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01.01.2013
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Protest gegen Einschnitte

U-Bahnen in Athen an Neujahr lahmgelegt

Das neue Jahr in Griechenland beginnt mit Streiks: Die U-Bahn-Fahrer unterbrechen ihre Arbeit für 24 Stunden. Der Protest gilt neuen Kürzungen bei den Einkommen.

Athen - Die Stadt- und U-Bahn-Fahrer in Athen wollen ihre knapperen Löhne zum Jahreswechsel nicht hinnehmen. Aus Protest legten sie am Dienstag die Arbeit nieder. Der Streik soll 24 Stunden dauern.

Im Rahmen des Sparprogramms wurden die Gehälter aller Beschäftigten in staatlichen und öffentlich-rechtlichen Unternehmen zum 1. Januar mit den Einkommen der Staatsbediensteten gleichgestellt. Das habe Einkommensverluste von bis zu 25 Prozent zur Folge, sagen die Gewerkschaften. Auch Renten und Pensionen wurden abermals gekürzt. Die Sparmaßnahmen sind Voraussetzung für weitere Hilfen für das pleitebedrohte Land.

Die Wirtschaftskrise scheint vor keiner Berufsgruppe oder Sparte Halt zu machen. Auch dem Einzelhandel setzt sie immer mehr zu. Der Umsatz der Branche fiel im Oktober um 18,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie das Statistikamt Elstat am Montag mitteilte. Es war der stärkste Rückgang seit fast zwei Jahren.

Angesichts steigender Arbeitslosigkeit, höherer Steuern, sinkender Renten und Ausgabenkürzungen haben die griechischen Verbraucher immer weniger Geld in der Tasche. Im September war die Arbeitslosenquote auf den Rekordwert von 26 Prozent geklettert. Experten rechnen damit, dass die griechische Wirtschaft auch 2013 schrumpft. Es wäre das sechste Jahr in Folge.

yes/dpa/Reuters

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insgesamt 9 Beiträge
1.
anon11 01.01.2013
Protestieren die auch für einen Austritt Griechenlands aus dem Euro und damit für ein Ende des Lenbens auf Kosten von Steuerzahlern anderer Länder?
Zitat von sysopDas neue Jahr in Griechenland beginnt mit Streiks: Die U-Bahn-Fahrer unterbrechen ihre Arbeit für 24 Stunden. Der Protest gilt neuen Kürzungen bei den Einkommen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/athen-u-bahn-fahrer-streiken-an-neujahr-a-875260.html
Protestieren die auch für einen Austritt Griechenlands aus dem Euro und damit für ein Ende des Lenbens auf Kosten von Steuerzahlern anderer Länder?
2.
bertescalade 01.01.2013
Erstaunlich,dass keine Griechen dagegen auf die Strasse gehen, dass einige ihrer Landsleute Steuern hinterziehen und ihre Vermögenswerte in andere Länder transferieren und sich so dem Gemeinwesen entziehen....
Erstaunlich,dass keine Griechen dagegen auf die Strasse gehen, dass einige ihrer Landsleute Steuern hinterziehen und ihre Vermögenswerte in andere Länder transferieren und sich so dem Gemeinwesen entziehen....
3. In der Tat ein interessantes Phänomen
carranza 01.01.2013
Mich erstaunt auch dass in Europa nimand dagegen demonstriert, dass internationale Konzerne in Europa wenn überhaupt, dann so gut wie keine Steuern zahlen, während alle anderen, seien es mittelständische Unternehmer, die in [...]
Zitat von bertescaladeErstaunlich,dass keine Griechen dagegen auf die Strasse gehen, dass einige ihrer Landsleute Steuern hinterziehen und ihre Vermögenswerte in andere Länder transferieren und sich so dem Gemeinwesen entziehen....
Mich erstaunt auch dass in Europa nimand dagegen demonstriert, dass internationale Konzerne in Europa wenn überhaupt, dann so gut wie keine Steuern zahlen, während alle anderen, seien es mittelständische Unternehmer, die in den selben Branchen tätig sind, oder Arbeitnehmer die knapp über dem Sozialhilfeniiveau verdienen, verhältnismäßig viel Steuern zahlen müssen und quasi für diese Absahner mitbezahlen müssen. Man könnte zu der Meinung gelangen, dass wenn überhaupt, dann gegen die Symptome demonstriert wird, aber keinesfalls gegen die Ursachen.
4.
bramsel 01.01.2013
Es sind 50% der Griechen, die laut Statistik Steuern hinterziehen, Tendenz steigend. Nicht "einige".
Zitat von bertescaladeErstaunlich,dass keine Griechen dagegen auf die Strasse gehen, dass einige ihrer Landsleute Steuern hinterziehen und ihre Vermögenswerte in andere Länder transferieren und sich so dem Gemeinwesen entziehen....
Es sind 50% der Griechen, die laut Statistik Steuern hinterziehen, Tendenz steigend. Nicht "einige".
5.
dowhepole 01.01.2013
Was ich mich in diesem Zusammenhang immer mehr frage: Warum gibt es in der EU keine einzige Partei, die länderübergreifend in jedem Land das selbe Parteiprogramm anbietet und sich überall zur Wahl stellt? Die Probleme die [...]
Zitat von carranzaMich erstaunt auch dass in Europa nimand dagegen demonstriert, dass internationale Konzerne in Europa wenn überhaupt, dann so gut wie keine Steuern zahlen, während alle anderen, seien es mittelständische Unternehmer, die in den selben Branchen tätig sind, oder Arbeitnehmer die knapp über dem Sozialhilfeniiveau verdienen, verhältnismäßig viel Steuern zahlen müssen und quasi für diese Absahner mitbezahlen müssen. Man könnte zu der Meinung gelangen, dass wenn überhaupt, dann gegen die Symptome demonstriert wird, aber keinesfalls gegen die Ursachen.
Was ich mich in diesem Zusammenhang immer mehr frage: Warum gibt es in der EU keine einzige Partei, die länderübergreifend in jedem Land das selbe Parteiprogramm anbietet und sich überall zur Wahl stellt? Die Probleme die ein EU-Land hat, wird über kurz oder lang jedes andere EU-Land ebenfalls in dem selben Maße bekommen. Wieso also nicht gemeinsam daran arbeiten?

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