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29.01.2013
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GfK-Konsumklima

Verbraucher starten optimistisch ins Jahr 2013

DPA

Einkaufsmeile in Frankfurt am Main: Euro-Krise tritt in den Hintergrund

Es liegt vor allem an der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt: Die Deutschen sind optimistisch in das neue Jahr gestartet. Der GfK-Konsumklimaindex legte leicht zu, vor allem beim eigenen Einkommen zeigen sich die Verbraucher zuversichtlich.

Berlin - Die Verbraucher gehen zuversichtlicher ins neue Jahr. Nach drei Monaten mit Verlusten legte das Konsumklima-Barometer der GfK erstmals wieder zu - wenn auch nur leicht um 0,1 auf 5,8 Punkte. "Der Arbeitsmarkt ist stabil, die Inflation moderat", teilten die GfK-Marktforscher mit. "Folglich steigen sowohl die Einkommenserwartung wie auch die Konsumneigung deutlich." Für die Konsumenten tritt die Euro-Krise derzeit eher in den Hintergrund. Trotz der Konjunkturdelle zum Jahresende 2012 rechnen sie damit, dass sich die wirtschaftliche Lage wieder bessert.

Diese Einschätzung teilen auch die Firmenchefs, wie die jüngsten Umfragen des Münchner Ifo-Instituts bestätigen: Seit drei Monaten steigt das Geschäftsklima stetig. Das signalisiert eine Trendwende. In dieser von Optimismus geprägten Atmosphäre schätzen auch die Verbraucher ihre künftige Finanzlage besser ein als zuletzt. Wesentlicher Grund dafür ist die Hoffnung, dass sich die Beschäftigung stabil entwickeln wird: "Auch die Inflation wird 2013 vermutlich moderat ausfallen, was die Kaufkraft der Einkommen stärken wird", erläutert GfK-Experte Rolf Bürkl.

Folglich sind die Verbraucher auch wieder eher bereit, ihr Geld für Möbel oder andere kostspielige Produkte auszugeben. Die GfK hat für Januar ein kräftiges Plus von 15,2 Punkten beim Indikator für die Anschaffungsneigung gemessen. Die Kauflaune dürfte anhalten, falls der Arbeitsmarkt weiter stabil bleibt, meinen die Nürnberger Marktforscher.

Ob der private Konsum die Wirtschaft wie bereits im Vorjahr beflügeln wird, hängt nun maßgeblich von der Entwicklung in der Euro-Schuldenkrise ab: "Sollte sie entgegen aller Erwartungen in diesem Jahr weiter eskalieren, steht auch der Binnenkonjunktur ein sehr schwieriges Jahr bevor", so GfK-Experte Bürkl.

cte/Reuters

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insgesamt 58 Beiträge
1. Man kann nur hoffen, dass....
Adolfrausch 29.01.2013
die Lohn- und Gehaltssteigerungen wirklich eintreten. Denn sonst wird ewohl kaum möglich sien, Geld in kostspielige Produkte wie Aktien und Immobilien zu stecken. Denn nur darauf ist die Finanzindustrie doch erpicht. Wenn diese [...]
die Lohn- und Gehaltssteigerungen wirklich eintreten. Denn sonst wird ewohl kaum möglich sien, Geld in kostspielige Produkte wie Aktien und Immobilien zu stecken. Denn nur darauf ist die Finanzindustrie doch erpicht. Wenn diese zur Alterssicherung wichtigen Produkte im Warenkorb enthalten wären, wäre die Inflationsrate derart hoch, dass die Stimmung ruck zuck im Keller wäre.
2. Umfragen
kf_mailer 29.01.2013
hurra, sie konsumieren noch, egal ob das Wirtschaftssystem die Lebensgrundlagen zerstört und billig produzierter Müll als Lebensqualität gesehen wird. Nicht nachdenken, das Geld raushauen, wer weiß was es morgen noch wert ist, [...]
hurra, sie konsumieren noch, egal ob das Wirtschaftssystem die Lebensgrundlagen zerstört und billig produzierter Müll als Lebensqualität gesehen wird. Nicht nachdenken, das Geld raushauen, wer weiß was es morgen noch wert ist, nur nicht zuviel darüber nachdenken, wozu man das ganze Zeug eigentlich braucht. Schließlich sagt einem ja auch die Werbung, was man für ein "gutes" und "ausgefülltes" Leben so alles braucht.
3.
RenegadeOtis 29.01.2013
Folgende Raktionen sind zu erwarten (im Forum): 1) vereinzelte Freude 2) mehrfache Anmerkung, dass Statistiken alle gefälscht sind und der Nachbar musste sogar seinen Tretroller verkaufen. 3) ein langes Lament über die [...]
Zitat von sysopDPAEs liegt vor allem an der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt: Die Deutschen sind optimistisch in das neue Jahr gestartet. Der GfK-Konsumklimaindex legte leicht zu, vor allem beim eigenen Einkommen zeigen sich die Verbraucher zuversichtlich. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/gfk-verbraucher-gehen-2013-optimistischer-an-a-880189.html
Folgende Raktionen sind zu erwarten (im Forum): 1) vereinzelte Freude 2) mehrfache Anmerkung, dass Statistiken alle gefälscht sind und der Nachbar musste sogar seinen Tretroller verkaufen. 3) ein langes Lament über die Bankster und dass nur die raffgieriger Weise es sich gut gehen lassen. 4) ein noch längeres Lament, wie die typisch deutsche Familie mit Einzelverdiener und 17 Kindern bei 1.300 netto (Median) sich jeden dritten Tag nur einen Kanten schimmliges Brot teilen können. 5) ein paar Hinweise, dass die GfK sowieso von -bitte beliebiges Unternehmen- bezahlt wird und Lobbyarbeit macht. 6) ein paar Hinweise, dass die GfK sowieso von niemandem bezahlt wird und die Wissenschaftler in ihren Elfenbeintürmen keine Ahnung haben. 7) Zwei Einwürfe, dass die FDP schuld ist. 8) Zwei Gegeneinwürfe, dass die SPD schuld ist. Gemeinsam mit Merkel. 9) ein verwirrter Kommentar mit ..... vielen .... Punkten .... und einem Haufen LINKS.... zu...... nachdenkseiten. Gleichzeitig wird HAARP die Schuld gegeben. Oder den Bilderbergern. Oder beiden. Ich glaube das trifft es.
4. Alles supi?
Sharoun 29.01.2013
Das in den Wohnvierteln trotzdem überall die Läden leerstehen wird also nicht als Problem anerkannt bzw. es muß davon ausgegangen werden, daß dieser Zustand in diesem System zur Normalität erklärt wird. Das ist übel; ich [...]
Das in den Wohnvierteln trotzdem überall die Läden leerstehen wird also nicht als Problem anerkannt bzw. es muß davon ausgegangen werden, daß dieser Zustand in diesem System zur Normalität erklärt wird. Das ist übel; ich finde es unglaublich trist: diese ganzen ehemaligen Einzelhandelsgeschäfte in den Wohngebieten mit ehedem stolzen Besitzern, deren Nachkommen nun in prekärer Beschäftigung an der Kasse sitzen und eingeschweißten Ramsch durchziehen müssen... Alles zum Wohle einiger großer Familiendynastien, die im Besitz der 'Ketten' sind .. und nicht mehr wissen, wohin mit all der Kohle. Aber das wird nicht thematisiert; es wird überhaupt kaum noch diskutiert in dieser Gesellschaft. Dafür Jubelmeldungen von oben, Abstumpfung und Verblödung von unten...
5.
blurps11 29.01.2013
Nö, nicht alle, der Konsumklimaindex ist allerdings Murks und schon so eine Art running gag.
Zitat von RenegadeOtisFolgende Raktionen sind zu erwarten (im Forum): 1) vereinzelte Freude 2) mehrfache Anmerkung, dass Statistiken alle gefälscht sind und der Nachbar musste sogar seinen Tretroller verkaufen. 3) ein langes Lament über die Bankster und dass nur die raffgieriger Weise es sich gut gehen lassen. 4) ein noch längeres Lament, wie die typisch deutsche Familie mit Einzelverdiener und 17 Kindern bei 1.300 netto (Median) sich jeden dritten Tag nur einen Kanten schimmliges Brot teilen können. 5) ein paar Hinweise, dass die GfK sowieso von -bitte beliebiges Unternehmen- bezahlt wird und Lobbyarbeit macht. 6) ein paar Hinweise, dass die GfK sowieso von niemandem bezahlt wird und die Wissenschaftler in ihren Elfenbeintürmen keine Ahnung haben. 7) Zwei Einwürfe, dass die FDP schuld ist. 8) Zwei Gegeneinwürfe, dass die SPD schuld ist. Gemeinsam mit Merkel. 9) ein verwirrter Kommentar mit ..... vielen .... Punkten .... und einem Haufen LINKS.... zu...... nachdenkseiten. Gleichzeitig wird HAARP die Schuld gegeben. Oder den Bilderbergern. Oder beiden. Ich glaube das trifft es.
Nö, nicht alle, der Konsumklimaindex ist allerdings Murks und schon so eine Art running gag.

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