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Wirtschaft

Futuristisches Transportsystem

Richard Bransons Virgin-Gruppe investiert in Hyperloop

Flugzeuggeschwindigkeit auf dem Boden - der Hyperloop soll den Transport von Menschen und Gütern revolutionieren. Der Milliardär Richard Branson will sich nun an der Umsetzung dieser Idee beteiligen.

AFP/ Weber Shandwick PR
Donnerstag, 12.10.2017   19:35 Uhr

Kapseln, die Menschen mit bis zu 1225 Kilometer pro Stunde durch Röhren transportieren - so das futuristische Szenario, so die Vision des Tesla- und SpaceX-Gründers Elon Musk für den Hyperloop. An deren Verwirklichung arbeiten seit einiger Zeit mehrere Unternehmen. Eines von ihnen bekommt nun einen prominenten Unterstützer: Die Virgin-Gruppe des britischen Milliardärs Richard Branson hat in Hyperloop One investiert.

"Das ist eine unglaublich innovative und aufregende neue Art, Menschen und Dinge in Flugzeuggeschwindigkeit auf dem Boden zu bewegen", so Branson in einer Mitteilung. Welche Summe die Gruppe investiert hat, wurde nicht bekannt gegeben. Die Partnerschaft geht jedoch über das Investment hinaus: Das Unternehmen ändert seinen Namen und heißt künftig Virgin Hyperloop One.

Foto: Hyperloop One

Das ursprüngliche Hyperloop-Konzept stammt zwar von Elon Musk. Die Entwicklung von Hyperloop findet jedoch nicht ausschließlich unter seiner Regie statt. Der Grund: Musk konzipierte das System von Anfang an als Crowdfunding- und Crowdsourcing-Projekt, also als Vorhaben, bei dem Geld und Expertise aus den verschiedensten Quellen kommen sollen. 2015 rief er dafür einen Wettbewerb aus.

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Hyperloop: Die revolutionäre Röhre

Als Folge arbeiten mehrere konkurrierende Unternehmen an dem Projekt. Das bis dato vielleicht aussichtsreichste von ihnen ist Hyperloop One. Das Unternehmen sicherte sich zuletzt Investitionen in Höhe von 85 Millionen Dollar.

Zuletzt kündigte Musk an, sich entgegen seinem ursprünglichen Plan nicht auf die Idee zu beschränken, sondern sich doch am Wettbewerb zur Umsetzung zu beteiligen und einen eigenen Hyperloop bauen zu wollen.

asa

insgesamt 43 Beiträge
Bueckstueck 12.10.2017
1. Gut
Es ist gut, dass heute wieder kühne Ideen verfolgt werden. Und damit meine ich nicht bloss die Gesichter Musk und Branson sondern all die anderen Menschen und Firmen deren Namen hier nie genannt werden. Das Konzept eines [...]
Es ist gut, dass heute wieder kühne Ideen verfolgt werden. Und damit meine ich nicht bloss die Gesichter Musk und Branson sondern all die anderen Menschen und Firmen deren Namen hier nie genannt werden. Das Konzept eines Wettbewerbs auf crowd funding und sourcing Basis ist auch begrüssenswert. Es steigert die Wahrscheinlichkeit das am Ende was rauskommt und das es auch das beste Konzept ist. Freilich gibt es dennoch keine Garantie. Aber wer nicht wagt, der kann auch nichts gewinnen.
lalito 12.10.2017
2. Luftwiderstand
Ohne Luftwiderstand im Transportwesen voranzukommen würde schon kräftig Energie bei hohen Geschwindigkeiten sparen. Temperaturzonenüberschreitung bedarf völlig neuer Werkstoffe und Konzepte. Bin gespannt. Im A380 zu reisen, [...]
Ohne Luftwiderstand im Transportwesen voranzukommen würde schon kräftig Energie bei hohen Geschwindigkeiten sparen. Temperaturzonenüberschreitung bedarf völlig neuer Werkstoffe und Konzepte. Bin gespannt. Im A380 zu reisen, das hat zum ersten Mal was von Platzangstfreiheit - das sähe in der Röhre dann schon wieder anders aus. Im Oberrheingraben und anderen erdbebengefährdeten Gebieten würde ich mir das Einsteigen allerdings überlegen. Denke die Röhren müssen schon aus Sicherheitsaspekten verbuddelt werden, macht es auch nicht besser.
frenchie3 12.10.2017
3. @2 Platzangst ist durchaus zu beachten
Aber bei so einem Projekt sind bestimmt ein paar Dollar drin für OLED-Bildschirme die Ihnen eine Bahnfahrt oder Flugreise simulieren. Na ja, die Bahnfahrt vielleicht nicht in Originalgeschwindigkeit :-)
Aber bei so einem Projekt sind bestimmt ein paar Dollar drin für OLED-Bildschirme die Ihnen eine Bahnfahrt oder Flugreise simulieren. Na ja, die Bahnfahrt vielleicht nicht in Originalgeschwindigkeit :-)
tropf 12.10.2017
4. Glück!!
Es ist toll das es Menschen gibt, die sowas versuchen, Nachteil ist das nicht nur die Presse, bei einem Fehlschlag negativ reagiert. Es wird vergessen das unsere Politischen Systeme viel zu Lahm sind, siehe Elektro Auto, [...]
Es ist toll das es Menschen gibt, die sowas versuchen, Nachteil ist das nicht nur die Presse, bei einem Fehlschlag negativ reagiert. Es wird vergessen das unsere Politischen Systeme viel zu Lahm sind, siehe Elektro Auto, riesengrosses Posaunen, aber auch dieser Strom muss irgendwie bereitgestellt werden, das dieser immer Bio ist, das halte ich für ein Ammenmärchen, keines der jetzigen Systeme kann 24 Stunden gleichbleibend produzieren, solange das so ist, gibt es keinen Öko Strom und meiner Meinung nach, geht das sowieso alles in die falsche Richtung.
helmut.alt 12.10.2017
5. In Vakuumröhren zu reisen
klingt phantastisch weil der Luftwiderstand wegfällt, der bei hohen Geschwindigkeiten viel Energieaufwand erfordert. Das Haupthindernis des Projekts sehe ich in der Aufrechterhaltung des Vakuums in der Röhre. Zwischenfälle wie [...]
klingt phantastisch weil der Luftwiderstand wegfällt, der bei hohen Geschwindigkeiten viel Energieaufwand erfordert. Das Haupthindernis des Projekts sehe ich in der Aufrechterhaltung des Vakuums in der Röhre. Zwischenfälle wie Kollisionen, Erdbeben, Terroranschläge u.ä. müssen bedacht werden.

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