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Wirtschaft

Wirtschaftsflaute

Bundesregierung verlängert Kurzarbeitergeld

Die Bundesregierung wappnet sich für einen wirtschaftlichen Abschwung. Das Kurzarbeitergeld wird vorsorglich von sechs auf zwölf Monate verlängert. So sollen Unternehmen eine Flaute überstehen können, ohne Mitarbeiter zu entlassen.

Mittwoch, 05.12.2012   15:52 Uhr

Berlin - Es ist eine Vorsichtsmaßnahme gegen einen möglichen wirtschaftlichen Abschwung: Das Kurzarbeitergeld wird von sechs auf zwölf Monate verlängert, sagte eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums am Mittwoch. Die Verordnung dazu liege Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) bereits zur Unterzeichnung vor. Nach ihrer Unterschrift könne die Regelung innerhalb weniger Tage in Kraft treten.

Die wirtschaftlichen Rahmendaten seien zwar "noch gut". Man wolle den Unternehmen aber Planungssicherheit geben, begründete die Sprecherin. Zuletzt war die Zahl der Kurzarbeiter auf 60.000 leicht gestiegen. Sie lag damit auf dem Niveau vom Juli dieses Jahres. Dem Vernehmen nach verständigte sich von der Leyen Anfang der Woche mit Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) über den Schritt.

Das Kurzarbeitergeld wird von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt und soll verhindern, dass Unternehmen in konjunkturellen Krisen Mitarbeiter entlassen. Erstattet werden in der Regel 60 Prozent des ausgefallenen Nettoeinkommens für höchstens sechs Monate.

Angesichts der abflauenden Konjunktur drängen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände die Bundesregierung seit Monaten, Vorkehrungen für eine rasche Ausweitung des Kurzarbeitergeldes zu treffen. Auch die SPD hat sich dafür eingesetzt, schnellstmöglich eine gesetzliche Grundlage zu schaffen, damit die Sonderregelungen für die Kurzarbeit schnell per Verordnung in Kraft gesetzt werden können. Nach der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise in den Jahren 2008 und 2009 war die Bezugsdauer zwischenzeitlich auf bis zu 24 Monate verlängert worden.

cte/dpa/dapd

insgesamt 12 Beiträge
eks2040 05.12.2012
1. Kurzarbeit
Die Bundesregierung bereitet uns vor auf den wirtschaftlichen Abschwung, und die interne Umverteilung ist in die Wege geleitet. Sollten die Zahlungen fuer und an den Sueden weiter ansteigen, und wer bezweifelt das, und die [...]
Die Bundesregierung bereitet uns vor auf den wirtschaftlichen Abschwung, und die interne Umverteilung ist in die Wege geleitet. Sollten die Zahlungen fuer und an den Sueden weiter ansteigen, und wer bezweifelt das, und die deutsche Wirtschaft ebenfalls in einer Rezession landen, dann fuehren die erhoehten Ausgaben zu L:oechern im Haushalt... entweder neue Schulden oder neue Steuern. Wir haben die Wahl... spaeter in 2013. Karl
artusdanielhoerfeld 05.12.2012
2. Na klar...
...pumpt die Steuergelder mal als Subvention in die Konzerne, was sollte man auch sonst damit anfangen?
...pumpt die Steuergelder mal als Subvention in die Konzerne, was sollte man auch sonst damit anfangen?
coyote38 05.12.2012
3. Jetz schon ?
Ach, ... jetz kommt schon wieder der Abschwung ...? Ich habe gar nicht mitbekommen, dass es einen Aufschwung gab ... zumindest ist er bei MIR nicht angekommen ... Aber die Kanzlerin hat sicher Recht: "Deutschland geht es [...]
Ach, ... jetz kommt schon wieder der Abschwung ...? Ich habe gar nicht mitbekommen, dass es einen Aufschwung gab ... zumindest ist er bei MIR nicht angekommen ... Aber die Kanzlerin hat sicher Recht: "Deutschland geht es gut" und "Dies ist die beste Regierung seit der Wiedervereinigung" ... Jeder weitere Kommentar überflüssig ... sonst platzt mir die Galle ...
JaguarCat 05.12.2012
4. Gut so!
Das Kurzarbeitergeld hat 2009/2010 eine Menge Betriebe und Jobs bewahrt. Sollte es abermals ruppiger werden, hilft es hoffentlich wieder.
Das Kurzarbeitergeld hat 2009/2010 eine Menge Betriebe und Jobs bewahrt. Sollte es abermals ruppiger werden, hilft es hoffentlich wieder.
deepbluediver 05.12.2012
5. Und in der Leiharbeit?
Was machen denn die millionen Leiharbeiter. Können die auch denn Kurzarbeit beantragen? Es werden immer mehr und die gehen auch wählen!
Was machen denn die millionen Leiharbeiter. Können die auch denn Kurzarbeit beantragen? Es werden immer mehr und die gehen auch wählen!

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