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Wirtschaft

Bonner Energiekonzern

Solarworld streicht jeden zehnten Arbeitsplatz

Die Konkurrenz aus China setzt Solarworld stark unter Druck. Das Ökostromunternehmen plant den Abbau von rund 400 Stellen - und muss dringend an seiner Strategie gegen Billig-Wettbewerber feilen.

Getty Images

Solarworld-Chef Frank Asbeck

Freitag, 10.02.2017   16:41 Uhr

Der Fotovoltaikkonzern Solarworld streicht bis 2019 rund 400 seiner 3300 Stellen. Das teilte das Unternehmen mit. Wegen der Billig-Konkurrenz vor allem aus China war der Konzern tief in die roten Zahlen gerutscht.

Vom Personalabbau betroffen sind demnach etwa zu gleichen Teilen die Verwaltung und die Produktionswerke. Derzeit würden Gespräche mit dem Betriebsrat geführt, teilte das Unternehmen weiter mit. Solarworld, das seinen Sitz in Bonn hat, produziert im thüringischen Arnstadt und im sächsischen Freiberg sowie in Hillsboro in den USA. Aus Unternehmenskreisen hieß es, der Abbau werde Freiberg deutlich härter treffen als Arnstadt.

Vor Steuern und Zinsen (Ebit) hatte Solarworld 2016 einen Verlust von 99 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Umsatz hatte sich leicht auf etwa 800 Millionen Euro erhöht. Für 2017 rechnet das Unternehmen mit einem besseren, aber weiterhin negativen Ergebnis.

Solarworld plant als Reaktion auf den Preisdruck aus Fernost eine stärkere Konzentration auf Hochleistungsprodukte. "Nur so können wir uns von billig, billig aus China und anderswo absetzen", sagte Firmenchef Frank Asbeck. Parallel zum Personalabbau solle jährlich ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag in den Ausbau der Technik investiert werden.

2017 plant das Unternehmen eine deutliche Kostensenkung und eine Steigerung des Solarmodulabsatzes bei etwa gleichem Unternehmensumsatz. Bis 2019 solle ein "sichtbar positives Ebit" erreicht werden, sagte Asbeck.

asa/dpa

insgesamt 8 Beiträge
malakowturm 10.02.2017
1. Asbeck
Da werden die Grünen für ihren Parteifreund doch sicherlich einen Subventionstopf finden, um ihm zu helfen. Und der Spiegel veröffentlicht kostenlos Werbung von Solarworld - alles im Interesse einer besseren Welt :-)
Da werden die Grünen für ihren Parteifreund doch sicherlich einen Subventionstopf finden, um ihm zu helfen. Und der Spiegel veröffentlicht kostenlos Werbung von Solarworld - alles im Interesse einer besseren Welt :-)
räbbi 10.02.2017
2.
Nungut, es war ja schon zu Beginn der PV-Förderung sonnenklar ( ;) ), dass der Standort Deutschland in einem reinen Massenmarkt gegen Anbieter wie China nix zu melden hat (siehe Unterhaltungselektronik, Smartphones usw. usw.). [...]
Nungut, es war ja schon zu Beginn der PV-Förderung sonnenklar ( ;) ), dass der Standort Deutschland in einem reinen Massenmarkt gegen Anbieter wie China nix zu melden hat (siehe Unterhaltungselektronik, Smartphones usw. usw.). So ein PV-Modul ist ja doch ein relativ primitives Produkt, verglichen mit einer CPU, oder was man sonst noch aus Silizium bastelt. Hier kann man nur mit Qualität und Technologieführerschaft bestehen. Ein Glück, dass genau das immer zielgerichtet und mit Weitblick vorangetrieben wurde...nö Moment, falsche Realität... ;)
ROBIN7 10.02.2017
3. Subventionstopf?
Nein, die "Subventionstöpfe" sind schon alle aufgebraucht: für eine Million Jahre lang strahlenden Atomschrott , für die Giftgruben der Braunkohle, für die "Ewigkeitskosten" des Kohle- und Uranbergbaus, [...]
Zitat von malakowturmDa werden die Grünen für ihren Parteifreund doch sicherlich einen Subventionstopf finden, um ihm zu helfen. Und der Spiegel veröffentlicht kostenlos Werbung von Solarworld - alles im Interesse einer besseren Welt :-)
Nein, die "Subventionstöpfe" sind schon alle aufgebraucht: für eine Million Jahre lang strahlenden Atomschrott , für die Giftgruben der Braunkohle, für die "Ewigkeitskosten" des Kohle- und Uranbergbaus, für die gesundheitlichen Kosten des Feinstaubs und die höheren Deiche , die man wegen des Klimawandels demnächst braucht ...
Pfaffenwinkel 10.02.2017
4. Als Asbeck
schon vor Jahren fast pleite war, gleichwohl aber dem Gottschalk ein Schloß am Rhein abkaufte, habe ich Aktien seiner Firma mit Verlust verkauft. Und das war gut so.
schon vor Jahren fast pleite war, gleichwohl aber dem Gottschalk ein Schloß am Rhein abkaufte, habe ich Aktien seiner Firma mit Verlust verkauft. Und das war gut so.
sven2016 10.02.2017
5.
Vor längerer Zeit wurde in Artikeln darauf hingewiesen, dass der enorme Umsatz und Gewinn von Solarworld vor Jahren vor Allem auf völlig überhöhten Preisen beruhte, die man Kunden unter Hinweis, dass die staatliche Förderung [...]
Vor längerer Zeit wurde in Artikeln darauf hingewiesen, dass der enorme Umsatz und Gewinn von Solarworld vor Jahren vor Allem auf völlig überhöhten Preisen beruhte, die man Kunden unter Hinweis, dass die staatliche Förderung das ausgleiche, abforderte. Als dann allmählich Wettbewerb aus dem europäischen und nichteuropäischen Ausland in das Geschäft drängte, wurde "Preisdumping" gerufen...

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