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Wirtschaft

Neue Zwei-Euro-Münze

"Den kleinen Helmut Schmidt in der Tasche"

Ist nach Groschen und Heiermann bald vom Schmidt die Rede? Ab 2018 sind neue Zwei-Euro-Münzen mit dem Konterfei des SPD-Altkanzlers im Umlauf - sehr zur Freude der Tochter des Verstorbenen.

DPA

Neue Zwei-Euro-Münze

Dienstag, 19.09.2017   20:38 Uhr

Die Hamburgische Münze hat mit der Prägung von Zwei-Euro-Stücken mit dem Porträt von Helmut Schmidt begonnen. Die Tochter des gestorbenen Altkanzlers, Susanne Schmidt, drückte zusammen mit Finanzsenator Peter Tschentscher den Startknopf der Prägemaschine. Anschließend prägte sie mit dem SPD-Politiker auch die erste Zwei-Euro-Münze im Spiegelglanz für Sammler.

"Da hat dann jeder seinen kleinen Helmut Schmidt in der Tasche zum Anfassen und kann damit die Zeitung holen oder parken", sagte Susanne Schmidt. Das Besondere an der Münze sei das Normale, dass sie nun Teil unseres Alltags werde.

"Die Zwei-Euro-Münze ist eine ganz wunderbare Würdigung für meinen Vater", sagte Susanne Schmidt. Den SPD-Politiker auf diese Weise zu ehren, hatte Tschentscher nach eigenen Angaben Anfang 2016 Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) vorgeschlagen. "Die Gedenkmünze würdigt das Lebenswerk unseres Hamburger Ehrenbürgers und erinnert an die von ihm vermittelten Werte", sagte er laut Behördenmitteilung.

Bereits nach Schmidts Tod im November 2015 hatte die Münzprägeanstalt mit der Herstellung einer Serie von Gedenkmedaillen begonnen, auf denen wichtige Stationen im Leben des Altkanzlers zu sehen sind.

Die Bundesregierung beschloss Ende April, die neue Münze zum 100. Geburtstag Schmidts prägen zu lassen. Damit soll das Lebenswerk des Altkanzlers und früheren Hamburger Innensenators gewürdigt werden. Schmidt wurde am 23. Dezember 1918 geboren.

Nach Angaben der Finanzbehörde sollen insgesamt 30 Millionen Exemplare der Münze hergestellt werden, 6,3 Millionen davon in der Hamburger Münze. Ab 31. Januar sollen sie in den Umlauf kommen und im ganzen Euroraum als Zahlungsmittel dienen.

Das Motiv wurde von dem Berliner Künstler Bodo Broschat gestaltet. Es zeigt den Kopf des Altkanzlers mit akkurat gescheiteltem Haar und der rechten Hand, die er zu einer charakteristischen Geste beim Reden erhoben hat.

apr/dpa

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