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30.11.2012
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Ifo-Institut

Forscher beziffern Kosten für Griechen-Hilfe auf 47 Milliarden Euro

Merkel und Abgeordnete bei Abstimmung: Breite Mehrheit für Griechenland-Hilfen
DPA

Merkel und Abgeordnete bei Abstimmung: Breite Mehrheit für Griechenland-Hilfen

Die neuen Hilfen für Griechenland bedeuten für die Geldgeber offenbar höhere Kosten, als bisher angenommen. Laut Ifo-Institut geht es um 47 Milliarden Euro, allein auf Deutschland soll eine Belastung von 14 Milliarden Euro zukommen. Die Experten sprechen von einem "impliziten Schuldenschnitt".

München - Mit breiter Mehrheit hat der Bundestag neue Hilfen für Griechenland beschlossen. Für den Haushalt bedeutet das erstmals konkrete Belastungen. Im kommenden Jahr sind es 730 Millionen Euro, die dem Staat an Zinseinnahmen verlorengehen. Forscher um den Münchener Ökonom Hans-Werner Sinn rechnen allerdings mit sehr viel höheren Kosten in den Folgejahren.

Sein Ifo-Institut bezeichnet die nun beschlossenen Maßnahmen als "impliziten Schuldenschnitt". Sprich: Laut Ifo-Institut findet bereits jetzt ein Schuldenerlass statt - zu Lasten der öffentlichen Gläubiger, also auch der deutschen Steuerzahler. Genau diesen Eindruck möchte die schwarz-gelbe Koalition zehn Monate vor den Bundestagswahlen eigentlich vermeiden.

Den Berechnungen des Ifo-Instituts zufolge ergeben sich durch die Maßnahmen der Geldgeber Kosten von 47 Milliarden Euro. Daran sei Deutschland mit knapp 14 Milliarden Euro beteiligt. Die Forscher behaupten, dass das deutsche Haushaltsdefizit für 2012 um genau diese Summe steigen würde - wenn man "versicherungsmathematisch korrekt rechnen würde".

Am Dienstag hatten die Euro-Finanzminister und der IWF weitere 43,7 Milliarden Euro an Hilfszahlungen für Griechenland freigegeben. Dabei handelt es sich aber nur um Notkredite aus dem zweiten Hilfspaket, die in vier Tranchen bis Ende März gezahlt werden sollen. Bei den Ifo-Berechnungen hingegen geht es um tatsächliche Kosten, die den Geldgebern wirklich entstehen sollen.

Konkret haben die Euro-Retter und heute der Bundestag die folgenden Maßnahmen beschlossen:

cte

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insgesamt 39 Beiträge
1. Täglich,
marie0001 30.11.2012
ja fast schon stündlich, eine neue Katastrophenmeldung. Oder sind das die "Überraschungseier" die uns unsere unfähigen Volksverräter zum Weihnachtsfest präsentieren wollen?
Zitat von sysopDie neuen Hilfen für Griechenland bedeuten für die Geldgeber deutlich höhere Kosten als bisher angenommen.
ja fast schon stündlich, eine neue Katastrophenmeldung. Oder sind das die "Überraschungseier" die uns unsere unfähigen Volksverräter zum Weihnachtsfest präsentieren wollen?
2. Oberflächliche Analysen und keine Perspektiven!
analysatorveritas 30.11.2012
Schön, leider kann man mit dieser Berechnung kaum etwas anfangen. Griechenland steckt metertief in einem Schuldensumpf, ist kaum leistungs- und wettbewerbsfähig innerhalb der Eurozone und betreibt über den ELA-Mechanismus [...]
Zitat von sysopDie neuen Hilfen für Griechenland bedeuten für die Geldgeber deutlich höhere Kosten als bisher angenommen. Laut Ifo-Institut geht es um 47 Milliarden Euro, allein auf Deutschland soll eine Belastung von 14 Milliarden Euro zukommen. Die Experten sprechen von einem "impliziten Schuldenschnitt". Ifo: Geldgeber erlassen Griechenland 47 Milliarden Euro - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ifo-geldgeber-erlassen-griechenland-47-milliarden-euro-a-870301.html)
Schön, leider kann man mit dieser Berechnung kaum etwas anfangen. Griechenland steckt metertief in einem Schuldensumpf, ist kaum leistungs- und wettbewerbsfähig innerhalb der Eurozone und betreibt über den ELA-Mechanismus indirekt eine monetäre verbotenen Staatsfinanzierung. Die Volkswirtschaft befindet sich seit Jahren in einer tiefen Rezession, die Steuereinnahmen bzw. deren Erhebung reichen nicht aus, um nur annähernd die laufenden Ausgaben zu decken. Denkfabrik: Die Euro-Zone muss verkleinert werden - Europa - Politik - Wirtschaftswoche (http://www.wiwo.de/politik/europa/denkfabrik-die-euro-zone-muss-verkleinert-werden/7011120.html) Schuldenkrise: Warum geht Griechenland nie das Geld aus? - Europa - Politik - Wirtschaftswoche (http://www.wiwo.de/politik/europa/schuldenkrise-warum-geht-griechenland-nie-das-geld-aus/7397254.html) Dabei ist Griechenland nicht der einzige Wackelkandidat innerhalb der Währungsunion. Die Bankenunion ist bereits in Planung mit einer gemeinsamen Haftungseinlagensicherung. Die ausleihefähigen Restmittel des EFSF haben spanischen Banken rekapitalisiert, der ESM soll diese Aufgabe weiterführen. Die Target 2 Salden haben sich kaum verringert, Jens Weidmann ist innerhalb der EZB isoliert. Bankenunion: ifo-Chef Sinn warnt vor geplanter Gewährträgerhaftung für südeuropäische Banken - Europa - Politik - Wirtschaftswoche (http://www.wiwo.de/politik/europa/bankenunion-ifo-chef-sinn-warnt-vor-geplanter-gewaehrtraegerhaftung-fuer-suedeuropaeische-banken/7369992.html) Europäische Zentralbank: Kann Weidmann EZB-Chef Draghi noch stoppen? - Europa - Politik - Wirtschaftswoche (http://www.wiwo.de/politik/europa/europaeische-zentralbank-kann-weidmann-ezb-chef-draghi-noch-stoppen/7008936.html)
3. Wahrheit scheibchenweise
Lok Leipzig 30.11.2012
Bis jetzt haben Schäuble, Merkel und all die anderen Euro- und Griechenretter jedes Versprechen und jede Prognose nicht eingehalten. Es ist immer viel schlimmer gekommen, als sie den Wählern vorgegauckelt haben. So schnell wie [...]
Bis jetzt haben Schäuble, Merkel und all die anderen Euro- und Griechenretter jedes Versprechen und jede Prognose nicht eingehalten. Es ist immer viel schlimmer gekommen, als sie den Wählern vorgegauckelt haben. So schnell wie diesmal sind sie allerdings selten entlarvt worden. Bei Prof. Sinn und dem Ifo-Instiotut ist es anders herum: seine Zahlen waren nie übertrieben, die Kassandra aus München hat immer Recht behalten, deshalb wird sie von den Eurorettern so verabscheut. Jeder Euro, den die Bundesbank den Griechen erläßt, fehlt im Bundeshaushalt. Für Kitas fehlt das Geld, für sinnlose Rettungsversuche wird es rausgehauen. Wessen Interessen vertreten Union, SPD und Grüne eigentlich. Griechenland muss raus aus dem Euro, dann Schuldenschnitt und Hilfe. Raus aus dem Euro, rein ins Vergnügen.
4. und wann kann man den 47 eine Null anhängen?
j.e.r. 30.11.2012
Also halbwegs realistisch 47 Milliarden heute. Und wie lange wird es dauern, bis es so das fünf- oder zehnfache ergeben wird?
Also halbwegs realistisch 47 Milliarden heute. Und wie lange wird es dauern, bis es so das fünf- oder zehnfache ergeben wird?
5. Hierzu
marie0001 30.11.2012
ebenfalls passend: *"EZB darf Geheimnisse zu Griechenland haben"* EZB darf Informationen zu griechischen Staatsfinanzen zurückhalten - SPIEGEL ONLINE [...]
Zitat von analysatorveritasDenkfabrik: Die Euro-Zone muss verkleinert werden - Europa - Politik - Wirtschaftswoche (http://www.wiwo.de/politik/europa/denkfabrik-die-euro-zone-muss-verkleinert-werden/7011120.html) Schuldenkrise: Warum geht Griechenland nie das Geld aus? - Europa - Politik - Wirtschaftswoche (http://www.wiwo.de/politik/europa/schuldenkrise-warum-geht-griechenland-nie-das-geld-aus/7397254.html) Dabei ist Griechenland nicht der einzige Wackelkandidat innerhalb der Währungsunion. Die Bankenunion ist bereits in Planung mit einer gemeinsamen Haftungseinlagensicherung. Die ausleihefähigen Restmittel des EFSF haben spanischen Banken rekapitalisiert, der ESM soll diese Aufgabe weiterführen. Die Target 2 Salden haben sich kaum verringert, Jens Weidmann ist innerhalb der EZB isoliert. Bankenunion: ifo-Chef Sinn warnt vor geplanter Gewährträgerhaftung für südeuropäische Banken - Europa - Politik - Wirtschaftswoche (http://www.wiwo.de/politik/europa/bankenunion-ifo-chef-sinn-warnt-vor-geplanter-gewaehrtraegerhaftung-fuer-suedeuropaeische-banken/7369992.html) Europäische Zentralbank: Kann Weidmann EZB-Chef Draghi noch stoppen? - Europa - Politik - Wirtschaftswoche (http://www.wiwo.de/politik/europa/europaeische-zentralbank-kann-weidmann-ezb-chef-draghi-noch-stoppen/7008936.html)
ebenfalls passend: *"EZB darf Geheimnisse zu Griechenland haben"* EZB darf Informationen zu griechischen Staatsfinanzen zurückhalten - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ezb-darf-informationen-zu-griechischen-staatsfinanzen-zurueckhalten-a-869963.html)

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