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23.01.2013
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Bilanz des Arbeitsministeriums

Jede zweite ausländische Mutter ist arbeitslos

DPA

Arbeitsagentur in Duisburg: Arbeitslosigkeit unter Ausländern doppelt so hoch

Die Zahl der erwerbstätigen Mütter steigt. Probleme gibt es laut Arbeitsministerin von der Leyen aber bei Frauen ausländischer Herkunft. Ihnen soll bei der Jobsuche nun stärker geholfen werden.

Berlin - In der Bundesrepublik hat nur jede zweite Mutter mit ausländischen Wurzeln einen Job. Von den deutschen Müttern haben dagegen 72 Prozent Arbeit. Das geht aus dem aktuellen Fortschrittsbericht der Bundesregierung zum Thema Fachkräfte hervor, aus dem die "Rheinische Post" zitiert. Die Regierung sehe bei den Bürgern ausländischer Herkunft Handlungsbedarf und wolle Förderprojekte auflegen.

Insgesamt steigt dem Bericht zufolge der Anteil der arbeitenden Mütter, die minderjährige Kinder haben. Der Anteil habe sich seit 2006 von 64,1 auf 70,2 Prozent erhöht, berichten die Dortmunder "Ruhr Nachrichten" unter Berufung auf den Fortschrittsbericht. Die Zahl sei damit um 60.000 auf jetzt 5,6 Millionen gestiegen. Die Entwicklung schlage sich auch im Arbeitsvolumen nieder. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von Müttern sei zwischen 2010 und 2011 um eine halbe Stunde auf 25,6 Stunden gestiegen.

Nach Informationen der Zeitung war die Arbeitslosigkeit unter Ausländern zum Jahresende doppelt so hoch wie unter Deutschen. Über 70 Prozent aller arbeitslos gemeldeten Ausländer hätten keinen anerkannten Berufsabschluss. "Die Bemühungen um eine verbesserte Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt müssen verstärkt werden", zitiert die Zeitung aus der Bilanz des Arbeitsministeriums. Dies sei auch "volkswirtschaftlich geboten".

Der Fortschrittsbericht geht auf ein Konzept zur langfristigen Sicherung des Fachkräftebedarfs zurück, das im Juni 2011 beschlossen wurde. Ziel des Konzepts ist es, mehr junge Leute, Frauen und Ältere fürs Erwerbsleben zu gewinnen. Ferner sollen Arbeitslose für die Integration in den Arbeitsmarkt qualifiziert und ausländische Spezialisten angeworben werden.

cte/dpa

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Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 108 Beiträge
1. Warum wohl?
nobby_l 23.01.2013
Kann mir einer erklären, warum ein mittelständischer Unternehmer eine Mutter mit kleinen Kindern, vermutlich schlechten Sprachkenntnissen und ohne anerkannten Berufsschulabschluss einstellen sollte?
Zitat von sysopDie Zahl der erwerbstätigen Mütter steigt. Probleme gibt es laut Arbeitsministerin von der Leyen aber bei Frauen ausländischer Herkunft. Ihnen soll bei der Jobsuche nun stärker geholfen werden. Jede zweite ausländische Mutter ist arbeitslos - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/jede-zweite-auslaendische-mutter-ist-arbeitslos-a-879128.html)
Kann mir einer erklären, warum ein mittelständischer Unternehmer eine Mutter mit kleinen Kindern, vermutlich schlechten Sprachkenntnissen und ohne anerkannten Berufsschulabschluss einstellen sollte?
2. Eine Mutter ...
westerwäller 23.01.2013
... die nicht nicht einer bezahlten Arbeit nachgeht, ist nichts wert... Das soll uns doch dieser Artikel sagen ... Begründet wird dies u.a. mit dem Argument des Fachkräftemangels. Ich hatte eher gedacht,, dass der Anteil an [...]
... die nicht nicht einer bezahlten Arbeit nachgeht, ist nichts wert... Das soll uns doch dieser Artikel sagen ... Begründet wird dies u.a. mit dem Argument des Fachkräftemangels. Ich hatte eher gedacht,, dass der Anteil an ausländischen (eher: migranten?) Frauen mit Facharbeiterausbildung z.B. als Dreherin oder Maschinenschlosserin bzw. Mechatronikerin recht gering, fast vernachlässigbar sei? Es gibt aber auch Hindernisse: Z.B. wird das Arbeitseinkommen der Frau auf evtl. staatliche Transferleistungen (vulgo: Hartz IV), das wohl eine kleine Gruppe dieser Familien bezieht, angerechnet. Das reizt nicht sonderlich zur Arbeitsaufnahme ...
3. Wozu?
Plasmabruzzler 23.01.2013
Ein "noch stärkeres Helfen" setzt voraus, dass jenen schon jetzt geholfen wird. Warum funktioniert die Hilfe nicht? Kann es sein, dass diese Frauen einfach nicht arbeiten möchten? Niemanden kann man zur Arbeit [...]
Zitat von sysopDie Zahl der erwerbstätigen Mütter steigt. Probleme gibt es laut Arbeitsministerin von der Leyen aber bei Frauen ausländischer Herkunft.* Ihnen soll bei der Jobsuche _nun stärker_ geholfen werden.*
Ein "noch stärkeres Helfen" setzt voraus, dass jenen schon jetzt geholfen wird. Warum funktioniert die Hilfe nicht? Kann es sein, dass diese Frauen einfach nicht arbeiten möchten? Niemanden kann man zur Arbeit zwingen.
4. Zwangsarbeit für Mütter?
bvoll 23.01.2013
Mütter sollten sich besser um ihre Kinder kümmern anstatt ihre Zeit in Billigjobs zu vergeuden.
Mütter sollten sich besser um ihre Kinder kümmern anstatt ihre Zeit in Billigjobs zu vergeuden.
5. Ist das nicht gewollt?
4frankie 23.01.2013
Arbeitslos? Was heißt das konkret? Keiner bezahlten Tätigkeit nachgehen, oder (zumindest im Normalfall) ... aber wollen die Ausländer, die uns als "Weltsozialamt" wahrnehmen und - sollte es nach Gabriel bzw. der SPD im [...]
Arbeitslos? Was heißt das konkret? Keiner bezahlten Tätigkeit nachgehen, oder (zumindest im Normalfall) ... aber wollen die Ausländer, die uns als "Weltsozialamt" wahrnehmen und - sollte es nach Gabriel bzw. der SPD im Falle eines Wahlsiegs bei der Bundestagswahl 2013 gehen - zukünftig uneingeschränkt die doppelte Staatsbürgerschaft geschenkt bekommen sollen (warum wohl ... in der Hoffnung, daß sie sich dankbar zeigen und dauerhaft SPD wählen werden ... die Freude werden sie Gabriel & Co. aber nicht machen) - das wirklich? Wohl eher nicht? Was für viele bei uns (noch) wie Almosen aussieht, schaut aus der Sicht eines Bewohners Süd(ost)europas oder eines anderen 3. Welt-Landes (z.B. aus Afrika) wie "göttliches Manna" aus - wir sind dort das gelobte Land, wo "Milch und Honig fließen". Viele Kinder bedeuten bei diesen Leuten nicht Kosten und Arbeit, sondern deutsches Kindergeld, weitere Sozialleistungen aller Art, das recht dauerhaft hier bleiben zu dürfen - und!! das alles ohne zu arbeiten. Aus deren Sicht machen sie nichts falsch. Unsere Politiker und Gutmenschen werden das aber leider nie verstehen!
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