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Wirtschaft

AOK-Bundesverband

Arbeitsausfall durch psychische Krankheiten um 80 Prozent gestiegen

Stress und hohe Arbeitsverdichtung fordern ihren Tribut. In den vergangenen zehn Jahren konnte immer mehr Arbeit nicht erledigt werden, weil Beschäftigte sich teilweise wochenlang krankmeldeten.

DPA
Donnerstag, 14.09.2017   06:55 Uhr

Ergonomische Bürostühle, sorgfältig aufgestellte Computerbildschirme in den Büros, Roboter für schwere Traglasten in den Fabriken: Die körperlichen Belastungen haben die Arbeitsmediziner inzwischen erfolgreich gemindert. Stress und psychische Belastungen haben sie dagegen immer schlechter im Griff.

Das belegen auch die Zahlen der Krankenkassen: Nach Angaben des AOK-Bundesverbandes ist der Arbeitsausfall durch psychische Erkrankungen in den vergangenen zehn Jahren mit 79,3 Prozent überproportional stark gestiegen. Mit 25,7 Tagen je Fall lagen die Ausfallzeiten 2016 an der Spitze aller Erkrankungen und dauerten mehr als doppelt so lange wie der Durchschnitt mit 11,7 Tagen je Fall. Dabei stieg sowohl die Zahl der psychisch Erkrankten insgesamt als auch die Ausfallzeit je Patient.

Während der Krankenstand nach Angaben des Gesundheitsministeriums bei allen 71 Millionen gesetzlich Versicherten im vergangenen Jahr angestiegen ist, blieb er bei den AOK-Versicherten mit 5,3 Prozent auf demselben Niveau wie im Vorjahr. Damit hat jeder Beschäftigte im Durchschnitt 19,4 Tage aufgrund einer ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung im Betrieb gefehlt. Der AOK-Bundesverband will im Laufe des Vormittags seinen aktuellen Fehlzeiten-Report vorstellen.

mik/dpa

insgesamt 70 Beiträge
elibobo 14.09.2017
1. Der Mensch....
...ist nun mal keine Maschine. Immer mehr Arbeit, die durch immer weniger Menschen erledigt werden soll, kann nicht ohne Auswirkungen bleiben. Vor allem bleibt bei dem Termindruck kein Raum für kreative und konzeptionelle Arbeit. [...]
...ist nun mal keine Maschine. Immer mehr Arbeit, die durch immer weniger Menschen erledigt werden soll, kann nicht ohne Auswirkungen bleiben. Vor allem bleibt bei dem Termindruck kein Raum für kreative und konzeptionelle Arbeit. Aber anscheinend alles so gewollt, oder?
brilliwand 14.09.2017
2. wenn wundert es
immer erreichbar, immer unter Druck und den Respekt den viele Firmen den Angestellten / Arbeitern entgegenbringen lässt sich an den Begriffen Human Resources, Human Capital unschwer erkennen.
immer erreichbar, immer unter Druck und den Respekt den viele Firmen den Angestellten / Arbeitern entgegenbringen lässt sich an den Begriffen Human Resources, Human Capital unschwer erkennen.
severus1985 14.09.2017
3. Zeitverträge
Ob die mentale Arbeitsbelastung tatsächlich gestiegen ist, kann ich nicht genau sagen, obwohl durch den Siegeszug des Diensthandys natürlich der Feierabend teilweise entwertet wurde. Stichwort Feierabend. Es macht eben einen [...]
Ob die mentale Arbeitsbelastung tatsächlich gestiegen ist, kann ich nicht genau sagen, obwohl durch den Siegeszug des Diensthandys natürlich der Feierabend teilweise entwertet wurde. Stichwort Feierabend. Es macht eben einen großen Unterschied, ob ich nach einem langen Tag im Büro in mein Eigenheim gehe und mich entspanne, oder ob ich mich in meine Mietwohnung zurückziehe, die noch nichtmal vernünftig eingerichtet ist, da sich das aufgrund der kurzen Zeitverträge garnicht lohnen würde.
brilliwand 14.09.2017
4. wenn wundert es
immer erreichbar, immer unter Druck und den Respekt den viele Firmen den Angestellten / Arbeitern entgegenbringen lässt sich an den Begriffen Human Resources, Human Capital unschwer erkennen.
immer erreichbar, immer unter Druck und den Respekt den viele Firmen den Angestellten / Arbeitern entgegenbringen lässt sich an den Begriffen Human Resources, Human Capital unschwer erkennen.
Olaf 14.09.2017
5.
Das ist merkwürdig, den eigentlich sind die Firmen doch heute voller wunderbarer Menschen. Alle sind empathisch, sozial kompetent, teamfähig und kreativ. So ganz anders als früher. Aber trotzdem machen sie sich das Leben [...]
Das ist merkwürdig, den eigentlich sind die Firmen doch heute voller wunderbarer Menschen. Alle sind empathisch, sozial kompetent, teamfähig und kreativ. So ganz anders als früher. Aber trotzdem machen sie sich das Leben gegenseitig zur Hölle.

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