Schrift:
Ansicht Home:
Wirtschaft

Air-Berlin-Pleite

Chinesischer Investor steigt ins Bieterrennen ein

Das Chaos bei Air Berlin und die versteckte Rebellion der Piloten scheinen Interessenten nicht abzuschrecken. Der chinesische Investor LinkGlobal will bis zum Ende der Bieterfrist am Freitag ein konkretes Angebot vorlegen.

DPA

Air-Berlin-Schalter in München

Mittwoch, 13.09.2017   12:17 Uhr

Ins Bieterrennen um die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin will sich einem Zeitungsbericht zufolge ein weiterer Interessent einschalten. Die chinesische Betreibergesellschaft des Flughafens Parchim in Mecklenburg-Vorpommern, LinkGlobal, habe ihr Interesse an einer Übernahme von Air Berlin in einer schriftlichen Absichtsbekundung mitgeteilt, berichtete die "Bild"-Zeitung. LinkGlobal plant demnach eine Verlegung der Airline nach Parchim.

Der Geschäftsführer von LinkGlobal, Jonathan Pang, erklärte der "Bild" zufolge in einem auf Ende August datierten Schreiben, vor Ablauf der Bieterfrist am Freitag ein konkretes Angebot einreichen zu wollen. LinkGlobal sei der Ansicht, dass durch die Verlegung der Basis der Fluggesellschaft eine "Win-win-Situation für Air Berlin und den Flughafen Parchim" geschaffen werden könne, heißt es demnach in dem Schreiben Pangs weiter.

Air Berlin hatte am 15. August Insolvenz angemeldet. Neben der Lufthansa und dem Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl wollen weitere Interessenten Teile der Airline oder die gesamte Fluggesellschaft übernehmen. Unter ihnen sind Berichten zufolge die Airlines Condor und Easyjet. Außerdem haben der Unternehmer Alexander Skora und der Logistikdienstleister Zeitfracht Interesse an Air Berlin. Die Bieterfrist endet am Freitag.

mik/AFP

insgesamt 2 Beiträge
markus.pfeiffer@gmx.com 13.09.2017
1. Interessant
Damit könnte eine chinesisch-deutsche "Ryanair" auf deutschem Boden entstehen - allemal besser als ein Quasi-Monopol von Lufthansa und entsprechend hohe Preise!
Damit könnte eine chinesisch-deutsche "Ryanair" auf deutschem Boden entstehen - allemal besser als ein Quasi-Monopol von Lufthansa und entsprechend hohe Preise!
so-long 13.09.2017
2. Schon wieder...
China. Ein weiterer Schritt von -parteivernetzten, anders geht es nicht- wohlhabenden Chinesen, ihr Geld außer Landes "in Sicherheit" zu bringen. Genauso wie sie den Londoner Gewerbeimmobilienmarkt durch Preisgebote, [...]
China. Ein weiterer Schritt von -parteivernetzten, anders geht es nicht- wohlhabenden Chinesen, ihr Geld außer Landes "in Sicherheit" zu bringen. Genauso wie sie den Londoner Gewerbeimmobilienmarkt durch Preisgebote, die kein vernünftiger "West"-Bieter zahlen würde, dominieren. Alles -etwas trickreich- auf Kredit, abgesegnet durch die Bank of England. Da würde es bei der Air Berlin sicher ähnlich laufen. Und die deutschen Politiker freuen sich dann noch. Hosianna!

Verwandte Artikel

Verwandte Themen

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH
TOP