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Wirtschaft

Seelachs

Fischstäbchen könnten um bis zu 15 Prozent teurer werden

Die Preise für Seelachs steigen seit Monaten stark an. Tiefkühlkosthersteller wie Iglo und Frosta wollen deshalb deutlich höhere Preise für Fischstäbchen durchsetzen.

dpa

Fischstäbchen

Freitag, 12.10.2018   17:24 Uhr

Die Preise für Fischstäbchen könnten deutlich anziehen, wenn es nach den Empfehlungen der Hersteller geht.

Marktführer Iglo empfiehlt den Handelsketten für die Standardpackung von 450 Gramm mit 15 Stück einen Ladenpreis von 3,39 Euro. Die Nummer zwei am Markt, die Bremerhavener Frosta AG, empfiehlt 3,29 Euro. Bisher liegen die Produkte für 2,89 Euro bis 2,99 Euro in den Tiefkühltruhen.

Sollten die Handelsketten den Empfehlungen der Fischproduzenten folgen, müssten Verbraucher einen Preisanstieg von bis zu 15 Prozent hinnehmen.

Der Grund für den drohenden Preisanstieg: Zuletzt sind die Preise für den überwiegend für Fischstäbchen verwendeten Alaska-Seelachs stark angestiegen, weil die Nachfrage aus China derzeit stark zunimmt. Nach Angaben des Fisch-Informationszentrums FIZ in Hamburg erhöhten die US-amerikanischen Unternehmen die Preise von gefrorenem Alaska-Seelachs um zweistellige Prozentbeträge. "Allerdings muss man sagen, dass die Preise seit Jahren überaus stabil waren", sagte Frosta-Vorstandschef Felix Ahlers der Deutschen Presse-Agentur.

Das Fischstäbchen hat einen Fischanteil von 65 Prozent, hinzu kommen Panade und Öl. Entsprechend schlägt der Preisanstieg auf die Stäbchen durch.

Mehr zum Thema: So gelingt die Zubereitung von selbstgemachten Fischstäbchen

hej/dpa-AFX

insgesamt 19 Beiträge
dasfred 12.10.2018
1. Ich denke, der Fischanteil lässt sich noch senken
Bei Premium Tintenfischringen konnte der Anteil auch von 60 über 50 auf 40 Prozent gesenkt werden. Bei den sogenannten Schlemmerfilets wird die Kruste ständig dicker und der Fischanteil sinkt. Angeblich, weil der Verbraucher es [...]
Bei Premium Tintenfischringen konnte der Anteil auch von 60 über 50 auf 40 Prozent gesenkt werden. Bei den sogenannten Schlemmerfilets wird die Kruste ständig dicker und der Fischanteil sinkt. Angeblich, weil der Verbraucher es so fordert. Wer Fisch als Fischstäbchen ißt, hat es nicht besser verdient. Zur Not einfach mehr Ketchup drüber.
freigeistiger 12.10.2018
2. Nationaler Notstand
Wegen der geringeren Kartoffelernte, vor allem von großen Kartoffeln, werden Kartoffelchips und Pommes teurer. Die Weizenernte für Spaghetti war auch geringer. Jetzt werden Fischstäbchen teurer. Neben Döner und Pizza die [...]
Wegen der geringeren Kartoffelernte, vor allem von großen Kartoffeln, werden Kartoffelchips und Pommes teurer. Die Weizenernte für Spaghetti war auch geringer. Jetzt werden Fischstäbchen teurer. Neben Döner und Pizza die deutschen Nationalgerichte. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der nationale Notstand ausgerufen werden muss. Aus Asien, Afrika und Südamerika können dann Kompensationslieferungen für europäische Minderernten kommen. Globalisierung welcome. Wir sind weltoffen. Dank Nestlé haben dann ehemalige Kleinbauern Arbeit und kaum Einkommen, manche.
moev 12.10.2018
3.
Wobei "drastisch" nicht unbedingt das passende Wort ist. Ja, rein prozentual mag es "drastisch" sein, aber das Zeug kostet eben nur Kleckerbeträge, da ist ein nicht "drastischer" Anstieg ja kaum [...]
Wobei "drastisch" nicht unbedingt das passende Wort ist. Ja, rein prozentual mag es "drastisch" sein, aber das Zeug kostet eben nur Kleckerbeträge, da ist ein nicht "drastischer" Anstieg ja kaum möglich.
cindy2009 12.10.2018
4. Island
Man sollte mal beleuchten, wie nachhaltig Island mit den Fischbeständen umgeht.
Man sollte mal beleuchten, wie nachhaltig Island mit den Fischbeständen umgeht.
Nonvaio01 12.10.2018
5. Muss ja nicht iglu sein
Voelligercschwachsinn die zu kaufen.
Voelligercschwachsinn die zu kaufen.

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