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07.02.2012
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Arbeitsmarkt

Jugendliche in aller Welt fürchten Zukunft ohne Job

  Indignados  in Barcelona: In Spanien liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei knapp 50 Prozent
AFP

Indignados in Barcelona: In Spanien liegt die Jugendarbeitslosigkeit bei knapp 50 Prozent

Amerika und Europa leiden unter Schuldenkrisen, Chinas Wachstum droht sich abzukühlen - und die Zukunftsängste der Jugendlichen steigen. Laut einer Uno-Studie bangen immer mehr junge Menschen um ihren Job. Viele fürchten, dass ihre Ausbildung sie für den Arbeitsmarkt nicht fit genug macht.

Hamburg - Es ist eine bedrückende Zahl. 75,8 Millionen Jugendliche waren 2011 weltweit arbeitslos. Das berichtet die Uno in einer aktuellen Studie, dem World Youth Report. Und immer mehr junge Menschen im Alter von 15 bis 30 Jahren machen sich Sorgen um ihre Zukunft.

Viele fürchten demnach, ihre Ausbildung gebe ihnen nicht das richtige Rüstzeug für den Arbeitsmarkt. Junge Leute stellten sich die Frage, inwieweit ihre Schulbildung ihnen bei der Suche nach Arbeitsplätzen helfe und was sie ihnen langfristig bringe, hieß es in dem Bericht, für den rund tausend junge Menschen befragt wurden.

In Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs seien gerade unerfahrene Arbeitnehmer häufig die letzten, die eingestellt, und die ersten, die entlassen würden. Die Uno kritisiert, dass junge Menschen häufig beim Einstieg in den Arbeitsmarkt nur schlechte Arbeitsverträge mit geringen Löhnen bekämen.

Jugendliche müssen laut der Uno-Studie zudem besonders lange Perioden der Arbeitslosigkeit ertragen. Manche würden die Suche irgendwann aufgeben, andere länger studieren oder sich für freiwillige Sozialarbeit bewerben. Viele versuchten zudem, sich Fachwissen anzueignen und neue Fertigkeiten zu erlernen, während sie auf einen Job warteten. Andere würden gleich mehrere Teilzeitjobs annehmen, um ein Einkommen zusammenzubekommen, von dem sie leben können.

Angst vor dem Abschwung

Jugendarbeitslosigkeit ist generell höher als die durchschnittliche Arbeitslosigkeit. 2010 lag die Jugendarbeitslosigkeit laut der International Labour Organization zum Beispiel bei 12,6 Prozent, die von Erwachsenen dagegen nur bei 4,8 Prozent. In Ländern wie Spanien ist die Lage besonders dramatisch. Dort findet derzeit fast jeder zweite Jugendliche keine Arbeit.

Der globale wirtschaftliche Abschwung verstärkt das Problem. Europa leidet massiv unter der Schuldenkrise, in den USA ist der Schuldenberg auf mehr als 15 Billionen Dollar angestiegen. Und in China droht sich das Wachstum nach Angaben des IWF abzukühlen, wenn sich nicht bald eine Lösung für die Euro-Krise findet.

Jugendarbeitslosigkeit kann zu gesellschaftlichen Spannungen führen. In Spanien blockierte die Jugendbewegung Indignados wochenlang öffentliche Plätze. In Nordafrika und im Nahen Osten gilt die hohe Arbeitslosenquote als eine der Hauptursachen für die Revolutionen des Arabischen Frühlings.

ssu/AFP

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insgesamt 36 Beiträge
1. Ist zynisch - ich weiss....
Jonny_C 07.02.2012
...aber man kann wenn man fit ist immer noch zum Militär gehen.
Zitat von sysopAmerika und Europa leiden unter Schuldenkrisen, Chinas Wachstum droht sich abzukühlen - und die Zukunftsängste der Jugendlichen steigen. Laut einer Uno-Studie bangen immer mehr*junge Menschen um ihren Job. Viele fürchten, dass ihre Ausbildung sie für den Arbeitsmarkt nicht fit genug macht. Arbeitsmarkt: Jugendliche in aller Welt fürchten Zukunft ohne Job - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,813706,00.html)
...aber man kann wenn man fit ist immer noch zum Militär gehen.
2. Weil Staat & Gesellschaft ...
The Captain 07.02.2012
... Jugendliche in allererster Linie eben nur als Krawallmacher und chronische Wutbürger kennt. Da investiert man nur ungern rein, und so sieht das auch aus: Kürzungen bei Bildung & Jugendarbeit überall, Spielplätze [...]
... Jugendliche in allererster Linie eben nur als Krawallmacher und chronische Wutbürger kennt. Da investiert man nur ungern rein, und so sieht das auch aus: Kürzungen bei Bildung & Jugendarbeit überall, Spielplätze verschwinden, Sportvereine ebenso. Im Prinzip zeigt die Gesellschaft der Jugend allenorts den Finger. Und effektiv meiner Generation genauso (82er Jahrgang): ihr dürft länger und härter schaffen und mehr abdrücken bei weniger Lohn - und Rente dürft ihr auch keine mehr erwarten. WENN man denn einen Job hat. Die Generation nach mir, also die in den 90ern geborenen, dürfte es um einiges härter treffen, denn hier hauen die Kürzungen bei der Bildung gleich richtig in den Sack. Leider reicht auch eine gute Bildung nicht mehr aus, um vor einem Leben von Transferleistungen, prekärer Bezahlung und Zeitarbeit zu schützen. Das frustriert ungemein. Änderungen? Keine in Aussicht, solange Besitzstandswahrer das Szepter in der Hand halten. Tja. Was soll's. Es geht den Leuten immernoch so gut, dass niemand aktiv was ändern will. Sonst sähe es hier aus wie in Griechenland.
3. Das stimmt...
morgeneyer 07.02.2012
Es gibt genug Probleme zu lösen in Europa. Ich finde es nicht gut, wenn man immer nur fragt, was andere für einen tun können. Die Hand aufhalten und fordern ist immer einfach. Wer wirklich etwas kann, der wird auch immer Arbeit [...]
Zitat von Jonny_C...aber man kann wenn man fit ist immer noch zum Militär gehen.
Es gibt genug Probleme zu lösen in Europa. Ich finde es nicht gut, wenn man immer nur fragt, was andere für einen tun können. Die Hand aufhalten und fordern ist immer einfach. Wer wirklich etwas kann, der wird auch immer Arbeit haben. Aber viele Jugendliche leben in einer Traumwelt. Da wird Philosophie studiert oder Soziologie oder Politologie... Aber wer Mathematik oder Ingenieurwissenschaft oder Management studiert hat und wer Talent und eigene Ideen hat, der kann wird immer Arbeit finden, der kann ein Unternehmen gründen. Selber was auf die Beine stellen. Aktivität statt Passivität ist gefragt. Die Jugendlichen sollten nicht nur Party im Kopf haben sondern ein wenig eigenen Gestaltungswillen entwickeln.
4. nt
vogelskipper 07.02.2012
Zum Glück gibt es noch Leute, die nicht so hirnrissige Vorschläge machen, denn sonst wäre die Jugendarbeitslosigkeit noch viel höher. Und mit Zynismus hat Ihr Vorschlag rein gar nichts zu tun.
Zitat von Jonny_C...aber man kann wenn man fit ist immer noch zum Militär gehen.
Zum Glück gibt es noch Leute, die nicht so hirnrissige Vorschläge machen, denn sonst wäre die Jugendarbeitslosigkeit noch viel höher. Und mit Zynismus hat Ihr Vorschlag rein gar nichts zu tun.
5. Neue Ideen und Innovationen braucht das Land!
merapi22 07.02.2012
Das ist dann eine Lösung für alle? Man kann auch bei der einzigen Branche anheuern die noch Zuwachs an menschlichen Arbeitskräften verzeichnet, den Sicherheitsunternehmen. Aber längerfristig wird auch diese Arbeit Kollege [...]
Zitat von Jonny_C...aber man kann wenn man fit ist immer noch zum Militär gehen.
Das ist dann eine Lösung für alle? Man kann auch bei der einzigen Branche anheuern die noch Zuwachs an menschlichen Arbeitskräften verzeichnet, den Sicherheitsunternehmen. Aber längerfristig wird auch diese Arbeit Kollege Roboter besser machen als der fehlerbehaftete Mensch. Vielleicht wäre es endlich an der Zeit Einkommen von Erwerbsarbeit zu entkoppeln. Wenn jeder ein Grundeinkommen erhält, ist niemand mehr gezwungen erwerbstätig zu sein und kann sich ohne finanzielle Sorgen Selbständig machen. Denn wir brauchen nicht weniger Technik und Innovationen, sondern mehr technische Lösungsmöglichkeiten um die Zukunftsprobleme zu lösen. Wer sich selbstständig macht und eigene Erfindungen und Ideen umsetzt schafft die Voraussetzungen für ein nachhaltiges Wachstum, für die Umgestaltung der Wirtschaft von endlich auf unendliche Ressourcen und Energiegewinnung! Was alles schon möglich ist: BGE Roboter können alles besser | Facebook (http://www.facebook.com/pages/BGE-Roboter-konnen-alles-besser/177235832301157)

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