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13.12.2012
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Derivatehandel

Bundestag beschließt strengere Regeln

Das Geschäft mit den umstrittenen Derivaten wird künftig transparenter. Es muss in Zukunft über eine zentrale Stelle abgewickelt werden, zudem müssen alle Derivategeschäfte gemeldet werden. Diese Regeln hat der Bundestag jetzt beschlossen.

Berlin - Die umstrittenen Derivategeschäfte außerhalb von Börsen werden künftig schärfer kontrolliert. Der Bundestag beschloss mit großer Mehrheit neue, strengere Regeln für diesen Markt. Die Verabschiedung ist eine Konsequenz der Finanzmarktkrise.

Bestimmte Derivategeschäfte dürfen damit in Zukunft nicht mehr direkt zwischen zwei Geschäftspartnern abgewickelt werden, sondern müssen über zentrale Abwicklungsstellen laufen. Dies soll die Vernetzung im Derivatemarkt verringern und für größere Transparenz sorgen. Für die Abwicklung der Geschäfte über diese zentralen Stellen gelten europaweit einheitliche Sicherheitsanforderungen.

Sämtliche Derivategeschäfte müssen darüber hinaus an zentrale Register gemeldet werden. Damit bekommt die Finanzmarktaufsicht einen besseren Überblick über die Marktaktivitäten und die eingegangenen Risiken. Bei drohenden Gefahren kann sie so schneller eingreifen.

Bei der Neuregelung handelt es sich um ein Ausführungsgesetz zu einer entsprechenden Verordnung der Europäischen Union (EU). Mit dieser sogenannten Emir-Verordnung wiederum werden die Beschlüsse des G-20-Gipfels in Pittsburgh 2009 umgesetzt. Sie gelten als weiterer Baustein für eine stabilere Finanzmarktarchitektur.

Derivate sind von Aktien, Zinssätzen, Währungen oder anderen Vermögenswerten abgeleitete Finanzprodukte, die unter anderem der Absicherung und dem Risikomanagement dienen.

max/dpa

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