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24.07.2012
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Lichtblick in der Krise

Portugal erreicht Sparziele

REUTERS

Ärger in Griechenland, Freude in Portugal: Während die Regierung in Athen beim Sparen nur langsam vorankommt, meldet Lissabon gute Nachrichten. Laut portugiesischem Finanzministerium wurde das Haushaltsdefizit im ersten Halbjahr beinahe halbiert.

Lissabon - Portugal sieht sich bei seinen Sparbemühungen auf gutem Weg. Das Defizit bei den öffentlichen Ausgaben sei im ersten Halbjahr um 47 Prozent auf 3,22 Milliarden Euro verringert worden, teilte das Finanzministerium am Montagabend mit. Damit habe das Land die Zwischenziele erreicht, die mit seinen internationalen Geldgebern vereinbart worden seien.

Die Euro-Länder und der Internationale Währungsfonds (IWF) hatten Portugal im Mai 2011 Hilfen von insgesamt 78 Milliarden Euro zugesagt. Im Gegenzug sollte das Land drastische Sparmaßnahmen durchziehen.

Die zeigen nun Erfolge. Im ersten Halbjahr 2012 stiegen die Einnahmen laut Ministerium um rund 13 Prozent auf knapp 20 Milliarden Euro. Darunter war aber auch ein einmaliger Posten im Volumen von 2,7 Milliarden Euro durch die Verschiebung von Pensionseinlagen. Die Ausgaben sanken um 2,2 Prozent auf 23,1 Milliarden Euro, was vor allem auf die Aussetzung von Urlaubsgeldzahlungen an Bedienstete bei den Behörden zurückzuführen sei.

Viele Volkswirte gehen jedoch davon aus, dass Portugal angesichts der herrschenden Rezession seine Finanzziele im laufenden Haushaltsjahr verfehlen wird, weil die Einnahmen schwächer als erwartet ausfallen würden. Auch über ein zweites Hilfspaket für das angeschlagene Land wird bereits spekuliert.

Dennoch scheint die Lage in Portugal längst nicht so aussichtslos wie in Griechenland, wo die Wirtschaft noch tiefer in die Krise gerutscht ist und der Sparkurs der Regierung im ersten Halbjahr ins Stocken gekommen war. Die Bundesregierung droht Athen deshalb bereits miteinem Stopp der internationalen Hilfen.

stk/Reuters

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Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 18 Beiträge
1.
ekel-alfred 24.07.2012
Stoppt die Hilfen für Griechenland, gebt das Geld lieber den Portugiesen als Wirtschaftshilfe. Sparanstrengungen müssen belohnt werden. Griechenland ist unreformierbar.
Zitat von sysopÄrger in Griechenland, Freude in Portugal: Während die Regierung in Athen beim Sparen nur langsam vorankommt, meldet Lissabon gute Nachrichten. Laut portugiesischem Finanzministerium wurde das Haushaltsdefizit im ersten Halbjahr beinahe halbiert.
Stoppt die Hilfen für Griechenland, gebt das Geld lieber den Portugiesen als Wirtschaftshilfe. Sparanstrengungen müssen belohnt werden. Griechenland ist unreformierbar.
2. amateurhafte Argumentation:
prontissimo 24.07.2012
Durch Sparen erreiche ich was ? Ausgabenkürzung. Wie aber baue ich ein Defizit ab ? Einnahmeerhöhung. So lange Staaten wie GR, P, E, I, F und andere nicht ihre Einnahmen drastisch erhöhen, kommen sie nie aus diesem [...]
Zitat von sysopÄrger in Griechenland, Freude in Portugal: Während die Regierung in Athen beim Sparen nur langsam vorankommt, meldet Lissabon gute Nachrichten. Laut portugiesischem Finanzministerium wurde das Haushaltsdefizit im ersten Halbjahr beinahe halbiert. Portugal erreicht Sparziele: Defizit sinkt - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,846012,00.html)
Durch Sparen erreiche ich was ? Ausgabenkürzung. Wie aber baue ich ein Defizit ab ? Einnahmeerhöhung. So lange Staaten wie GR, P, E, I, F und andere nicht ihre Einnahmen drastisch erhöhen, kommen sie nie aus diesem Kreislauf heraus. Im Gegenteil. Sparen auf Teufel komm raus verursacht Ausgabenkürzung-Verweigerung der Bürger und damit Steuerausfälle erheblichen Ausmasses. Dauerbelastungen wie Renten und Pensionen lassen sich durch Sparen nicht abschaffen. Militär, Gesundheitswesen und Infrastruktur kosten nun mal.
3. Respekt
jeanda 24.07.2012
Wo ein Wille ist , ist auch ein Weg. Obwohl Portugal noch lange nicht überm Berg ist, kann man die Portugiesische Haltung nur bewundern nämlich sich selber aus dem Schlammassel zu ziehen. Ohne allzu großes Murren hat Portugal den [...]
Wo ein Wille ist , ist auch ein Weg. Obwohl Portugal noch lange nicht überm Berg ist, kann man die Portugiesische Haltung nur bewundern nämlich sich selber aus dem Schlammassel zu ziehen. Ohne allzu großes Murren hat Portugal den ersten Schritt hingekriegt. Ähnliches kann man auch aus Irland und selbst das ganz vergessene Bulgarien hören. Positive Beispiele also genug. Es geht wenn man nur will. Doch schaut man sich dagegen die Griechen an hat man nur noch Verachtung übrig. Die einzige Anstrengung dort wird nur zum Betteln, Demonstrieren und Streiken aufgebracht. Oder betrachtet man gar die Dauerweiner aus Berlin, Bremen, NRW und jetzt sogar die Ober-Schwaben aus BW die trotz einem sehr viel höheren Wohlstandsniveau es locker packen könnten mal einen ausgeglichenen Haushalt hinzukriegen, kann man nur den Kopf schütteln über soviel Larmoyanz, Unfähigkeit und Selbstmitleid.
4. Politische Wunschvorstellungen versus ökonomische Realitäten!
analysatorveritas 24.07.2012
Dies ist aber nur die halbe Wahrheit über die tatsächliche ökonomische Situation in Portugal selbst. Portugal refinanziert seine Staatsschulden derzeit über den EFSF. Das eigentliche Risiko für Portugal ist jedoch Spanien, [...]
Zitat von sysopÄrger in Griechenland, Freude in Portugal: Während die Regierung in Athen beim Sparen nur langsam vorankommt, meldet Lissabon gute Nachrichten. Laut portugiesischem Finanzministerium wurde das Haushaltsdefizit im ersten Halbjahr beinahe halbiert. Portugal erreicht Sparziele: Defizit sinkt - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,846012,00.html)
Dies ist aber nur die halbe Wahrheit über die tatsächliche ökonomische Situation in Portugal selbst. Portugal refinanziert seine Staatsschulden derzeit über den EFSF. Das eigentliche Risiko für Portugal ist jedoch Spanien, genauer die spanischen Banken, die in Portugal stark engagiert sind. Der Finanzbedarf für Rekapitalisierungen und Abschreibungen dort ist bis heute unklar, somit sind Projekte in Portugal selbst unmittelbar betroffen. Der Finanzbedarf der portugiesischen Insel Madeira kann noch nicht abschließend eingeschätzt werden. Bei einem Austritt oder Ausschluß von Griechenland aus der Eurozone wird Portugal unmittelbar betroffen sein. Seine weitere Refinanzierungen, seines Staates, seiner Banken, seiner Unternehmungen und seiner eigenen Bevölkerung wären sofort spürbar betroffen. Weitere finanzielle Hilfestellungen müssten erfolgen. Dies ist jedoch kaum noch zu leisten. Griechenland, Spanien und Portugal sind leider auf diese Weise schicksalshaft miteinander verbunden. In dessen Folge auch Italien. Und dies wird man wohl auch in Berlin und in Brüssel so einschätzen.
5. Nur für die Chronisten
wekrue 24.07.2012
selbstverständlich wird sich diese Aussage des portugiesischen Finanzministers als unwahr herausstellen. Aber was soll´s es wird nur allzu gerne geglaubt.In unserer heutigen Situation weltweit gibt es nur die glatte Lüge oder die [...]
selbstverständlich wird sich diese Aussage des portugiesischen Finanzministers als unwahr herausstellen. Aber was soll´s es wird nur allzu gerne geglaubt.In unserer heutigen Situation weltweit gibt es nur die glatte Lüge oder die unerträgliche Wahrheit.

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