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24.02.2012
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Schuldenkrise

Schäuble hält drittes Hilfspaket für Griechenland denkbar

dapd

Finanzminister Schäuble: Rechnet am Montagmit einer Mehrheit

Das zweite Hilfspaket für Griechenland ist noch nicht vom Bundestag abgesegnet, da wird schon über ein drittes nachgedacht: Bundesfinanzminister Schäuble hält zumindest weitere Milliardenhilfen für möglich. "Es gibt keine Garantien, dass der eingeschlagene Weg zum Erfolg führt."

Berlin - So viel Offenheit vor der Abstimmung im Bundestag ist beachtlich: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) schließt weitere Finanzhilfen für Griechenland nach 2014 nicht aus. Es könne nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass nach Auslaufen des zweiten Griechenland-Pakets 2014 bis zum Jahr 2020 "weitere Anforderungen" kommen, sagte Schäuble am Freitag in Berlin nach Beratungen mit dem Haushaltsausschuss des Bundestages. "Es ist aber zu früh, darüber zu spekulieren."

In einem zuvor bekanntgewordenen Schreiben an die Abgeordneten hatte Schäuble klargestellt: "Es gibt keine Garantien, dass der eingeschlagene Weg zum Erfolg führt." Ferner hieß es: "Es ist möglicherweise auch nicht das letzte Mal, dass sich der Deutsche Bundestag mit Finanzhilfen für Griechenland befassen muss." Der Bundestag soll am Montag über das neue Hilfspaket für Griechenland abstimmen, dass die Euro-Länder Anfang der Woche beschlossen hatten.

Nach eigener Aussage rechnet Schäuble mit einer Mehrheit für den Antrag der Bundesregierung. Angesichts von Kritik aus Union und FDP ist allerdings unklar, ob eine Kanzlermehrheit zustandekommt.

Schäuble verteidigte das Vorgehen, die bisher nicht genutzten Notkredite aus dem ersten Griechenland-Paket zu übertragen in den Euro-Rettungsschirm EFSF - zusammen mit dem zweiten Hilfsprogramm. Der Bundestag soll daher über insgesamt 154,4 Milliarden Euro abstimmen. Schäuble stellte klar: "Damit erhöht sich das Haftungsrisiko nicht - ganz im Gegenteil." Die Ausleihkapazität des EFSF verringere sich aber ein Stück weiter. Die Zusammenführung der Restmittel mit dem zweiten Paket sei aber effizienter.

yes/Reuters/AFP

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insgesamt 69 Beiträge
1. Na ja
idealist100 24.02.2012
2014 gibt es Schäuble ja nicht mehr, der darf dann seine Voluminöse Pension verfrühstücken und wir die Kosten mit Lohn- und Rentenkürzungen sowie Erhöhungen der Sozialbeiträge die verschenkten Milliarden sparen.
Zitat von sysopdapdDas zweite Hilfspaket für Griechenland ist noch nicht vom Bundestag abgesegnet, da wird schon über ein drittes nachgedacht: Bundesfinanzminister Schäuble hält zumindest weitere Milliardenhilfen für möglich. "Es gibt keine Garantien, dass der eingeschlagene Weg zum Erfolg führt." http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,817400,00.html
2014 gibt es Schäuble ja nicht mehr, der darf dann seine Voluminöse Pension verfrühstücken und wir die Kosten mit Lohn- und Rentenkürzungen sowie Erhöhungen der Sozialbeiträge die verschenkten Milliarden sparen.
2. Hat denn überhaupt jemand erwaret dass es nicht dazu kommen wird?
herr_kowalski 24.02.2012
Die Banken lachen sich einen Ast. Leute wie Schäuble sind wegen Landes - und Hochverrats einzusperren. Ganz einfach Verbrecher am eigenen Volk.
Zitat von sysopdapdDas zweite Hilfspaket für Griechenland ist noch nicht vom Bundestag abgesegnet, da wird schon über ein drittes nachgedacht: Bundesfinanzminister Schäuble hält zumindest weitere Milliardenhilfen für möglich. "Es gibt keine Garantien, dass der eingeschlagene Weg zum Erfolg führt." http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,817400,00.html
Die Banken lachen sich einen Ast. Leute wie Schäuble sind wegen Landes - und Hochverrats einzusperren. Ganz einfach Verbrecher am eigenen Volk.
3. Nullköpfe, Sabbler, Nichtskönner
Gerdtrader50 24.02.2012
Leute, die immer noch nicht begriffen haben, wie sehr der Währungsgründer Kohl tief in die Latrine gegriffen hat, denen ist nicht zu helfen und ist auch deren geistiges Niveau auf der Latrinensäubererebene angesiedelt. [...]
Zitat von sysopdapdDas zweite Hilfspaket für Griechenland ist noch nicht vom Bundestag abgesegnet, da wird schon über ein drittes nachgedacht: Bundesfinanzminister Schäuble hält zumindest weitere Milliardenhilfen für möglich. "Es gibt keine Garantien, dass der eingeschlagene Weg zum Erfolg führt." http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,817400,00.html
Leute, die immer noch nicht begriffen haben, wie sehr der Währungsgründer Kohl tief in die Latrine gegriffen hat, denen ist nicht zu helfen und ist auch deren geistiges Niveau auf der Latrinensäubererebene angesiedelt. Zweifellos haben diese Semiintelligenzler keinerlei Befugnis und geistigen Background, Ämter auszuführen, welche sie ausführen. Es wäre sinnvoll, wenn der Wähler sie beim nächsten Wahlgang alle entsorgt, indem er die Schrottparteien nicht mehr wählt, welche die Schrottwährung generiert haben und die Nachfolger, welche den Schrott noch zementiert haben. Es wäre Zeit, diese Nullen ausnahmslos auszusondern. Ab in den Ruhestand mit diesen unsympathischen Nichtskönnern. Und ihre Klappe sollten sie endlich zuhalten. Man kann sie nicht mehr sehen und ihnen erst recht nicht mehr zuhören. Einfach unterirdisch, das Gesabbel.
4. Sacht´ mal,
Stefnix 24.02.2012
müssen die Herren Minister nicht einen Amtseid leisten? Von wegen "Schaden vom deutschen Volk abzuwenden" und dergleichen? Was passiert denn bei einem andauernden und offensichtlichen Bruch dieses Eides; kann man [...]
Zitat von sysopdapdDas zweite Hilfspaket für Griechenland ist noch nicht vom Bundestag abgesegnet, da wird schon über ein drittes nachgedacht: Bundesfinanzminister Schäuble hält zumindest weitere Milliardenhilfen für möglich. "Es gibt keine Garantien, dass der eingeschlagene Weg zum Erfolg führt." http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,817400,00.html
müssen die Herren Minister nicht einen Amtseid leisten? Von wegen "Schaden vom deutschen Volk abzuwenden" und dergleichen? Was passiert denn bei einem andauernden und offensichtlichen Bruch dieses Eides; kann man die denn nicht allmählich die ganze Regierung zzgl. der Mitglieder des Bundestages verknacken? Rein theoretisch, natürlich. ;-) Oder ist dieser Eid nur so ´ne Art gelebte Folklore ohne jegliche praktische Relevanz..?!?
5. Hilfe!
nudelsuppe 24.02.2012
Der Mann schreckt auch vor nichts zurück. Wenigstens ist er ehrlich in dieser Beziehung. Aber will er wirklich noch mehr Geld in ein schwarzes Loch werfen? Mir graut vor dem Gedanken. Ich hoffe immer noch, das die [...]
Zitat von sysopdapdDas zweite Hilfspaket für Griechenland ist noch nicht vom Bundestag abgesegnet, da wird schon über ein drittes nachgedacht: Bundesfinanzminister Schäuble hält zumindest weitere Milliardenhilfen für möglich. "Es gibt keine Garantien, dass der eingeschlagene Weg zum Erfolg führt." http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,817400,00.html
Der Mann schreckt auch vor nichts zurück. Wenigstens ist er ehrlich in dieser Beziehung. Aber will er wirklich noch mehr Geld in ein schwarzes Loch werfen? Mir graut vor dem Gedanken. Ich hoffe immer noch, das die Staatpleite Griechenlands schnell kommt, oder Deutschland schnell aus dem Euro aussteigt. Wer kann den ganzen Wahnsinn eigentlich noch verantworten?

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Finanzkrise in Griechenland

Europa wird ungeduldig: Griechenland bekommt sein Schuldenproblem nicht in den Griff - inzwischen wird offen über eine geplante Insolvenz des Landes gesprochen. Doch ist das die Rettung für den Euro?

dapd

Was würde eine Pleite Griechenlands bedeuten? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:
Welche Folgen hätte eine Pleite Griechenlands?
Für die Euro-Zone wären die Folgen weitreichend: Die Gläubiger müssten ganz oder teilweise auf ihr Geld verzichten. Die Europäische Zentralbank etwa müsste Verluste auf die Staatsanleihen hinnehmen. Gleiches gilt für Geschäftsbanken oder Versicherer, die in griechische Staatsanleihen investiert haben. Das würde ihr Eigenkapital belasten. Allerdings haben die großen Banken im Ausland ihre Papiere schon zum Teil abgeschrieben.

Umstrittener sind die Folgen für Griechenland: Einige Ökonomen halten eine Pleite für die beste Option. Denn die Schuldenlast des Landes würde vermindert, die Zinsbelastung im Haushalt würde sinken, und die Tilgungsverpflichtungen dürften abnehmen. Als endgültige Lösung für die Schuldenkrise gilt eine Pleite aber keineswegs, denn die Griechen müssten ihre laufenden Ausgaben trotzdem ihren Einnahmen anpassen. Sonst häufen sie weiter Schulden an. Der Teufelskreis wäre nicht durchbrochen. Außerdem blieben griechische Banken bei einer Pleite auf Forderungen sitzen. Das Bankensystem im Land könnte kollabieren.
Wäre ein Austritt aus der Euro-Zone sinnvoll?
Die konkreten ökonomischen Folgen eines Austritts Griechenlands aus der Euro-Zone sind schwer vorhersehbar. Viele Experten sind sich aber sicher, dass die Auswirkungen für das Schuldenland und andere Staaten des Währungsraums verheerend wären.
Für Griechenland könnte es der wirtschaftliche Zusammenbruch sein. Ohne Euro müsste das Land wieder seine alte Währung Drachme einführen, die vermutlich eine drastische Abwertung erfahren würde. Über billigere Produkte würde dies zwar der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Athens zugutekommen. Viel schwerwiegender wäre aber, dass zugleich die in Euro aufgenommenen Altschulden drastisch steigen würden. Das wäre allerdings nicht der Fall, wenn es vorher zu einer Pleite gekommen wäre.
Hinzu kommt, dass das Land seine Staatsausgaben mangels Kreditfähigkeit nur aus seinen Einnahmen finanzieren könnte. Die Folge wäre ein vermutlich noch viel stärkerer Abschwung als bisher.

Auch für die Euro-Zone hätte ein Austritt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit verheerende Folgen. An den Finanzmärkten würden wohl schnell andere finanzschwache Länder unter Druck geraten, der sogenannte Domino-Effekt könnte eintreten. Die Risikoaufschläge für Staatsanleihen entsprechender Länder würden drastisch steigen und die jeweiligen Länder ähnlich wie Griechenland an den Rand der Zahlungsunfähigkeit führen. Letztlich könnte so der gesamte Währungsraum ins Wanken geraten.
Gibt es eine Alternative zu Pleite und Austritt?
Wichtig ist vor allem, dass Athen seine Sanierungspläne einhält und keine neuen Schulden anhäuft: Der Staat muss verschlankt werden, die Steuerhinterziehung bekämpft, die Privatisierung von Staatseigentum muss weitergehen. Zudem muss das zweite Rettungspaket für Athen umgesetzt werden, das bis 2014 die Unabhängigkeit vom Kapitalmarkt garantiert und dem Land so Zeit für tiefgreifende Reformen geben soll.

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