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21.07.2011
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Schuldenkrise

Euro-Staaten einigen sich auf neues Griechenland-Paket

Neue Griechenlandhilfen: Verhandlungsmarathon in Brüssel
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dapd

Das Gerangel um die dringend notwendigen Hilfen für das hochverschuldete Griechenland ist beendet. Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder haben sich auf ein Rettungspaket im Volumen von 109 Milliarden Euro verständigt. Weitere 50 Milliarden Euro sollen private Gläubiger beisteuern.

Brüssel - Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone haben sich auf ein neues Hilfspaket für das hoch verschuldete Griechenland geeinigt. Das teilte Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy nach einem Euro-Sondergipfel am Donnerstag in Brüssel mit. Das Paket soll ein Volumen von 109 Milliarden Euro haben. Zusätzlich sollen sich private Gläubiger laut dem Abschlussdokument des Gipfels bis zum Jahr 2014 mit fast 50 Milliarden Euro beteiligen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lobte das Paket als wichtige Entscheidung für die Zukunft ganz Europas. "Der Tag heute bedeutet für die Menschen in Deutschland ein Mehr an Sicherheit für unsere gemeinsame Währung und damit auch eine Grundlage für unser Wirtschaften, aber auch für den Wohlstand insgesamt", sagte die Kanzlerin nach dem Krisengipfel. Der Euro sei mehr als nur eine Währung, er sei ein "Ausdruck großer Verbundenheit" in Europa.

Mit einem Bündel an Hilfsmaßnahmen wollen die Euro-Länder Griechenland vor der Pleite retten und eine Ausbreitung der Krise auf andere gefährdete Staaten verhindern.

An den Finanzmärkten sorgte die Einigung für Erleichterung. Der Kurs des Euro sprang nach Ende des Gipfels über die Marke von 1,44 Dollar - rund zwei Cent mehr als am Mittwoch. An der Wall Street in New York stieg der wichtigste Aktienindex Dow Jones kurz nach der Einigung um 1,2 Prozent.

Laut Sarkozy wird das hoch verschuldete Griechenland durch die Vereinbarungen erheblich entlastet. Niedrigere Zinsen für die Hilfskredite seiner Euro-Partner würden den Schuldenstand des Landes von fast 160 Prozent seiner jährlichen Wirtschaftsleistung um zwölf Prozentpunkte senken, sagte Sarkozy. Die Beteiligung der privaten Gläubiger an dem Hilfspaket werde den Schuldenstand um weitere zwölf Punkte drücken.

Es ist schon das zweite Rettungspaket für Griechenland. Bereits im vergangenen Jahr hatten sich die Euro-Staaten und der Internationale Währungsfonds (IWF) auf Hilfszusagen von insgesamt 110 Milliarden Euro geeinigt. Das Geld soll über einen Zeitraum von drei Jahren ausgezahlt werden, bisher ist rund die Hälfte geflossen.

Das zweite Paket war nun nötig geworden, weil das Geld aus dem ersten Rettungsprogramm nicht ausreicht, um Griechenland solange zu unterstützen, bis es sich wieder selbst am Kapitalmark finanzieren kann.

Zudem sollen die neuen Hilfszusagen auch Ansteckungseffekte auf andere Euro-Länder verhindern. Portugal und Irland hatten bereits Hilfen aus dem europäischen Rettungsfonds EFSF erhalten. In den vergangenen Wochen war aber bereits über neue Rettungspakete für diese beiden Staaten spekuliert worden. Rating-Agenturen hatten die Kreditwürdigkeit der Länder herabgestuft.

Auch Spanien und Italien waren zuletzt ins Visier der Finanzmärkte geraten und konnten sich frisches Geld nur noch gegen hohe Zinsen leihen. Die nun gefundene Lösung soll die Anleger an den Märkten beruhigen.

stk/Reuters/dpa

Forum

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insgesamt 164 Beiträge
1. Oh welch Freude...
Heinz-und-Kunz 21.07.2011
...noch mehr von meinem hart verdienten Geld, dass ich oder sonst wer in Deutschland nie wieder sehen wird.
...noch mehr von meinem hart verdienten Geld, dass ich oder sonst wer in Deutschland nie wieder sehen wird.
2. So, das war's
wonghan 21.07.2011
Gut gemacht!!! Die Krise ist vorbei!!! Alles wird gut!!!
Gut gemacht!!! Die Krise ist vorbei!!! Alles wird gut!!!
3. Pressiert
Hardliner 1 21.07.2011
Sekundärmark, Kapitalmark - da hat es wohl pressiert? Oder ist das bereits ein sprachlicher Vorgriff auf die Zukunft?
Zitat von sysopDas Gerangel um die dringend notwendigen Hilfen für das hochverschuldete Griechenland ist beendet. Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder haben sich auf ein umfassendes Rettungsprogramm für das Land geeinigt. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,775790,00.html
Sekundärmark, Kapitalmark - da hat es wohl pressiert? Oder ist das bereits ein sprachlicher Vorgriff auf die Zukunft?
4. Dein und Mein
MisterPR 21.07.2011
Das denk' ich mir bei jedem Soli auf meinem Gehaltszettel auch immer und wenn ich die Geld-Verpulverei in Berlin sehe. Da rette ich mit meinem Geld dann doch lieber mein Europa.
Zitat von Heinz-und-Kunz...noch mehr von meinem hart verdienten Geld, dass ich oder sonst wer in Deutschland nie wieder sehen wird.
Das denk' ich mir bei jedem Soli auf meinem Gehaltszettel auch immer und wenn ich die Geld-Verpulverei in Berlin sehe. Da rette ich mit meinem Geld dann doch lieber mein Europa.
5. wieviele Milliarden ????
weltbetrachter 21.07.2011
Und, wieviele Milliarden hat unsere Kanzlerin heute wieder verzockt? Das sind unsere Steuergelder, für die wir hart arbeiten müssen. . Und in einigen Tagen ist für die umfassenden Aufgaben in unserem Land - leider wieder kein [...]
Und, wieviele Milliarden hat unsere Kanzlerin heute wieder verzockt? Das sind unsere Steuergelder, für die wir hart arbeiten müssen. . Und in einigen Tagen ist für die umfassenden Aufgaben in unserem Land - leider wieder kein Geld da !!! TOLL !!!

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