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Wirtschaft

Neue Regeln

EU will Verbraucher beim Onlineshopping besser schützen

Beim Einkauf im Internet lauert stets die Gefahr, Betrügern aufzusitzen. Das EU-Parlament will dem stärker Einhalt gebieten. Neue Regeln geben den Mitgliedsländern mehr Befugnisse, Verbraucher zu warnen.

REUTERS

Flaggen vor dem EU-Parlament Strassburg

Dienstag, 14.11.2017   15:15 Uhr

Verbraucher sollen in der EU künftig besser vor Betrug beim Einkauf im Internet geschützt werden. Dafür bekommen die nationalen Behörden bessere Möglichkeiten, um Verstöße gegen Verbraucherschutzgesetze aufzudecken. Das EU-Parlament stimmte mit breiter Mehrheit in Straßburg für entsprechende Regeln. Die Mitgliedstaaten müssen nun noch ihr Einverständnis geben, informell haben sie dies aber bereits getan.

Nationale Verbraucherschutzbehörden erhalten damit mehr Befugnisse - etwa anonyme Testkäufe oder die Anzeige einer ausdrücklichen Warnung vor einer rechtswidrigen Praxis. Dies können hinter günstigen Lockangeboten versteckte, langfristige Abonnements sein oder Preise abhängig vom Heimatland des Verbrauchers.

Über ein Warnsystem sollen sich die EU-Länder künftig gegenseitig auf Firmen hinweisen, die im Verdacht stehen, Verbraucher zu täuschen oder zu betrügen. Die nationalen Behörden sollen sich untereinander auch bei Ermittlungen helfen, um zu klären, ob tatsächlich Verstöße vorliegen, ob sie weit verbreitet sind oder die gesamte EU betreffen.

kig/dpa

insgesamt 7 Beiträge
muekno 14.11.2017
1. Schutz ja gerne
aber muss den der Staat/EU für jeden Deppen mitdenken. Man kann ja noch etwas gesunden Menschenverstand erwarten. Viel wichtiger eine vernünftige Ausbildung in Medienkompetenz und dazu gehört auch das erkennen von Gefahr und [...]
aber muss den der Staat/EU für jeden Deppen mitdenken. Man kann ja noch etwas gesunden Menschenverstand erwarten. Viel wichtiger eine vernünftige Ausbildung in Medienkompetenz und dazu gehört auch das erkennen von Gefahr und Betrug im Internet in unseren Schulen. Wenn ich mir so die Berichte ansehen wie Leute von Betrügern sowohl im täglichen Leben als auch im Internet reingelegt werden, so liegt es doch so gut wie immer an der eigenen Dummheit. lesen und denken gehört halt zum Leben. Erst kürzlich, gut Fall liegt etwas anders, Mann fällt beim Spazierengehen in den Fluß, Grund er hat auf sein Smartphone statt auf den Weg gesehen. Was allerdings fehlt ist genügend Handhabe der Verbraucher im Betrugsfall und richtige Strafen für die Betrüger, etwas Bewährung oder kleine Bussgeld hilft da nichts.
Poco Loco 14.11.2017
2. Wenn das nicht mal wieder ein Papiertiger ist.
Die EU könnte da einiges tun, auch bei den ganzen Mehrwertsteuerbetrügern aus Fernost, die den lokalen u. steuerzahlenden Händlern das Leben schwer machen, indem sie zwar dem Kunden eine MwSt. berechnen aber nicht abführen [...]
Die EU könnte da einiges tun, auch bei den ganzen Mehrwertsteuerbetrügern aus Fernost, die den lokalen u. steuerzahlenden Händlern das Leben schwer machen, indem sie zwar dem Kunden eine MwSt. berechnen aber nicht abführen oder die Artikel ohne MwSt. viel günstiger anbieten können. Viele Shops auf Amazon od. Ebay stellen nicht mal eine Rechnung aus. Oder die zahlreichen Fakeshops auf Amazon, die mit Billigpreisen und Vorkasse, die Schnäppchenjäger über den Tisch ziehen. Aber die Kunden muss man auch mal in die Pflicht nehmen. Es ist einfach Schwachsinn sich Kloreiniger in England zu bestellen und sich dann beschweren, dass dieser nicht angekommen ist, oder sich jeden Mist direkt aus China schicken zu lassen, alleine schon der logistische Aufwand ist pervers. Steuerbetrug, minderwertige bzw. keine Ware, keine Garantie und kein Rückgaberecht sind dabei an der Tagesordnung. Man muss als mündiger Kunde schon auch selber nachdenken und sich nicht nur dem Geiz hingeben.
vish 14.11.2017
3. Das ist ja toll, ...
... dass die Länder jetzt mehr dürfen. Wird gegen echte Kriminelle wie den panschenden Apotheker, die lustigen Kaffeefahrt-Veranstalter, Schneeballsystembetreiber, Scientology oder den schon bei der Kreditvergabe auf die [...]
... dass die Länder jetzt mehr dürfen. Wird gegen echte Kriminelle wie den panschenden Apotheker, die lustigen Kaffeefahrt-Veranstalter, Schneeballsystembetreiber, Scientology oder den schon bei der Kreditvergabe auf die Zwangsversteigerung lauernden Bankster leider rein gar nichts nützen. Lächerlich.
jj2005 14.11.2017
4. Mehrwertsteuer
Die Mehrwertsteuerbetrüger sollten in der Tat gnadenlos verfolgt werden - und zwar, indem man das Portal, das sie für den Betrug nutzen, gelegentlich mal eine Woche schliesst. Gegen ehrlich gehandelte Kloreiniger aus UK ist [...]
Zitat von Poco LocoDie EU könnte da einiges tun, auch bei den ganzen Mehrwertsteuerbetrügern aus Fernost, die den lokalen u. steuerzahlenden Händlern das Leben schwer machen, indem sie zwar dem Kunden eine MwSt. berechnen aber nicht abführen oder die Artikel ohne MwSt. viel günstiger anbieten können. Viele Shops auf Amazon od. Ebay stellen nicht mal eine Rechnung aus. Oder die zahlreichen Fakeshops auf Amazon, die mit Billigpreisen und Vorkasse, die Schnäppchenjäger über den Tisch ziehen. Aber die Kunden muss man auch mal in die Pflicht nehmen. Es ist einfach Schwachsinn sich Kloreiniger in England zu bestellen und sich dann beschweren, dass dieser nicht angekommen ist, oder sich jeden Mist direkt aus China schicken zu lassen, alleine schon der logistische Aufwand ist pervers. Steuerbetrug, minderwertige bzw. keine Ware, keine Garantie und kein Rückgaberecht sind dabei an der Tagesordnung. Man muss als mündiger Kunde schon auch selber nachdenken und sich nicht nur dem Geiz hingeben.
Die Mehrwertsteuerbetrüger sollten in der Tat gnadenlos verfolgt werden - und zwar, indem man das Portal, das sie für den Betrug nutzen, gelegentlich mal eine Woche schliesst. Gegen ehrlich gehandelte Kloreiniger aus UK ist dagegen m.E. nichts einzuwenden, wenn sich das ökonomisch und ökologisch rechnet. Grundsätzlich bin ich dafür, bei allen Onlineverkäufen eine höhere MWSt einzufordern, und mit den Mehreinnahmen dann gerechterweise die MWSt auf Lebensmittel und andere lebensnotwendige Güter zu senken. Nur so lässt sich die Wettbewerbsverzerrung zugunsten einiger "steueroptimierender" Grosskonzerne ausgleichen.
Poco Loco 14.11.2017
5. So gehts nicht.
Sich Kloreiniger od. andere, hier in jedem Supermarkt erhältliche Produkte, über tausende von KM schicken zu lassen kann gar nicht ökonomisch od. ökologisch sein, ist doch klar oder nicht? Und eine höhere MwSt. für [...]
Sich Kloreiniger od. andere, hier in jedem Supermarkt erhältliche Produkte, über tausende von KM schicken zu lassen kann gar nicht ökonomisch od. ökologisch sein, ist doch klar oder nicht? Und eine höhere MwSt. für Onlineshops ist doch auch nicht bis zum Ende gedacht, die müssen doch die Kunden zahlen und der lokale Onlineshop geht pleite, 19% ist ohnehin schon zu hoch. Nein, es müssten die zollpflichtigen Händler Einfuhrumsatzst. zahlen, dann wäre es fair gegenüber den schon umsatzsteuerabführenden, lokalen Händlern, aber das tun u.a. die Anbieter aus China leider nicht.

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