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Wirtschaft

Ifo-Studie

Stimmung in der Weltwirtschaft auf höchstem Stand seit 2011

Die globale Konjunktur boomt: Der Indikator für das Weltwirtschaftsklima ist auf ein Sechs-Jahres-Hoch geklettert. Die Prognosen für die Industrienationen gehen aber zurück.

Getty Images

Containerterminal in Rotterdam

Montag, 13.11.2017   09:49 Uhr

In fast allen Regionen der Welt hat sich die Stimmung in der Wirtschaft deutlich verbessert. Der Indikator des Münchner Ifo-Instituts für das Weltwirtschaftsklima stieg zu Beginn des vierten Quartals 2017 auf den höchsten Wert seit dem zweiten Quartal 2011.

Laut dem World Economic Survey (WES) verbesserte sich das Wirtschaftsklima in dem Zeitraum von 13,2 auf 17,1 Punkte, wie das Institut mitteilte. Im Mittel noch besser schätzten die in den einzelnen Regionen befragten Experten die dortige Wirtschaftslage ein. Sie kletterte nach 12,5 im Vorquartal auf 17,2 Punkte Anfang Oktober. Lediglich im Nahen Osten und in Nordafrika stuften die befragten Experten die Lage als schlechter ein.

Die WES-Skala reicht von -100 bis +100. Für die Studie befragt das Ifo-Institut regelmäßig Experten. An der aktuellen Erhebung beteiligten sich 1117 Befragte aus 120 Ländern. Das langjährige arithmetische Mittel für das Weltwirtschaftsklima liegt bei 4,03, der Median bei 6,15. Noch positiver waren die Werte des weltwirtschaftlichen Klimas zur Zeit der Hochkonjunktur Mitte der Nullerjahre, als sie bei über 30 lagen.

Weltweit betrachtet fielen auch die wirtschaftlichen Erwartungen der Experten für die kommenden sechs Monate optimistischer aus - das Saldo stieg von 14 auf 16,9 Punkte. "Die allmähliche Erholung der Weltwirtschaft dürfte damit an Schwung gewinnen", schreiben die Ifo-Forscher.

Bei den Erwartungen gingen die Prognosen der Experten demnach allerdings auseinander. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften nahm der Optimismus laut Studie ab. Hingegen erwarteten die Experten aus den Schwellen- und Entwicklungsländern ein Anziehen der Konjunktur; insbesondere Lateinamerika trug zu einem Anstieg der Erwartungen bei.

Der Preisanstieg in der Weltwirtschaft dürfte sich den Experten zufolge zudem wieder beschleunigen. Im Gegensatz dazu gehen die Befragten von einer Abschwächung beim Wachstum des Welthandels aus. Gleichzeitig hat sich der Anteil der Experten verringert, die Beschränkungen beim Exportgeschäft als gesamtwirtschaftliches Problem sehen. "Der Wert des Dollars gegenüber den anderen Währungen dürfte zunehmen", teilte der Präsident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest, mit.

apr

insgesamt 6 Beiträge
martina_guggenmos 13.11.2017
1. Na wenn das so ist
Na wenn das so ist dann kauf ich gleich 2 Apple X. Mal ernsthaft, die Leute kaufen weltweit unabhängig von irgendwelchen Stimmungsindikatoren ein.
Na wenn das so ist dann kauf ich gleich 2 Apple X. Mal ernsthaft, die Leute kaufen weltweit unabhängig von irgendwelchen Stimmungsindikatoren ein.
aschie 13.11.2017
2. Wirtschaftsprognosen
haben immer Recht .Inhaltlich kann man die alle auf zwei Sätze zusammenstreichen Es könnte alles gut laufen wenn es gut läuft. Könnte aber auch schlecht laufen wenn es schlecht läuft. Wozu braucht man sowas ?
haben immer Recht .Inhaltlich kann man die alle auf zwei Sätze zusammenstreichen Es könnte alles gut laufen wenn es gut läuft. Könnte aber auch schlecht laufen wenn es schlecht läuft. Wozu braucht man sowas ?
FinWir.de 13.11.2017
3. War vor der Finanzkrise auch
Da wurde ein Höchststand nach dem anderen erreicht bei den Wirtschaftsforschungsanstalten und am Ende krachte die gesamten Weltwirtschaft zusammen. Weder Kapitalmärkte noch zukünftige Wirtschaftsentwicklungen können sicher [...]
Da wurde ein Höchststand nach dem anderen erreicht bei den Wirtschaftsforschungsanstalten und am Ende krachte die gesamten Weltwirtschaft zusammen. Weder Kapitalmärkte noch zukünftige Wirtschaftsentwicklungen können sicher prognostiziert werden. Das ist Kafeesatz-Leserei ohne wirkliche Substanz.
Kurt-C. Hose 13.11.2017
4. Aha
"Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen." Karl Valentin
"Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen." Karl Valentin
muellerthomas 13.11.2017
5.
Naja, die Wirtschaftstimmung in Europa erreichte vor der Krise im Mai 2007 den zyklischen Höchstand, der aber bereits niedriger lag als frühere Höchststände. Zum Zeitpunkt der Lehman-Pleite im September 2008 war die [...]
Zitat von FinWir.deDa wurde ein Höchststand nach dem anderen erreicht bei den Wirtschaftsforschungsanstalten und am Ende krachte die gesamten Weltwirtschaft zusammen. Weder Kapitalmärkte noch zukünftige Wirtschaftsentwicklungen können sicher prognostiziert werden. Das ist Kafeesatz-Leserei ohne wirkliche Substanz.
Naja, die Wirtschaftstimmung in Europa erreichte vor der Krise im Mai 2007 den zyklischen Höchstand, der aber bereits niedriger lag als frühere Höchststände. Zum Zeitpunkt der Lehman-Pleite im September 2008 war die Stimmung dann bereits auf den niedrigsten Wert seit 1993/94 gesunken.

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