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19.06.2012
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Lockmittel für Investoren

Burma will Staatsbetriebe privatisieren

Straßenkreuzung in der Stadt Yangon: Das Land öffnet sich
REUTERS

Straßenkreuzung in der Stadt Yangon: Das Land öffnet sich

Eines der ärmsten Länder der Welt will mehr Kapitalismus wagen. Nach jahrzehntelanger Militärdiktatur stellt die Regierung in Burma viele Staatsbetriebe zum Verkauf. Die Angebote sollen ausländische Investitionen anlocken.

Rangun - Über Jahrzehnte war das Land international abgeschottet, nun will Burma seine Wirtschaft liberalisieren. Die Regierung strebe an, die Auslandsinvestitionen innerhalb von fünf Jahren zu verdoppeln und das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf zu verdreifachen, sagte Präsident Thein Sein am Dienstag. Staatsbetriebe sollen privatisiert werden.

Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts zählte Burma zu den reichsten Staaten in Asien. Die jahrzehntelange Militärdiktatur und die damit verbundene Misswirtschaft machten daraus eines der ärmsten Länder der Welt.

Seit 15 Monaten gibt es nun erstmals sein 1962 eine zivile Regierung. An ihrer Spitze steht der Ex-General Thein Sein. Seine Partei, die USDP, stellt die große Mehrheit der Abgeordneten. Thein Sein hat zahlreiche politische Gefangene freigelassen und die Aussöhnung mit ethnischen Minderheiten eingeleitet. Bei der Parlamentswahl Anfang April errang auch die prominente Oppositionsführerin Suu Kyi einen Sitz. Allerdings hat das Militär noch immer große Macht.

"Das Parlament wird bald das Gesetz über ausländische Direktinvestitionen verabschieden", sagte Thein Sein. "Wenn es Gesetze gibt, die Investoren schützen, werden sie auch in Burma investieren.". Dem Vernehmen nach sollen Investitionen unter anderem 100-prozentig in ausländischer Hand bleiben dürfen. Größter Investor ist bisher China.

Die EU und die USA haben seit der demokratischen Öffnung des Landes die meisten Sanktionen aufgehoben, die wegen brutaler Unterdrückung der Menschen gegen das vorherige Regime verhängt worden waren.

stk/dpa

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