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Wirtschaft

Eurokrise

IWF knausert bei der Griechenlandrettung

Der Internationale Währungsfonds will sich am Hilfsprogramm für Griechenland beteiligen. Allerdings ist die Summe nach SPIEGEL-Informationen wohl deutlich geringer als zunächst angenommen.

DPA
Freitag, 17.02.2017   15:06 Uhr

Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird sich voraussichtlich nur mit einem Betrag von bis zu fünf Milliarden Euro am dritten Rettungspaket für Griechenland beteiligen. Nach SPIEGEL-Informationen gehen die europäischen Geldgeber von dieser Größenordnung aus. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

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Heft 8/2017
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Ursprünglich war im Sommer 2015, als das Rettungspaket vereinbart wurde, noch von 16 Milliarden Euro die Rede gewesen. Vergangene Woche schwenkte der IWF nach langem Streit auf die Linie der Europäer ein, von den Griechen als Gegenleistung für frisches Geld Primärüberschüsse von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu verlangen.

Der Primärüberschuss beschreibt das Haushaltsplus, bevor die Schulden bedient werden. Lange hatte der IWF seine Beteiligung an dem 86-Milliarden-Programm generell verweigert, weil er ein Plus von allenfalls 1,5 Prozent für realistisch hielt.

Um die Überschüsse zu erzielen, muss Griechenland zusätzlich in seinem Rentensystem sparen und den Arbeitsmarkt flexibilisieren. Die Geldgeber hoffen, dass die anstehenden Wahlen in den Niederlanden und in Frankreich Athen zur schnellen Einwilligung bewegen, weil je nach Wahlausgang die Fortsetzung des Programms schwieriger werden könnte. Griechenland braucht im Juli rund sieben Milliarden Euro, um seine Verbindlichkeiten zu bedienen.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - ab Donnerstagmorgen erhältlich.

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rei

insgesamt 42 Beiträge
zompel 17.02.2017
1. jeder der alle beisammen hat
weiss das Griechenland nicht zu retten ist und das von Anfang an.
weiss das Griechenland nicht zu retten ist und das von Anfang an.
nickleby 17.02.2017
2. Eine unendliche Geschichte bis zum.....Grexit
Griechenlands Problem liegt in seiner Selbstüberschätzung und in seinem Selbstmitleid. Die Griechen handeln nach dem Motto : "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass" So kommt man auf keinen grünen Zweig
Griechenlands Problem liegt in seiner Selbstüberschätzung und in seinem Selbstmitleid. Die Griechen handeln nach dem Motto : "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass" So kommt man auf keinen grünen Zweig
hevopi 17.02.2017
3. Es ist schon toll,
dass es immer noch Menschen (Naive?) gibt, die daran glauben, dass Griechenland seine Schulden irgendwann im nächsten Jahrtausend zurückzahlt. Kann ich nicht glauben, es gibt bestimmt eine andere Motivation für die [...]
dass es immer noch Menschen (Naive?) gibt, die daran glauben, dass Griechenland seine Schulden irgendwann im nächsten Jahrtausend zurückzahlt. Kann ich nicht glauben, es gibt bestimmt eine andere Motivation für die Geld-Vernichtungsaktion.
steve72 17.02.2017
4.
Weil es aus Sicht des IWF sinnlos ist dort Geld reinzustecken. Und es zu nichts führt ,nur ein schulden schnitt ist sinnvoll.
Weil es aus Sicht des IWF sinnlos ist dort Geld reinzustecken. Und es zu nichts führt ,nur ein schulden schnitt ist sinnvoll.
Uwe Kah 17.02.2017
5. Jetzt retten wir nochmal die Griechen
und in 2 Jahren retten wir dann bitt mal die ganze Welt damit dieser Mist endlich aufhört? Von der ersten Rettungszahlung an wurde nicht nur das Geld der Steuerzahler vernichtet (da jeder weiss das es nicht Grichenland rettet [...]
und in 2 Jahren retten wir dann bitt mal die ganze Welt damit dieser Mist endlich aufhört? Von der ersten Rettungszahlung an wurde nicht nur das Geld der Steuerzahler vernichtet (da jeder weiss das es nicht Grichenland rettet sondern zu >90% in die Taschen weniger reicher fliesst) sondern auch Gesetze gebrochen (EU Vertrag besagt das kein Land für die Schulden anderer Mitglieder aufkommen muss UND AUCH NICHT KANN). Aber Gesetzesbruch interessiert unsere Politkasper ja schon lange nicht mehr. Auf zu einer weiteren munteren Runde der Steuergeldvernichtung!!! Die Deutschen arbeiten immer noch zu gut und zuviel, so viele Steuern müssen doch irgendwohin... solange es ausserhalb Deutschlands ist, oder zumindest nicht für Deutsche. Warum sollten wir auch etwas von unseren Steuern haben, reicht doch völlig das wir sie erarbeitet haben.

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