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24.02.2012
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Deutschland-Offensive

Nestlé baut Kaffeekapsel-Werk in Schwerin

DPA

Nestlé-Logo: 220 Millionen Euro Investition in Produktionsstätten

Der Clooney-Liebling kommt nach Deutschland: Nestlé baut in Schwerin eine neue Fabrik für seinen Kapselkaffee. Mit 220 Millionen Euro handele es sich um eine der teuersten Investitionen in Europa, teilte der Konzern mit.

Hamburg - Nestlé expandiert nach Deutschland. Der Schweizer Lebensmittelkonzern will in Schwerin eine neue Fabrik für seine Kaffeekapseln bauen. Das teilte Nestlé-Generaldirektor Laurent Freixe am Freitag mit. In dem neuen Werk sollen von Ende 2013 an jährlich rund zwei Milliarden Kaffeekapseln produziert werden. Mit 220 Millionen Euro handele es sich um eine der teuersten Investitionen des Konzerns in Europa.

Nestlé will von Schwerin aus vor allem den deutschen, skandinavischen und osteuropäischen Markt bedienen. Mit dem neuen Werk will der Konzern mindestens 450 Arbeitsplätze schaffen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern könnte knapp 50 Millionen Euro an Fördergeldern beisteuern, wie Landeswirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) sagte.

Nach eigenen Angaben ist Nestlé in 20 Ländern im Segment Kaffeekapseln Marktführer - vermutlich auch dank der erfolgreichen Werbespots mit US-Schauspieler George Clooney. Seit Produktionsbeginn im Jahr 2007 wurden bereits vier Milliarden Kapseln verkauft, davon 1,2 Milliarden in Deutschland. Von 2010 auf 2011 habe Nestlé den Umsatz von Kaffeekapseln weltweit um 50 Prozent gesteigert. 2013 plant das Unternehmen einen Umsatz von einer Milliarde Schweizer Franken ein. Bislang produziert Nestlé Kaffeekapseln im englischen Tutbury und im spanischen Girona.

Der Deutsche Kaffeeverband mit Sitz in Hamburg sieht weiter einen steigenden Trend beim Verbrauch von Kaffeekapseln. Seit der Markteinführung von Kapseln und Pads im Jahr 2005 sei der Verbrauch auf das Zwölffache gestiegen, sagte eine Sprecherin. 2010 wurden in Deutschland 406.500 Tonnen Röstkaffee abgesetzt, 8,6 Prozent davon in Kapseln und Pads. Im Durchschnitt konsumiert jeder Bundesbürger 150 Liter Kaffee im Jahr.

ssu/

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insgesamt 11 Beiträge
1. Warum ?
hdudeck 24.02.2012
Das Geld sollte besser fuer die Foerderung von Klein-Betriebe und den Mittelsstand verwended werden. Ein Konzern wie Nestle braucht das nicht. Oder hat Harry Glawe und oder sein Ministerium nun fuer den Rest seines Lebens [...]
Zitat von sysopDas Land Mecklenburg-Vorpommern könnte knapp 50 Millionen Euro an Fördergeldern beisteuern, wie Landeswirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) sagte Deutschland-Offensive: Nestlé baut Kaffeekapsel-Werk in Schwerin - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,817382,00.html)
Das Geld sollte besser fuer die Foerderung von Klein-Betriebe und den Mittelsstand verwended werden. Ein Konzern wie Nestle braucht das nicht. Oder hat Harry Glawe und oder sein Ministerium nun fuer den Rest seines Lebens freien Kaffee in Kapseln?
2. .
static_noise 24.02.2012
WARUM? 50 Mio für 450 Arbeitsplätze? Steuern wird das Werk sicher kaum bringen, das existiert in nem Geflecht eines multinationalen börsennotierten Großkonzerns und da werden Verluste/Gewinne sicher schön gekapselt und [...]
Zitat von sysopMit dem neuen Werk will der Konzern mindestens 450 Arbeitsplätze schaffen. Das Land Mecklenburg-Vorpommern könnte knapp 50 Millionen Euro an Fördergeldern beisteuern, wie Landeswirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) sagte. Deutschland-Offensive: Nestlé baut Kaffeekapsel-Werk in Schwerin - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,817382,00.html)
WARUM? 50 Mio für 450 Arbeitsplätze? Steuern wird das Werk sicher kaum bringen, das existiert in nem Geflecht eines multinationalen börsennotierten Großkonzerns und da werden Verluste/Gewinne sicher schön gekapselt und verteilt. Und als Mittel zur Arbeitsmarktförderung taugt diese 'Investition' auch nicht, da würden dann über 100.000 Euro pro Job rausgeblasen. Dafür kann ich die Leute eher in die Selbstständigkeit bringen und ein Teil stellt dann in nem Jahr nochmal Leute ein. Wieso muß man einem so reichen und mächtigen Konzern in diesen Zeiten auch noch 50Mio in den Rachen werfen? Zumal die Entscheidung doch scheinbar eh schon gefallen ist. Und was hat ein LANDWIRTSCHAFTSMINISTER damit zu tun? Weil Kaffe auf Bäumen wächst und das Werk auf nem alten Acker?
3. Fördergelder
indigofalter 24.02.2012
Wieder mal kurz Fördergelder abzocken, Steuerbefreiung geniessen und im Gegenzug für die fast vollständig automatisierte Produktion ein paar Hilfsarbeiter mit Zeitvertrag einstellen. Was für eine gute Nachricht! Besser bei uns [...]
Zitat von sysopDer Clooney-Liebling kommt nach Deutschland: Nestlé baut in Schwerin eine neue Fabrik für seinen Kapselkaffee. Mit 220 Millionen Euro handele es sich um eine der teuersten Investitionen in Europa, teilte der Konzern mit. Deutschland-Offensive: Nestlé baut Kaffeekapsel-Werk in Schwerin - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,817382,00.html)
Wieder mal kurz Fördergelder abzocken, Steuerbefreiung geniessen und im Gegenzug für die fast vollständig automatisierte Produktion ein paar Hilfsarbeiter mit Zeitvertrag einstellen. Was für eine gute Nachricht! Besser bei uns als in Rumänien, oder?
4.
spiritof81 24.02.2012
Landwirtschaftsminister Glawe??? Der Minister für Landwirtschaft in MV ist immer noch Till Backhaus von der SPD!!! Der Minister - Regierungsportal Mecklenburg-Vorpommern [...]
Zitat von sysopDas Land Mecklenburg-Vorpommern könnte knapp 50 Millionen Euro an Fördergeldern beisteuern, wie Landeswirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) sagte.
Landwirtschaftsminister Glawe??? Der Minister für Landwirtschaft in MV ist immer noch Till Backhaus von der SPD!!! Der Minister - Regierungsportal Mecklenburg-Vorpommern (http://www.regierung-mv.de/cms2/Regierungsportal_prod/Regierungsportal/de/lm/Der_Minister/index.jsp) Glawe ist WIRTSCHAFTSMINISTER! Naja, der Autor ist vllt. davon ausgegangen, dass der einzige Wirtschaftssektor in MV die Landwirtschaft (und Küstenfischerei natürlich) ist. Hallo, aufwachen! Es ist 2012 und nicht 1912! Schön, dass ich ein Großkonzern sich im Nordosten ansiedeln will, aber warum sollte das Land dafür 50 Mio. € beisteuern? Ich würde dem Wirtschaftsminister empfehlen, das Vorhaben der Schweizer detailliert zu erörtern. Nicht das es später ein zweites "Nokia-Bochum" gibt.
5.
BlakesWort 24.02.2012
Hoffentlich sind die Politiker in MeckPom schlauer als die in Brandenburg oder NRW und haben sich eine Mindestaufenthaltsdauer des Werkes zusichern lassen, bis sich die 50 Millionen an Subventionen gerechnet haben. Subventionen [...]
Hoffentlich sind die Politiker in MeckPom schlauer als die in Brandenburg oder NRW und haben sich eine Mindestaufenthaltsdauer des Werkes zusichern lassen, bis sich die 50 Millionen an Subventionen gerechnet haben. Subventionen sind immer ein zweischneidiges Schwert, einen Beigeschmack erhält das vor allem dann, wenn sie an einen Weltkonzern mit glänzenden Gewinnen gezahlt werden. Vermutlich würden 50 innovative Mittelständler mit einer Million Euro Förderung pro Firma mehr Arbeitsplätze schaffen, aber Elektro Mayer im Gewerbegebiet klingt eben weniger toll als Nestlé-Werk Schwerin.

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