17.05.2012
Schwache Konjunktur
Gewinne chinesischer Staatsfirmen brechen ein
Ölraffinerie der Staatsfirma Sinopec: Das Wachstum schwächelt
Peking - Die Konjunktur in China kühlt immer stärker ab. Das bekommen auch die staatlichen Betriebe zu spüren. Sie mussten in den ersten vier Monaten des Jahres einem Gewinnrückgang von 8,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hinnehmen, teilte das chinesische Finanzministerium am Donnerstag mit.
Zusammengenommen machten die Staatskonzerne nach Angaben des Finanzministeriums einen Gewinn 669 Milliarden Yuan - umgerechnet 83,28 Milliarden Euro. Der Umsatz sei um 12,4 Prozent gestiegen. Gleichzeitig seien die Kosten um 14,1 Prozent angezogen.
Der Gewinnrückgang habe besonders die Transport-, Chemie- und Baustoffbranche betroffen. Staatliche Unternehmen aus dem Tabak-, Automobil- und Telekommunikationssektor konnten dagegen deutlich mehr verdienen.
Das jahrelang sehr hohe Wachstum in China hatte sich zuletzt etwas verlangsamt. In den ersten drei Monaten des Jahres war das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahreszeitraumlediglich um 8,1 Prozent gestiegen. Das war der geringste Anstieg seit fast drei Jahren. Im April hatte sich zudem das Wachstum der Industrieproduktion in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt stark abgeschwächt.
stk/Reuters
