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Wirtschaft

Taxivermittler Uber

Großinvestor verklagt Ex-Chef Kalanick

Diskriminierung, Rechtsstreitigkeiten, unbeherrschte Wortwahl - die harte Kritik an seinem Führungsstil zwang Uber-Chef Kalanick zum Rücktritt. Nun setzt ein Großaktionär nach und verklagt den Ex-Firmenmanager.

REUTERS

Ex-Uber-Chef Travis Kalanick

Freitag, 11.08.2017   08:29 Uhr

Der Fahrdienst-Vermittler Uber kommt nicht aus dem Krisenmodus: Nun hat Großinvestor Benchmark Capital den aus dem Unternehmen gedrängten, ehemaligen Firmenchef Travis Kalanick verklagt. Der Finanzinvestor beschuldigt den Manager, Investoren getäuscht zu haben, um mehr Macht im Führungszirkel erlangen zu können - und will Kalanick aus dem Aufsichtsgremium der Firma haben.

Die Kläger behaupten, Kalanick habe Misswirtschaft verschwiegen, um grünes Licht für eine Aufstockung des Vorstands von acht auf elf Sitze zu erhalten. In der Klage prangerte Benchmark Capital zudem unangemessene und unethische Anweisungen, Diskriminierung, sexuelle Übergriffe und einen Rechtsstreit mit der Google-Mutter Alphabet an.

Wegen dieser Probleme war Uber später stark in die Kritik geraten. Hätten die Aktionäre davon gewusst, wäre einer Erweiterung des Managements angeblich nicht zugestimmt worden.

Ein Sprecher Kalanicks wies die Klage als haltlos zurück und sprach von Lügen und falschen Anschuldigungen. Uber wollte sich nicht äußern. Kalanick war im Juni auf Druck von Investoren abgetreten, die sich verärgert über mehrere Skandale gezeigt hatten.

kig/Reuters/dpa

insgesamt 1 Beitrag
openminded 28.08.2017
1.
Ich kenne die genauen Hintergründe nicht, aber generell halte ich es für ein gutes Zeichen, wenn für ihr großes persönliches Risiko fürstlich bezahlte Manager nicht ausschließlich die fürstliche Bezahlung spüren. Es darf [...]
Ich kenne die genauen Hintergründe nicht, aber generell halte ich es für ein gutes Zeichen, wenn für ihr großes persönliches Risiko fürstlich bezahlte Manager nicht ausschließlich die fürstliche Bezahlung spüren. Es darf natürlich keine Hexenjagd werden, aber wer anderen - in Fall von Managern den Aktionären - vorsätzlich oder grob fahrlässig Schaden zufügt, der sollte dafür haften. Leider würden dadurch wohl hauptsächlich die Prämien für D&O Versicherungen steigen, aber es wäre trotzdem ein gutes Zeichen.

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