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Wirtschaft

Angeschlagener Musikdienst

Alexander Ljung räumt Chefposten bei Soundcloud

Erst schloss Soundcloud Standorte und entließ Mitarbeiter. Nun gibt es auch in der Führung des Musik-Streamingdienstes einen Wechsel.

Youtube / LeWeb

Alexander Ljung

Freitag, 11.08.2017   20:24 Uhr

Der Mitbegründer von Soundcloud, Alexander Ljung, zieht sich vom Chefposten beim Berliner Musikdienst zurück, um eine weitere Finanzierungsrunde für Soundcloud zu sichern. Nachfolger von Ljung soll der ehemalige Chef des Videodienstes Vimeo, Kerry Trainor, werden. Das teilte Ljung in einem Blogeintrag mit.

In der neuen Finanzierungsrunde fließt knapp 143 Millionen Euro in das angeschlagene Musikstreaming-Unternehmen. Ljung bleibt Soundcloud in einer Führungsposition erhalten.

Anfang Juli hatte Soundcloud bereits eine erheblichen Personalabbau beschlossen. Es sollen 173 Mitarbeiter gehen, rund 40 Prozent der Belegschaft. Die Konzentration auf die Standorte Berlin und New York bedeutet, dass Büros in San Francisco und London dicht gemacht werden.

Die Einschnitte seien nötig für einen nachhaltigen Erfolg, sagte Ljung. Er betonte mehrfach, dass Soundcloud unabhängig bleiben wolle. Es war immer wieder über einen möglichen Verkauf von Soundcloud spekuliert worden - erst an Twitter oder den Streaming-Marktführer Spotify, zuletzt an den Konkurrenten Deezer.

Mit der neuen Finanzierungsrunde wird Soundcloud dem Vernehmen nach nur noch mit rund 127 Millionen Euro bewertet. Bei der Finanzierungsrunde davor lag noch eine Bewertung von rund 600 Millionen Euro auf dem Tisch.

asa/dpa

insgesamt 5 Beiträge
roflem 12.08.2017
1. Aus die Maus
Das wird nicht die letzte Bewertung dieser "Dienste" sein. Gerade erhielt ich Post vom Southern District Court of NY über eine Sammelklage gegen Spotify, die sich wohl bereit erklären über 40 Mio $ an die Urheber und [...]
Das wird nicht die letzte Bewertung dieser "Dienste" sein. Gerade erhielt ich Post vom Southern District Court of NY über eine Sammelklage gegen Spotify, die sich wohl bereit erklären über 40 Mio $ an die Urheber und Rechteinhaber zu zahlen. Ohne Inhalt keine Dienste und der Inhalt muss halt auch mal irgendwann bezahlt werden.
freudentanz 12.08.2017
2. Glaube ich nicht
Wurde diese Firma nicht noch vor vielleicht 15 Monaten überalles in den Himmel gelobt ? Und zwar hier ? Und jetzt geht es derart dramatisch abwärts ? Diese Firma als Prototyp des modernen Unternehmens von morgen ? Nein das ist [...]
Wurde diese Firma nicht noch vor vielleicht 15 Monaten überalles in den Himmel gelobt ? Und zwar hier ? Und jetzt geht es derart dramatisch abwärts ? Diese Firma als Prototyp des modernen Unternehmens von morgen ? Nein das ist keine Häme und ich wurde selbst schon 2x auf die Strasse gesetzt und weiß wie das ist wenn man wieder von vorne anfangen muss. Was mich aber mächtig irritiert ist wieviel Geld in dieser modernen Industrie den Bach hinunter geht. Diese in den Himmel gelobte Industrie welche die ach so gefährlichen, ekligen, schmutzigen, traditionelle Industrien abschaffen sollen und für die Sozialabgaben von morgen sorgen sollen ? Wenn es nicht so traurig wäre könnte man sich totlachen. Aber was soll`s. Geld macht selbst den coolen Hipster zur Kapitalistensau. Der Unterschied ist: Früher wurden Werte erschaffen, heute wird mit heißer Luft Geld generiert und wenn das Geld weg ist bleibt Luft übrig.
neowave 12.08.2017
3. Immerhin...
Immerhin - Sie schaffen Arbeitsplätze ;-) Und, womit Leute ihr Geld verblasen ist deren Sache und es gibt deutlich schlechtere Ansätze, dies zu tun.Ansonsten unter #11 hier: [...]
Immerhin - Sie schaffen Arbeitsplätze ;-) Und, womit Leute ihr Geld verblasen ist deren Sache und es gibt deutlich schlechtere Ansätze, dies zu tun.Ansonsten unter #11 hier: http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/soundcloud-geht-angeblich-das-geld-aus-a-1157663.html#js-article-comments-box-pager
wolfra 13.08.2017
4. 143 Mio. Euro?
Die Relation ist etwas unverständlich, wofür benötigt eine Firma mit ca. 200 Mitarbeitern 150 Mio. Euro? Bzw. anders gefragt, mit der Entlassung von 150 Mitarbeitern aus Kostengründen, die Anfang des Jahres in der Presse war, [...]
Die Relation ist etwas unverständlich, wofür benötigt eine Firma mit ca. 200 Mitarbeitern 150 Mio. Euro? Bzw. anders gefragt, mit der Entlassung von 150 Mitarbeitern aus Kostengründen, die Anfang des Jahres in der Presse war, wären somit gerade einmal grob geschätzt 5% dieser Summe eingespart worden. Irgendwie passen die Zahlen für jemand mit normalem Gesunden Menschenverstand und ohne Betriebswirtschaftliche Kenntnisse nicht ganz zusammen..
wolfra 13.08.2017
5. 143 Mio. Euro?
Die Relation ist etwas unverständlich, wofür benötigt eine Firma mit ca. 200 Mitarbeitern 150 Mio. Euro? Bzw. anders gefragt, mit der Entlassung von 150 Mitarbeitern aus Kostengründen, die Anfang des Jahres in der Presse war, [...]
Die Relation ist etwas unverständlich, wofür benötigt eine Firma mit ca. 200 Mitarbeitern 150 Mio. Euro? Bzw. anders gefragt, mit der Entlassung von 150 Mitarbeitern aus Kostengründen, die Anfang des Jahres in der Presse war, wären somit gerade einmal grob geschätzt 5% dieser Summe eingespart worden. Irgendwie passen die Zahlen für jemand mit normalem Gesunden Menschenverstand und ohne Betriebswirtschaftliche Kenntnisse nicht ganz zusammen..

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