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10.01.2013
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Euro-Krise

EZB hält Leitzins auf Rekordtief

dapd

Euro-Symbol vor der Frankfurter EZB-Zentrale: Historisch niedrige Zinsen

Der Leitzins im Euro-Raum bleibt bei 0,75 Prozent. Der Rat der Europäischen Zentralbank beließ den wichtigsten Zinssatz der Wirtschaft auf dem niedrigsten Niveau seit Bestehen der Währungsunion. Doch die erhoffte stimulierende Wirkung kommt nicht überall an.

Frankfurt am Main - Die Europäische Zentralbank (EZB) hält die Zinsen im Euro-Raum auf Rekordtief. Der Leitzins verharrt bei 0,75 Prozent. Das entschied der Rat der Notenbank am Donnerstag in Frankfurt. Zuletzt war der Satz im vergangenen Juli gesenkt worden.

Die Entscheidung ist keine Überraschung. Führende EZB-Vertreter hatten in den vergangenen Wochen betont, es sei eher das Problem, dass die bereits extrem niedrigen Zinsen nicht dort ankämen, wo sie gebraucht würden. Eigentlich sollten die weit geöffneten Geldschleusen die Konjunktur stimulieren - gerade in den Krisenstaaten des Währungsraums. Das funktioniert aber nur mäßig.

Weitere Sondermaßnahmen im Kampf gegen die Schuldenkrise in Europa dürfte die Notenbank ebenfalls zunächst nicht ergreifen. Nach der EZB-Ankündigung, unter Bedingungen notfalls unbegrenzt Anleihen angeschlagener Staaten zu kaufen, hatte Notenbank-Präsident Mario Draghi eine Entspannung an den Märkten ausgemacht.

Die EZB ist bei den Zinsen auch in der anderen Richtung nicht zum Handeln gezwungen. Trotz ihrer Politik des extrem billigen Geldes blieb die Inflation bislang im Rahmen. Im Dezember lag die jährliche Teuerungsrate in den 17 Euro-Staaten nach einer ersten Schätzung von Eurostat wie im November bei 2,2 Prozent und damit nur leicht über der Zielmarke der EZB von "unter, aber nahe bei 2,0 Prozent".

stk/dpa

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insgesamt 9 Beiträge
1. Was denn nun?
dig 10.01.2013
Was denn nun? Haben wir jetzt eine Finanz- oder eine Euro-Krise?
Was denn nun? Haben wir jetzt eine Finanz- oder eine Euro-Krise?
2.
Trouby 10.01.2013
Bislang haben wir nur eine Finanz- oder Schuldenkrise. Bislang (!) hat der Euro als Währung an sich noch keine Probleme (Kaufkraft im Ausland ist gut, Inflation im Inland vergleichsweise niedrig). Was nicht heißt, dass [...]
Zitat von digWas denn nun? Haben wir jetzt eine Finanz- oder eine Euro-Krise?
Bislang haben wir nur eine Finanz- oder Schuldenkrise. Bislang (!) hat der Euro als Währung an sich noch keine Probleme (Kaufkraft im Ausland ist gut, Inflation im Inland vergleichsweise niedrig). Was nicht heißt, dass sich das nicht mittelfristig ändern kann.
3.
Ghanima22 10.01.2013
Bei der gegenwärtigen Währungspolitik, von der ich absolut nichts halte, sind die Zinsen für z.b. Spanien viel zu hoch und für Deutschland viel zu niedrig.
Zitat von sysopdapdDer Leitzins im Euro-Raum bleibt bei 0,75 Prozent. Der Rat der Europäischen Zentralbank beließ den wichtigsten Zinssatz der Wirtschaft auf dem niedrigsten Niveau seit Bestehen der Währungsunion. Doch die erhoffte stimulierende Wirkung kommt nicht überall an. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ezb-haelt-leitzins-auf-rekordtief-a-876803.html
Bei der gegenwärtigen Währungspolitik, von der ich absolut nichts halte, sind die Zinsen für z.b. Spanien viel zu hoch und für Deutschland viel zu niedrig.
4.
marcaurel1957 10.01.2013
Wir haben eine Schuldenkrise, der Euro funktioniert hervorragend!
Zitat von digWas denn nun? Haben wir jetzt eine Finanz- oder eine Euro-Krise?
Wir haben eine Schuldenkrise, der Euro funktioniert hervorragend!
5. Evtl. eine neue Chance
n+1 10.01.2013
für Crowd-Funding als Anlageform. Wenn sich die Industriefirmen Beteiligungsfirmen (selbst gegründete) halten, mit dem Ziel, die Mutterfirma mit Krediten zu versorgen - dann kann man die Banken entlasten. Und den Leuten [...]
für Crowd-Funding als Anlageform. Wenn sich die Industriefirmen Beteiligungsfirmen (selbst gegründete) halten, mit dem Ziel, die Mutterfirma mit Krediten zu versorgen - dann kann man die Banken entlasten. Und den Leuten wenigstens eine Garantierendite von 3% geben. Immerhin sind 80% der deutschen Industrie mind. BBB. Denn im Hintergrund der EZB ist die Banque de France. Und die hält in den nächsten 10 oder 20 Jahren nichts von höheren Zinsen. Gut für Immobilienabzahler. Schlecht für Anleger.

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