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Wirtschaft

Haushalt

Bremen rechnet 2020 erstmals seit Sechzigerjahren mit Überschuss

Der Bund-Länder-Pakt sorgt für Mehreinnahmen: Das hoch verschuldete Bundesland Bremen will 2020 das erste Mal seit Jahrzehnten wieder Überschüsse erzielen.

DPA

Carsten Sieling (SPD),

Dienstag, 12.09.2017   18:33 Uhr

Das hoch verschuldete Bundesland Bremen rechnet von 2020 an erstmals seit den Sechzigerjahre wieder mit Haushaltsüberschüssen. Das teilten Regierungschef Carsten Sieling (SPD) und Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne) mit. Nach dem vom Senat beschlossenen Fünf-Jahres-Finanzplan für 2017 bis 2021 wird 2020 ein Überschuss von 89 Millionen Euro und 2021 ein Plus von 229 Millionen Euro erwartet.

Als Gründe verwiesen die Politiker unter anderem auf den im Rahmen des Bund-Länder-Pakts von 2020 an jährlich gewährten 400 Millionen Euro Belastungsausgleich sowie gute Prognosen für das Wirtschaftswachstum, die Steuereinnahmen und das Zinsniveau. Die Schuldentilgung beginnt in Bremen 2020 und dann mit durchschnittlich 80 Millionen Euro pro Jahr.

hej/Reuters

insgesamt 26 Beiträge
vox veritas 12.09.2017
1.
Wie lange dauert es, bis Bremen seine Schulden getilgt hat?
Wie lange dauert es, bis Bremen seine Schulden getilgt hat?
jowitt 12.09.2017
2. @vox veritas
Ich denke, das ist nicht von Belang. Ein Staat braucht seine Schulden nicht zu tilgen. So lange er Anschlusskredite erhält und die Zinsen zahlen kann ist alles in Ordnung.
Zitat von vox veritasWie lange dauert es, bis Bremen seine Schulden getilgt hat?
Ich denke, das ist nicht von Belang. Ein Staat braucht seine Schulden nicht zu tilgen. So lange er Anschlusskredite erhält und die Zinsen zahlen kann ist alles in Ordnung.
brux 12.09.2017
3. Nun ja
Das sind ja noch ein paar Jahre hin. Ich vermute, dass Bremen einen Weg finden wird, wieder einmal grosse Mengen Steuergelder zu versenken. Meine Geschichte mit Bremen beginnt 1981 auf der Vulkan-Werft. Da sagten mir die Manager, [...]
Das sind ja noch ein paar Jahre hin. Ich vermute, dass Bremen einen Weg finden wird, wieder einmal grosse Mengen Steuergelder zu versenken. Meine Geschichte mit Bremen beginnt 1981 auf der Vulkan-Werft. Da sagten mir die Manager, dass die Firma nicht auf Profit abzielt, sondern auf Wunsch des Senats Arbeitsplätze zu garantieren hat. Der gängige Witz war die Frage "Wieviele Leute arbeiten hier auf der Werft? Antwort: Etwa 30%." Die Megapleite 1996 war da folgerichtig. Bremer Industrie- und Wirtschaftspolitik war schon immer das Verbrennen des Geldes anderer Leute.
vox veritas 12.09.2017
4.
Bremen ist ein Bundesland - kein Staat. Zu Satz 2: Griechenland kann seine Zinsen auch bezahlen und bekommt Anschlußkredite. Ist dort alles in Ordnung?
Zitat von jowittIch denke, das ist nicht von Belang. Ein Staat braucht seine Schulden nicht zu tilgen. So lange er Anschlusskredite erhält und die Zinsen zahlen kann ist alles in Ordnung.
Bremen ist ein Bundesland - kein Staat. Zu Satz 2: Griechenland kann seine Zinsen auch bezahlen und bekommt Anschlußkredite. Ist dort alles in Ordnung?
idee342 12.09.2017
5. @2 Habe ich noch nie verstanden
Kann ich als Privatperson ja auch machen nur in kleinerem Umfang und kürzeren Zeiträumen. Ein Staat muss sehr wohl auf seinen Schuldenstand achten, wie Sie ja auch gesagt haben ( auf Grund von Zinsen und Anschlusskrediten) Es [...]
Kann ich als Privatperson ja auch machen nur in kleinerem Umfang und kürzeren Zeiträumen. Ein Staat muss sehr wohl auf seinen Schuldenstand achten, wie Sie ja auch gesagt haben ( auf Grund von Zinsen und Anschlusskrediten) Es kommt immer die Aussage: Ein Staat kann so viel Schulden machen wie er will und dann die Einschränkung... Also kann er nicht! Außerdem schafft er sich durch die Verringerung der Zinslast zusätzlichen Investitionsspielraum oder sehe ich da grundsätzlich etwas falsch?

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