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Wirtschaft

Handelsstreit

China öffnet sich ausländischen Firmen weiter - ganz zaghaft

Seit Jahren schottet China wichtige Industrien vor ausländischen Investoren ab. Jetzt lockert das Land seine Regeln - aber nur für bestimmte Branchen.

AFP

Skyline von Shanghai

Freitag, 29.06.2018   10:45 Uhr

China reagiert auf die harte Kritik seiner Handelspartner und hat angekündigt, die Restriktionen für ausländische Investoren in weiteren Branchen zu lockern. Demnach wird der Zugang von ausländischen Firmen erleichtert. Leichteren Zugang sollen ausländische Firmen künftig auf dem Tankstellenmarkt, im Getreidehandel oder im Strommarkt bekommen. Auch die Autoindustrie sowie die Luft- und Schifffahrtsindustrie werden weiter geöffnet.

Die Entwicklungs- und Reformkommission veröffentlichte an diesem Freitag eine neue Negativliste mit Bereichen, in denen ausländische Unternehmen keinen Zugang haben - die Zahl verringerte sich von 63 auf 48. Weiterhin streng abgeschottet bleiben etwa die Bereiche Kultur oder nationale Sicherheit.

Die chinesische Regierung hat seit Beginn des Jahres eine Reihe von Zugeständnissen gemacht. Sie fürchtet einen Handelskrieg mit den USA.

Chinas Handelspartner kritisieren die starke Abschottung seit Jahren. US-Präsident Donald Trump beklagt außerdem das hohe Handelsdefizit seines Landes mit China und den Diebstahl geistigen Eigentums. Er hat in den vergangenen Monaten den Handelsstreit mit der Volksrepublik durch die Verhängung und Androhung von Strafzöllen verschärft. Ende Mai hatte das Weiße Haus zudem über Zölle hinausgehende Handels- und Investitionsbeschränkungen gegen China angekündigt, die bis Samstag verhängt werden sollten.

hej/AFP/AP

insgesamt 3 Beiträge
cum infamia 29.06.2018
1. China
China macht m.E. ALLES richtig : es denkt eben nicht in "Bilanzen" sonder in Jahrzehnten/ Jahrhunderten. Bedenke .: " Nach den 500 Jahren technologischer Vormacht Europas, dann dem US- Jahrhundert, kommt jetzt das [...]
China macht m.E. ALLES richtig : es denkt eben nicht in "Bilanzen" sonder in Jahrzehnten/ Jahrhunderten. Bedenke .: " Nach den 500 Jahren technologischer Vormacht Europas, dann dem US- Jahrhundert, kommt jetzt das chinesiche Jahrtausend". Ob dagegen gestrampelt wird, oder nicht.....
seamanslife 29.06.2018
2. Öffnung der Schifffahrtsindustrie, clever eingefädelt
China wird mit opm (other people money) Weltmarktführer im Seetransportgeschäft und bestimmt die Frachtraten. Zu den Heuern kann kein Europäer mehr fahren. Mit dem Erwerb des Hafens Piräus durch COSCO und der Eisenbahnlinie [...]
China wird mit opm (other people money) Weltmarktführer im Seetransportgeschäft und bestimmt die Frachtraten. Zu den Heuern kann kein Europäer mehr fahren. Mit dem Erwerb des Hafens Piräus durch COSCO und der Eisenbahnlinie bis nach Duisburg (Seidenstraße) können sie jetzt schon Routen und Preise beeinflussen. Sollte das der Fall werden können sie sich bei Hapag-Lloyd und Maersk die Kugel geben. Dagegen ist die Finanzkrise Peanuts.
stadtmusikant123 29.06.2018
3. chinesische Cleverle
Produktion und Transport in einer Hand. Das hat was. Fehlt nur noch Alibaba in der EU. Die Beschäftigung ist dann in China gesichert und in der EU wird man dann am besten Altenpfleger. Aber soweit interessiert die das in [...]
Produktion und Transport in einer Hand. Das hat was. Fehlt nur noch Alibaba in der EU. Die Beschäftigung ist dann in China gesichert und in der EU wird man dann am besten Altenpfleger. Aber soweit interessiert die das in Brüssel ganz offensichtlich nicht, sonst hätte der weltbeste Protektionist schon längst gegengesteuert. Die letzten EU-Projekte waren alles Rohrkrepierer (Dublin, Maastricht, Euro) und wahrscheinlich jetzt die Asylanten-Migranten-Richtlinien. Aber das stört uns nicht in der EU , wir motzen lieber über Trump.

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