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Wirtschaft

Handelskonflikt mit den USA

Chinas EU-Botschafter fordert Politik der Härte gegenüber Trump

Chinas EU-Botschafter warnt vor "ernsten Konsequenzen" für die Weltwirtschaft, sollte sich der Handelskonflikt mit den USA verschärfen - und fordert ein entschiedenes Vorgehen gegen "den Verursacher dieses Konflikts".

AP

Container im US-Seehafen Savannah

Montag, 09.07.2018   08:44 Uhr

Chinas Botschafter in der Europäischen Union, Zhang Ming, hat für eine Politik der Härte im Handelskonflikt mit den USA plädiert. "Wir müssen dem Verursacher des Handelskrieges entschlossen demonstrieren, dass sein Handeln falsch ist", sagte Zhang Ming dem "Handelsblatt". "Eine Politik der Nachgiebigkeit und des Kompromisses wäre kontraproduktiv."

Zhang Ming warnte vor dramatischen Folgen eines Handelskrieges für die Weltwirtschaft. Er erwarte "sehr ernste" Konsequenzen für die globale Konjunktur. "Niemand wird von diesem Handelskonflikt profitieren. Alle werden Verlierer sein, China, die EU und auch der Verursacher des Konflikts."

Kritik an chinesischen Firmenkäufen in der EU und an der fehlenden Marktöffnung in China wies Zhang Ming zurück. China habe inzwischen 22 Wirtschaftssektoren für ausländische Investoren geöffnet. Beim EU-China-Gipfel am 16. Juli in Peking wollten beide Seiten versuchen, "Marktzugangsangebote auszutauschen". Dabei handele es sich um "bedeutenden und ermutigenden Fortschritt" in den europäisch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen.

Die Volksrepublik China entsandte Zhang Ming vergangenes Jahr als EU-Botschafter nach Brüssel. Vorher war Zhang Ming stellvertretender Außenminister in Peking.

In Berlin finden am Montag die fünften deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen statt. Dabei treffen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Chinas Regierungschef Li Keqiang mit Kabinettsmitgliedern beider Staaten zusammen. Nach den Beratungen sollen Kooperationsabkommen und Unternehmensvereinbarungen unterzeichnet werden.

beb/AFP

insgesamt 38 Beiträge
Atömchen 09.07.2018
1.
Das habe ich schon oft angemerkt. Chinas EU-Botschafter hat vollkommen recht. Leider verhält sich Merkel und die EU wie eine mißbrauchte Ehefrau, die die Mißhandlungen schweigend erträgt und still auf Besserung hofft. [...]
Das habe ich schon oft angemerkt. Chinas EU-Botschafter hat vollkommen recht. Leider verhält sich Merkel und die EU wie eine mißbrauchte Ehefrau, die die Mißhandlungen schweigend erträgt und still auf Besserung hofft. Funktioniert mit Trump aber nicht. Schwächen nutzt er sofort aus, um immer wieder und wieder nachzutreten.
blumenstrauss 09.07.2018
2. Don the Con
Es ist wie eine Schlacht rivalisierender Mobster um die Pründe des illegalen Alkoholschmuggels. Für Trump geht es um den Last Man Standing. In seiner einfach strukturierten Schablonenwelt gibt es nur Schwarz und Weiß, Gewinner [...]
Es ist wie eine Schlacht rivalisierender Mobster um die Pründe des illegalen Alkoholschmuggels. Für Trump geht es um den Last Man Standing. In seiner einfach strukturierten Schablonenwelt gibt es nur Schwarz und Weiß, Gewinner und Verlierer. Wir müssen endlich akzeptieren, dass Trump nicht mit Verhandlungen einzuhegen ist.
kr-invest 09.07.2018
3. Klare Meinung
Die EU sollte sich hier nicht missbrauchen lassen. Donald Trump hat einige Punkte, die absolut richtig sind und die sollte die EU auch von China einfordern, unabhängig wie Donald Trump und die EU sich aktuell selbst beharken. [...]
Die EU sollte sich hier nicht missbrauchen lassen. Donald Trump hat einige Punkte, die absolut richtig sind und die sollte die EU auch von China einfordern, unabhängig wie Donald Trump und die EU sich aktuell selbst beharken. Wenn chinesiche Firmen 96% von Kuka kaufen dürfen, dann bitte auch anders herum in all den Fällen, wo das bisher nicht möglich ist. Alles andere ist dumm, China ist kein Entwicklungsland mehr, der EU-Markt sicherlich nicht unbedeutender als der chinesische.
marcnu, 09.07.2018
4. Warum sperren sich die EU und China gegen einen ausgeglichenen Handel?
Weil sie natürlich die daraus resultierenden Vorteile nicht abgegeben wollen. Zudem sind ja die eigenen Zölle immer die richtigen.
Weil sie natürlich die daraus resultierenden Vorteile nicht abgegeben wollen. Zudem sind ja die eigenen Zölle immer die richtigen.
daishi666 09.07.2018
5. Ich fürchte er hat Recht.
Anbiederung funktioniert bei Trump nicht, das legt er als Schwäche aus. Warum ist überhaupt der Alt-Right Botschafter Grenell noch nicht ausgewiesen? Dass dieser Mann überhaupt Botschafter ist, ist eine kalkulierte [...]
Anbiederung funktioniert bei Trump nicht, das legt er als Schwäche aus. Warum ist überhaupt der Alt-Right Botschafter Grenell noch nicht ausgewiesen? Dass dieser Mann überhaupt Botschafter ist, ist eine kalkulierte Beleidigung.

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