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Wirtschaft

Nach Protesten aus Italien

EZB mildert Vorgaben für Problemkredite ab

Eigentlich wollte die EZB-Bankenaufsicht zum Abbau von Problemkrediten allgemeine Vorschriften erlassen. Nach Kritik aus südlichen Ländern gibt es nun einen Kompromiss, der auf Einzelfallregelungen hinausläuft.

DPA

Skyline von Frankfurt mit der EZB

Mittwoch, 11.07.2018   19:56 Uhr

Die EZB-Bankenaufsicht hat ihre Vorgaben zum Abbau von faulen Altkrediten abgemildert. Sie reagierte damit auf scharfe Kritik aus südlichen Ländern.

Die Aufseher wollen den Instituten nun in Einzelfallregelungen vorschreiben, wie sie ihre Bestände an Problemdarlehen abbauen sollen, statt wie zuvor geplant mit allgemeinen Vorschriften.

Dabei wollen sie sich an den Problemkredit-Quoten und an wichtigen Finanzmerkmalen der Banken orientieren, kündigten die Kontrolleure in Frankfurt an. In manchen südlichen Ländern wie Italien hatten Geldhäuser zuletzt befürchtet, zu strenge generelle Vorgaben könnten heimische Häuser nur schwer verkraften.

Faule Kredite von 721 Milliarden Euro

Die EZB-Bankenaufsicht hatte bereits im März allgemeine Richtlinien zum Umgang mit Darlehen vorgelegt, die neu als ausfallgefährdet eingestuft werden. Sie sehen vor, dass Geldhäuser künftig alle derartigen Kredite schrittweise vollständig über Rückstellungen abdecken müssen. Für den Altbestand an Problemdarlehen gelten diese Vorgaben allerdings nicht.

Ende 2017 schleppten die großen Geldhäuser in der Eurozone faule Kredite von 721 Milliarden Euro mit sich herum. Sie sind eine Hinterlassenschaft der jahrelangen Wirtschaftsflaute nach der Finanzkrise.

Die nun beschlossene Vorgehensweise ist ein Kompromiss, der auf die Sorgen der Länder eingeht, die von zu harten Vorgaben sprachen. Der Gesamtbestand an faulen Krediten sei nach wie vor viel zu hoch, teilten die Aufseher mit. "Das Ziel besteht darin, weitere Fortschritte beim Abbau von Altlasten im Euroraum sicherzustellen."

Rückstellungen auch für Altbestand geplant

Mittelfristig wollen die Kontrolleure für den Altbestand an faulen Krediten dieselbe Abdeckung über Rückstellungen erreichen wie bei neuen notleidenden Darlehen.

Die Bundesbank äußerte sich positiv. "Aus Sicht der Bundesbank ist das ein erheblicher Fortschritt bei der Bewältigung der Altlasten aus der Finanzkrise", sagte Vorstandsmitglied Joachim Wuermeling.

Der Abbau dieser Risiken spielt auch in der Diskussion über die Einführung einer europäischen Einlagensicherung für Sparer eine wichtige Rolle. So fordert die Bundesbank unter anderem, dass zuvor erst deutliche Fortschritte beim Abbau von Altrisiken erzielt werden müssten.

brt/Reuters

insgesamt 2 Beiträge
Brave 11.07.2018
1. Und wann
Fängt die EZB an ihre faulen Kredite, bestehend aus jahrelang aufkaufen Schrittanleihen der Banken, wertzuberichtigen? Der ganz grosse Schrott liegst doch bei der EZB. Aber dafür würde wahrscheinlich Kein Leitfaden geschrieben.
Fängt die EZB an ihre faulen Kredite, bestehend aus jahrelang aufkaufen Schrittanleihen der Banken, wertzuberichtigen? Der ganz grosse Schrott liegst doch bei der EZB. Aber dafür würde wahrscheinlich Kein Leitfaden geschrieben.
Brave 12.07.2018
2. Und wann
Fängt die EZB an ihre faulen Kredite, bestehend aus jahrelang aufkaufen Schrittanleihen der Banken, wertzuberichtigen? Der ganz grosse Schrott liegst doch bei der EZB. Aber dafür würde wahrscheinlich Kein Leitfaden geschrieben.
Fängt die EZB an ihre faulen Kredite, bestehend aus jahrelang aufkaufen Schrittanleihen der Banken, wertzuberichtigen? Der ganz grosse Schrott liegst doch bei der EZB. Aber dafür würde wahrscheinlich Kein Leitfaden geschrieben.

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