04.12.2012
Euro-Krise
Arbeitsorganisation ILO schreibt Schuldenländer ab
Arbeitssuchende in Barcelona: Experten sehen keine Erholung in den Euro-Krisenstaaten
Hamburg - Experten erwarten, dass sich die hohe Arbeitslosigkeit in den Krisenstaaten Europas weiter zementiert. Die Rezession soll außerdem langfristig verheerende Auswirkungen auf die dortigen Arbeitsmärkte haben. Das sagten Experten der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) der "Financial Times Deutschland" ("FTD"). Selbst wenn sich die Konjunktur irgendwann wieder erhole, dürften die Erwerbslosenzahlen nicht mehr auf Vorkrisenniveau sinken.
"Die Trendarbeitslosigkeit dürfte in den Euro-Krisenländern in der nahen Zukunft weiter steigen", sagte Ekkehard Ernst, Leiter der ILO-Prognoseabteilung, der "FTD". Die Südländer der EU stünden vor dem Problem, dass sie für Investoren inzwischen äußerst unattraktiv seien. Viele der europäischen Krisenländer kämpfen mit extrem hoher Arbeitslosigkeit. Das Problem betrifft vor allem junge Menschen.
mia/dpa

