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14.01.2011
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Dioxin-Schweine

Verdächtiges Fleisch landete auch im Ausland

Schweinemastbetrieb in Schleswig-Holstein: Verdächtiges Fleisch im Handel
dpa

Schweinemastbetrieb in Schleswig-Holstein: Verdächtiges Fleisch im Handel

Möglicherweise mit Dioxin belastetes Fleisch von Schweinen ging in den Handel und wurde auch nach Polen und Tschechien verkauft. Laut Verbraucherministerium kann keine Ware mehr zurückgeholt werden. Bei Tests von Eiern ergab mehr als ein Viertel der Proben einen zu hohen Gift-Gehalt.

Berlin - Schlechte Nachrichten für Verbraucher in Polen und Tschechien: Möglicherweise mit Dioxin belastetes Schweinefleisch aus Deutschland landete nicht nur auf einheimischen Tellern, sondern auch bei Konsumenten in den beiden Nachbarländern. "Das Fleisch ist auch nach Tschechien und Polen gegangen", sagte der Leiter für Lebensmittelsicherheit im Bundesverbraucherministerium, Bernhard Kühnle. Es gebe keine Chargen mehr, die zurückgeholt werden könnten. "Es gibt auch keine Messergebnisse für dieses Fleisch. Deshalb kann man nicht kalkulieren, ob es überhaupt belastet war", sagte Kühnle.

Die Wahrscheinlichkeit, dass das Fleisch belastet war, ist aber hoch. Denn die Tiere stammten von einem Hof in Niedersachsen, auf dem Prüfer bei der Probeschlachtung von zwei Schweinen eine erhöhte Dioxin-Belastung nachweisen konnten. 180 Tiere, deren Fleisch nun im Handel landete, bekamen dasselbe belastete Futter. Das Fleisch geriet deshalb in Supermärkte, weil die Schweine noch wenige Tage vor der Sperrung des Hofes geschlachtet wurden.

Bei Eiern wiesen Kontrolleure ebenfalls eine hohe Belastung mit dem Gift nach. Mehr als ein Viertel der bisher getesteten Eier im Dioxin-Skandal sind belastet, sagte Kühnle. Von 83 Proben lägen 23 oberhalb des Höchstwertes.

Bei Schweinefleisch sei von 33 Proben eine über dem Dioxin-Höchstgehalt und eine an der Grenze zum Höchstgehalt registriert worden. Bei Milch seien 21 Proben, bei Mastputen 13 Proben und bei Hähnchen 6 Proben jeweils unter dem Höchstwert geblieben. Eine Überschreitung des Grenzwertes habe es bei Legehennen gegeben. Bisher sind bundesweit noch 396 Betriebe gesperrt und werden auf Dioxinbelastung untersucht.

In den vergangenen Tagen wurden in Supermärkten in der Region Hannover Eier gefunden, die von eigentlich gesperrten Höfen stammen. Bereits zu Wochenbeginn hatte ein Kunde Eier eines gesperrten Betriebs in einem Laden im Raum Hannover entdeckt. Die Behörden mahnten die Landkreise zu sorgfältigen Kontrollen.

mmq/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
1. Schlimm
ignazwrobel 14.01.2011
Das schlimme an dem Dioxin-Skandal ist, dass es keine Konsequenzen geben wird. Wir werden weiterhin andere Länder kritisieren, wenn da mal falsch läuft und wieder mal nicht vor der eigenen Haustür kehren. Mit dem Kritisieren [...]
Das schlimme an dem Dioxin-Skandal ist, dass es keine Konsequenzen geben wird. Wir werden weiterhin andere Länder kritisieren, wenn da mal falsch läuft und wieder mal nicht vor der eigenen Haustür kehren. Mit dem Kritisieren anderer Länder sind wir immer vorne mit dabei. Dabei übersehen wir gerne unsere eigenen Fehler. In ein paar Wochen spricht niemand mehr von diesem Skandal. Kritik an uns lassen wir nicht zu. Solange nur das Gewinn machen die Hauptrolle spielt, wird sich in der Nahrungsmittelproduktion nichts ändern. Gefährliche Abfälle aus der Industrie werden auch weiterhin in der Nahrungskette zu finden sein. So ist die Entsorgung auch günstiger. Mensch und Tier als Sonderabfallenstsorgungsanlage. Bei so viel Menschen und Tieren die verseuchte Nahrungsmittel verzehren, verschwinden die Sonderabfälle fast unbemerkt und werden großflächig verteilt. Der nächste Nahrungsmittelskandal wartet schon und Kritiker werden unterdrückt. Deutschland, Deutschland über alles.
2. Na prima,
freesprit 14.01.2011
dann hat die polnische Kartoffel endlich wieder 'mal einen Grund, sich über die Deutschen aufzuregen.
Zitat von sysopMöglicherweise*mit Dioxin belastetes Fleisch von Schweinen ging in den Handel und*wurde auch nach Polen und Tschechien verkauft. Laut Verbraucherministerium kann keine Ware mehr zurückgeholt werden. Bei Tests von Eiern*ergab*mehr als ein Viertel der Proben einen zu hohen Dioxin-Gehalt. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,739528,00.html
dann hat die polnische Kartoffel endlich wieder 'mal einen Grund, sich über die Deutschen aufzuregen.
3. vom Himmel...
neuronenzenker 14.01.2011
..herab vergiften sie uns auch und keinen juckts: http://www.youtube.com/watch?v=pwWz997dgc0
..herab vergiften sie uns auch und keinen juckts: http://www.youtube.com/watch?v=pwWz997dgc0

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