft werden, aus diesem Grunde nur im Promillebereich. Die gesamte Unterhsltungselektronik ist im Warenkorb mit 5 Promille enthalten ....,
muellerthomas 13.09.2017
5.
Aha und Sie kaufen nie Dinge, die 10 Jahre halten? Wie müsste der Warenkorb denn Ihrer Meinung nach aussehen?
Zitat von unaufgeregterWer an eine reale Inflation von unter 2 % glaubt, der glaubt auch, dass der Zitronenfalter Zitronen faltet. Der ominöse Warenkorb, in dem sich Dinge befinden, die ich persönlich lediglich alle 10 Jahre kaufe, ist für mich nicht relevant. Meine Mietnebenkosten sind im letzten Jahr um 7 % gestiegen. Das tut wirklich weh.
Aha und Sie kaufen nie Dinge, die 10 Jahre halten? Wie müsste der Warenkorb denn Ihrer Meinung nach aussehen?

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