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Wirtschaft

Stromerzeugung

So stark wachsen die erneuerbaren Energien

Seit 1990 hat sich der Anteil erneuerbarer Energien an Deutschlands Stromerzeugung verachtfacht, sie verdrängen Kohle- und Kernkraftwerke. Allerdings ist ein fossiler Brennstoff ebenfalls auf dem Vormarsch.

DPA

Energiemix: Windräder bei Hannover. Im Hintergrund ist das Kohlekraftwerk Mehrum zu sehen

Freitag, 12.05.2017   15:56 Uhr

Deutschland ist Kohleland: Das galt noch vor einem Vierteljahrhundert. Fast 60 Prozent der Stromerzeugung entfielen 1990 auf Kraftwerke, die mit Braun- oder Steinkohle befeuert wurden. Weitere 27 Prozent steuerte die Kernkraft zum Strommix bei. Erneuerbare Energien? Beschränkten sich damals auf einige Wasserkraftwerke. Dementsprechend gering fiel ihr Anteil mit 3,6 Prozent damals aus.

Das hat sich dramatisch geändert. Wie stark, das zeigt die Infografik von STATISTA. Der Anteil der erneuerbaren Energien hat sich seit 1990 mehr als verachtfacht. 2016 lag er bei 29,5 Prozent. Zweitwichtigste Stromquelle ist die Braunkohle mit 23,1 Prozent (1990: 31,1 Prozent). Besonders stark an Bedeutung verloren hat die Atomkraft. Ihr Anteil lag zuletzt noch bei 13,1 Prozent, das ist weniger als die Hälfte als vor 25 Jahren. Zugelegt hat dagegen die Stromerzeugung aus Erdgas, von 6,5 auf 12,1 Prozent.

SPIEGEL ONLINE, Statista

Strommix seit 1990

Der Anteil der erneuerbaren Energien wiederum setzt sich zusammen aus Windkraft (12,3 Prozent), Photovoltaik (5,9 Prozent) und Biomasse (7,0 Prozent). Der Anteil der Wasserkraft hat sich mit 3,3 Prozent im Vergleich zu 1990 wenig verändert.

Zum Thema: Solarworld-Pleite - Der lange Fall des Sonnenkönigs

beb

insgesamt 168 Beiträge
ir² 12.05.2017
1.
.... Der Anteil der Erneuerbaren Energien wiederum setzt sich zusammen aus Windkraft (12,3 Prozent), Photovoltaik (5,9 Prozent) und Biomasse (7,0 Prozent). Der Anteil der Wasserkraft hat sich mit 3,3 Prozent im Vergleich zu 1990 [...]
.... Der Anteil der Erneuerbaren Energien wiederum setzt sich zusammen aus Windkraft (12,3 Prozent), Photovoltaik (5,9 Prozent) und Biomasse (7,0 Prozent). Der Anteil der Wasserkraft hat sich mit 3,3 Prozent im Vergleich zu 1990 wenig verändert. .... Biomasse = Agrarindustrie, so nachhaltig wie ein Stück Kohle Wasser: war schon immer da, hat nichts mit dem EEG zu tun und wird auch nie mehr werden. Bleibt PV und WKA, zusammen 19% Anteil bei einer installierten Leistung weit über Lastgang! Das zeigt nur den stochastischen Charakter dieser Stromerzeuger, ersetzen können sie kein einziges Kraftwerk aber alle via EEG ruinieren. Die Deutsche "Energiewende" ist ein Schilbürgerstreich zu inzwischen 27 Mrd € EEG Umlagekosten/anno. Einfach nur peinlich....
setofdentures 12.05.2017
2. Stromerzeugung in D
zu kostspielig, zu teuer für den dt. Verbraucher - zu unprofessionell - Kernenergie nachhaltig gehandhabt eine top Lösung, endlos vorhanden, alternativer Ausgleich hierzu Müllverbrennung, Wasserkraft, - die Verbauung der Natur [...]
zu kostspielig, zu teuer für den dt. Verbraucher - zu unprofessionell - Kernenergie nachhaltig gehandhabt eine top Lösung, endlos vorhanden, alternativer Ausgleich hierzu Müllverbrennung, Wasserkraft, - die Verbauung der Natur mit Windrädern ist keine zu Ende gedachte Lösung mit mehr Kollateralschäden und Kosten
ole#frosch 12.05.2017
3. Grundlastfähigkeit?
und wie viel von den 30% erneuerbare Energien sind grundlastfähig? Wie viele zusätzliche Kapazitäten müssen vorgehalten werden um die Grundlastfähigkeit des Netzes zu gewährleisten? Ich finde den Energidwandel eine super [...]
und wie viel von den 30% erneuerbare Energien sind grundlastfähig? Wie viele zusätzliche Kapazitäten müssen vorgehalten werden um die Grundlastfähigkeit des Netzes zu gewährleisten? Ich finde den Energidwandel eine super Idee, aber die Umsetzung stelle ich mir anders vor.
Grübler 12.05.2017
4. Unbegrenzte Atomkraft?
Wie kann man darauf kommen, dass Atomkraft unbegrenzt verfügbar wäre? Uran und Plurmtonium sind genauso endlich wie Öl. Prognose gibt dem ganzen noch so 50 Jahre, dann ist Schluss. Und was ist mit dem Atommüll? Ach so! Trifft [...]
Wie kann man darauf kommen, dass Atomkraft unbegrenzt verfügbar wäre? Uran und Plurmtonium sind genauso endlich wie Öl. Prognose gibt dem ganzen noch so 50 Jahre, dann ist Schluss. Und was ist mit dem Atommüll? Ach so! Trifft ja die Folgegeneration! Dann ists ja gut.
Referendumm 12.05.2017
5. Ein sehr schönes Foto!
Ein sehr schönes Foto: Energiemix: Windräder bei Hannover. Im Hintergrund ist das Kohlekraftwerk Mehrum zu sehen. Zeigt es doch exemplarisch, das ganze Desaster der sogenannten Energiewende. Wer weiß schon, dass solch ein [...]
Ein sehr schönes Foto: Energiemix: Windräder bei Hannover. Im Hintergrund ist das Kohlekraftwerk Mehrum zu sehen. Zeigt es doch exemplarisch, das ganze Desaster der sogenannten Energiewende. Wer weiß schon, dass solch ein Kohlekraftwerk mit z.B. vier Blöcken auf kleinstem Raume rund 1 Gigawatt, also rund 1.000 Megawatt an Strom liefert? Will man die selbe Menge mittels "Windräder" erzeugen, benötigt man über 500 dieser riesigen Spargel-Dinger. Das nenne ich wahren Umweltschutz, die Landschaft derart zuzutackern, tausende von teils selten Vögeln zu schreddern und vieles andere mehr. Es ist im Prinzip ein Umweltdesaster erste Güte und beileibe KEIN ökologischer Fortschritt. Die ganze Umweltverschmutzung bzgl. Speichertechnologien zur Glättung der stochastischen Windenergieerzeugung mal ganz von abgesehen. Wir leben, ganz klipp und klar davon, dass wir zum Ausgleich die Nachbarländer haben mit ihrer konventionellen und stabilen Energieerzeugung - und zwar auch Kernkraft! Doch die wehren sich immer mehr, weil sie keine verschmutzten Netze haben wollen, die kurz vorm Blackout stehen, nur weil Deutschland meint, eine Energiewende auf Kosten von anderen, nämlich den Nachbarländern machen zu wollen. Die sogenannten Energiewende ist eine Lüge und schlussendlich eine ökologische wie ökonomische Katastrophe. Passend dazu wird nach wie vor von "Erneuerbaren Energien" gequatscht, die es laut Physik - speziell die Thermodynamik - überhaupt gar nicht gibt. Punkt. Es zeigt aber mal wieder deutlich, dass die Energieversorgung eines ganzen Landes und damit die der komplette Wirtschaft von Leuten gemacht wird, die von Energieerzeugung und - verteilung nunmal gar keine Ahnung haben.
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