Schrift:
Ansicht Home:
Wirtschaft

Drohender harter Brexit

Hersteller bunkern in Großbritannien Champagner

Großbritannien ist einer der größten Märkte für französischen Champagner. Die Hersteller hoffen im Falle eines Brexits auf steigenden Konsum - und sorgen vor.

AFP

Champagner

Mittwoch, 13.03.2019   13:51 Uhr

Die französischen Champagnerhersteller haben für den Fall eines harten Brexits mehr als zehn Millionen Flaschen in Großbritannien gelagert. Das sagte der Vorsitzende des Produzentenverbands UMC, Jean-Marie Barillère. Bis zum geplanten Austrittsdatum am 29. März könnten es sogar 15 Millionen Flaschen werden, heißt es in der Branche.

Die Champagnerhersteller wappnen sich damit den Worten Barillères zufolge gegen das schlimmstmögliche Szenario: neue Einfuhrzölle und lange Staus für Lieferanten an den Grenzen. Großbritannien ist einer der größten Exportmärkte für französischen Champagner. Die Branche geht davon aus, dass dort zum Brexit die Korken knallen - vor allem bei den Befürwortern des EU-Austritts.

Vorräte für mehrere Monate

"Wir haben Vorräte für mindestens drei Monate angelegt", sagt der Generaldirektor des Hauses Bollinger, das den Lieblingschampagner des britischen Film-Agenten James Bond herstellt. Der Chef des Herstellers Roederer, Frédéric Rouzaud, spricht sogar von Vorräten für sechs Monate.

Angesichts der durch einen harten Brexit drohenden Verwerfungen erinnern sich die Hersteller gerne an ihre lange Tradition: "Wir haben bereits Champagner im Vereinigten Königreich verkauft, bevor es in die Europäische Union eingetreten ist", sagt Verbandspräsident Barillère. "Und so machen wir es auch künftig."

Mehr zum Thema

brt/AFP

insgesamt 22 Beiträge
ichliebeeuchdochalle 13.03.2019
1.
"Wir haben bereits Champagner im Vereinigten Königreich verkauft, bevor es in die Europäische Union eingetreten ist", sagt Verbandspräsident Barillère. "Und so machen wir es auch künftig." Luxusgut, [...]
"Wir haben bereits Champagner im Vereinigten Königreich verkauft, bevor es in die Europäische Union eingetreten ist", sagt Verbandspräsident Barillère. "Und so machen wir es auch künftig." Luxusgut, das Reiche sich auch dann kaufen können und wollen, wenn es deutlich teurer würde.
christel143 13.03.2019
2. Na dann Prost :-))
Möge das Getränk munden.Das Erwachen danach wird dann wohl ernüchternd sein.
Möge das Getränk munden.Das Erwachen danach wird dann wohl ernüchternd sein.
mariakar 13.03.2019
3. Die arme britische Upperclass und die verbliebenen britischen
Banker müssen ja weiterhin ihre Überlegenheit über das arbeitende Volk feiern können. Aber Spaß beiseite, ich habe gehört, das beträffe nicht nur Champagner sondern auch andere Dinge vom Festland.
Banker müssen ja weiterhin ihre Überlegenheit über das arbeitende Volk feiern können. Aber Spaß beiseite, ich habe gehört, das beträffe nicht nur Champagner sondern auch andere Dinge vom Festland.
dwg 13.03.2019
4.
Gründe sich ggfs. auch vornehm zu betrinken wird es sicherlich mehr geben, aber ob das zu steigendem Champagner Konsum führt, wage ich zu bezweifeln.
Gründe sich ggfs. auch vornehm zu betrinken wird es sicherlich mehr geben, aber ob das zu steigendem Champagner Konsum führt, wage ich zu bezweifeln.
flytogether 13.03.2019
5. Na ja, zum Feiern gibt es da nichts
wenn GB austritt. Das wissen auch die hartgesottenen Brexiters. Aber die Großhändler decken sich vorher mit Ware ein um hinterher den großen Reibach zu machen. Denn nach dem Brexit wird es teuer.
wenn GB austritt. Das wissen auch die hartgesottenen Brexiters. Aber die Großhändler decken sich vorher mit Ware ein um hinterher den großen Reibach zu machen. Denn nach dem Brexit wird es teuer.

Verwandte Artikel

Verwandte Themen

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung
TOP