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29.05.2012
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Überschüsse der Krankenkassen

AOK verweigert Geldsegen für Versicherte

Mitgliedskarten deutscher Krankenversicherungen: Bislang zahlen nur zehn Kassen Prämien
DPA

Mitgliedskarten deutscher Krankenversicherungen: Bislang zahlen nur zehn Kassen Prämien

Ginge es nach dem Willen der Bundesregierung, sollen Versicherte von den Überschüssen der Krankenkassen profitieren. Doch AOK-Chef Jürgen Graalmann denkt nicht an die Ausschüttung von Prämien. Stattdessen will er mit dem Finanzpolster die Leistungen für Patienten verbessern.

Düsseldorf - Wenn es bei den Krankenkassen gut läuft, sollen die Versicherten profitieren. Das verlangt Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP). Er forderte die gesetzlichen Kassen wiederholt auf, mögliche Überschüsse als Prämien an die Mitglieder weiterzugeben und drohte andernfalls mit einer gesetzlichen Regelung. Auch für die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) sollen die Länder eine solche Ausschüttung prüfen.

Doch daraus wird nach dem Willen von AOK-Chef Jürgen Graalmann nichts. "Wir als AOK werden die Überschüsse in die langfristige Sicherung der Versorgung investieren und keine Prämien ausschütten", sagte er der "Rheinischen Post". "Das Geld gehört den Versicherten und soll in die langfristige Versorgung fließen. Wir werden unsere Leistungsangebote weiter verbessern."

Wegen der guten wirtschaftlichen Lage verfügten die gesetzliche Krankenversicherungen im vergangenen Jahr über Reserven von rund 9,5 Milliarden Euro, ein erheblicher Teil davon ist zweckgebunden. Per Gesetz werden die Krankenkassen dazu angehalten, als Rücklage nicht mehr als 1,5 Monatsausgaben vorzuhalten.

Bisher zahlen nach Angaben von Bahr nur zehn gesetzliche Kassen Prämien, wovon weniger als eine Million Mitglieder profitierten. Weil einige Kassen die vorgeschriebene Maximalreserve deutlich überschritten haben, hatte auch das Bundesversicherungsamt (BVA) von den Kassen Auskunft über die Verwendung der Gelder verlangt. Unter den Ortskrankenkassen gelten die AOK Rheinland/Hamburg, die AOK Nordwest und AOKplus als besonders solvent.

dab/AFP/dpa

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insgesamt 56 Beiträge
1. Das ist eine
eisbaerchen 29.05.2012
absolute Frechheit! Nach Belieben und (natürlich!) vorangegangenen Jammerarien über zu erwartende Defizite hochgesetzte Beiträge und dann plötzlich riesige Überschüsse! "Stattdessen will er mit dem Finanzpolster die [...]
Zitat von sysopGinge es nach dem Willen der Bundesregierung, sollen Versicherte von den Überschüssen der Krankenkassen profitieren. Doch AOK-Chef Jürgen Graalmann denkt nicht an die Ausschüttung von Prämien. Stattdessen will er mit dem Finanzpolster die Leistungen für Patienten verbessern. AOK verweigert Ausschüttung von Prämien für Versicherte - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,835613,00.html)
absolute Frechheit! Nach Belieben und (natürlich!) vorangegangenen Jammerarien über zu erwartende Defizite hochgesetzte Beiträge und dann plötzlich riesige Überschüsse! "Stattdessen will er mit dem Finanzpolster die Leistungen für Patienten verbessern"....o.k., noch mehr Verwaltungswasserköpfe, höhere Prämien für den Vorstand, mehr bunte Werbung und weitere, nicht in Wirkung "zum Wohle des Patienten" nachprüfbare Massnahmen" ..und was hat der Versicherte davon??? Das Geld gehört unverzüglich zurückverteilt! Hier muss die Politik reagieren und ein Gesetz schaffen die die Selbstherrlichkeit der Kassenvorstände beednet!! Wir hatten solche fairen Regelungen früher in der KFZ-Versicherung; war der Aufwand geringer als kalkuliert gab es direkt Geld zurück an die Versicherten! Das ist Gerechtigkeit.
2. Auszahlen!
prophet46 29.05.2012
Die gesetzlichen Versicherungen verhalten sich wie der Staat. Was da ist, ist alles uns, nichts wird ausgeschüttet. Zudem bedient sich Schäuble an der Reserve, um seinen Zuschüsse für versicherungsfremde Leistungen zurück zu [...]
Zitat von sysopGinge es nach dem Willen der Bundesregierung, sollen Versicherte von den Überschüssen der Krankenkassen profitieren. Doch AOK-Chef Jürgen Graalmann denkt nicht an die Ausschüttung von Prämien. Stattdessen will er mit dem Finanzpolster die Leistungen für Patienten verbessern. AOK verweigert Ausschüttung von Prämien für Versicherte - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,835613,00.html)
Die gesetzlichen Versicherungen verhalten sich wie der Staat. Was da ist, ist alles uns, nichts wird ausgeschüttet. Zudem bedient sich Schäuble an der Reserve, um seinen Zuschüsse für versicherungsfremde Leistungen zurück zu fahren. Pensionen und staatliche Beilhilfe kosten bekanntlich viel Geld. Welche Leistungen sollen denn besser werden? Wer kann das kontrollieren? Führt das nur wieder zu Sonderkonjunkturen bei einzelnen neu zugelassenen Arztleistungen? Die Überschüsse sollen an die ausbezahlt werden, die sie aufgebracht haben.
3. optional
tob99 29.05.2012
Klar das die AOK Nordwest so viel Überschuss hat. Sie diktiert Leistung auf die Angehörigen, eine/s Pflegebedürftigen.In ds Fall ging es um das Ausziehen von Stützstrümpfen, als Angehöriger kann ich es nicht, da die Beine der [...]
Klar das die AOK Nordwest so viel Überschuss hat. Sie diktiert Leistung auf die Angehörigen, eine/s Pflegebedürftigen.In ds Fall ging es um das Ausziehen von Stützstrümpfen, als Angehöriger kann ich es nicht, da die Beine der Pflegenden hoch schmerzempfindlich sind, also blieb nur noch Widerspruch, der abgelehnt worden ist, nun Klage vor dem Sozialgericht in Itzehoe. Als Angehöriger bin ich nicht mal gefrag worden, ob ich es machen könnte, sonder es wurde befohlen. Nur so kann die AOK Nordwest jede Menge Geld einsparen, wenn Druck auf Patienten und Anheghörige ausgeübt wird
4.
munkelt 29.05.2012
Wenn eine professionelle Pflegekraft die Stützstrümpe auszieht, ist der zu Pflegende nicht schmerzempfindlich? Lassen Sie es sich doch einfach einmal zeigen, wie das gemacht wird. Dafür muss doch keine teuere Pflegekraft [...]
Zitat von tob99Klar das die AOK Nordwest so viel Überschuss hat. Sie diktiert Leistung auf die Angehörigen, eine/s Pflegebedürftigen.In ds Fall ging es um das Ausziehen von Stützstrümpfen, als Angehöriger kann ich es nicht, da die Beine der Pflegenden hoch schmerzempfindlich sind, also blieb nur noch Widerspruch, der abgelehnt worden ist, nun Klage vor dem Sozialgericht in Itzehoe. Als Angehöriger bin ich nicht mal gefrag worden, ob ich es machen könnte, sonder es wurde befohlen. Nur so kann die AOK Nordwest jede Menge Geld einsparen, wenn Druck auf Patienten und Anheghörige ausgeübt wird
Wenn eine professionelle Pflegekraft die Stützstrümpe auszieht, ist der zu Pflegende nicht schmerzempfindlich? Lassen Sie es sich doch einfach einmal zeigen, wie das gemacht wird. Dafür muss doch keine teuere Pflegekraft kommen.
5. .
static_noise 29.05.2012
Also ich bin immer gern kritisch gegenüber den KKs (GKK und PKK). Ich glaube da muß ein riesen Wasserkopf abgeschlagen werden. Ich denke ein Großteil der BKKs sollte man ganz schnell schließen /Bankrott gehen lassen...etc.. [...]
Also ich bin immer gern kritisch gegenüber den KKs (GKK und PKK). Ich glaube da muß ein riesen Wasserkopf abgeschlagen werden. Ich denke ein Großteil der BKKs sollte man ganz schnell schließen /Bankrott gehen lassen...etc.. pp.. ABER... Da die Krankenkassen im Wesentlichen einen Solidarpakt zwischen Kranken und Gesunden, Jungen und Alten, Erwerbstätigen (Beiträge) und Erwerbslosen (Rentner, H4 etc..) organissieren müssen, ist die Limitierung der Rücklagen auf 1,5 Monatsvolumen ein Witz. Die haben also maximal 150% ihres aktuellen Volumens als 'Notgroschen'. Meine KK kann mein Geld gern behalten! Statt auf den Krankenkassen an dieser Stelle rumzuschlagen und populistisch 'Entlastung' zu fordern die unsinnig sind, sollen besagte Politiker lieber strukturell was ändern. Denn was nutzen ein Paar Euro Beitragssenkung, das merken die meisten doch nichtmal, oder selbst ein Hunderter an Einmal-Rückzahlung, ja das ist toll, nach ner Woche ist der weg. Aber so eine Forderung macht natürlich werbetechnisch total Sinn, "Hey ihr Stimmvieh, guckt mal, wir wollen euch Geld 'schenken' aber die bösen KKs wollen nicht!" (Dass die KKs dann direkt wieder 'pleite' sind und demnächst durch die nächste Betragsanhebung das wieder ausgleichen ist doch egal. Dass sind dann die KK schuld und bringt keiner mit den Politikern in Verbindung.) Da wäre es mir lieber die Politik ändert die Gesetze für das Vermögen der Kassen. Maximal X Prozent für Eigenausgaben (Personal, Gebäude, etc...) Erlaubnis zum Bilden von Rücklagen in beliebiger Höhe, aber mir der Auflage, dass diese AUSSCHLIESSLICH zweckgebunden verwendet werden. Da das Geld aus operativem Überschuß stamt, wäre eine Verwendung für Bauten, Aufkäufe etc ein Verstoß gegen die Prozenklausel. Regeln für die Art der Anlagen in die die KK investieren dürfen. (Keine direkte Spekulation) Sperre für Beitragserhöhungen wenn die Rücklage z.B. einen halben Jahreshaushalt überschreitet. Sollen die doch Geld ansparen um über die Zinsen und evtl. auch Kapitalzehrung die abzusehenden Finanzierungslücken(Demoskopie) überbrücken zu können. Aktuell lohnt sich Sparen doch garnicht für die.

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