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Wirtschaft

Übernahme von Air Berlin

Lufthansa kündigt 1000 neue innerdeutsche Flüge pro Monat an

Seit der Insolvenz von Air Berlin ist Fliegen auf einigen Strecken teurer geworden. Lufthansa verspricht nun stabile Preise: "Wir wollen ja nicht die Verbraucher gegen uns aufbringen."

DPA

Lufthansa-Jumbo landet in Berlin-Tegel

Montag, 13.11.2017   15:23 Uhr

Nach der Pleite von Lufthansa-Konkurrentin Air Berlin ist das Angebot auf dem innerdeutschen Markt deutlich geschrumpft. Besonders auf Strecken wie Berlin-München oder Berlin-Köln ist die Zahl der Flüge gesunken. Nun will die Lufthansa die Kapazitäten erhöhen: Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat pro Monat zusätzliche Starts angekündigt.

"Sobald wir grünes Licht aus Brüssel haben, wollen wir pro Monat allein bei Eurowings 1000 innerdeutsche Flüge dazunehmen", sagte Spohr der "Bild"-Zeitung. "Ich kann versprechen, dass mit neuen innerdeutschen Flügen wieder stabile Preise kommen. Wir als Lufthansa wollen ja nicht die deutschen Verbraucher gegen uns aufbringen."

Um die Nachfrage zu bedienen, hatte Lufthansa auch damit begonnen, innerhalb Deutschlands Jumbojets genannte Großraumflugzeuge vom Typ Boeing 747 einzusetzen.

Die größte deutsche Airline will mit den Teilgesellschaften LG Walter und Niki für 210 Millionen Euro einen beträchtlichen Teil des Air-Berlin-Flugbetriebs mit 81 Jets und den dazugehörigen Verkehrsrechten übernehmen. Die Genehmigung der EU-Wettbewerbshüter steht dafür allerdings noch aus.

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Chronik in Bildern: Aufstieg, Sinkflug und Absturz von Air Berlin

Spohr sagte der "Bild", dass durch die Air-Berlin-Insolvenz derzeit jeden Tag 60.000 Sitze fehlten. "Das kann keine Airline der Welt ausgleichen", sagte er. Lufthansa tue, was sie könne. Dass zwischen Berlin und Frankfurt Jumbojets fliegen, sei ein Zeichen dafür. "Das rechnet sich betriebswirtschaftlich überhaupt nicht, weil es ein großes, teures Flugzeug ist", sagte Spohr. "Aber es zeigt, dass wir helfen wollen."

Video: 747-Jets in Berlin-Tegel

Foto: DPA

apr/dpa

insgesamt 63 Beiträge
selbstversuch 13.11.2017
1. Staatliche Pleite
Wie wäre es denn wenn unser geliebter Staatskonzern die Deutsche Bahn ihre Kapazitäten erhöht? 1000 neue Flüge bedeuten ja auch noch mehr CO2 aber das scheint ja hierzulande niemanden zu stören wenn man 5 min durch die [...]
Wie wäre es denn wenn unser geliebter Staatskonzern die Deutsche Bahn ihre Kapazitäten erhöht? 1000 neue Flüge bedeuten ja auch noch mehr CO2 aber das scheint ja hierzulande niemanden zu stören wenn man 5 min durch die Benutzung eines Grossraumfliegers spart.
deranaluest 13.11.2017
2. Ja ne is klar
Wie großzügig von den edlen Rettern die ganz uneigennützig helfen und in keinster Weise davon profitieren dass die Preise ordentlich anziehen. Was hier abgezogen wurde ist ein Wirtschaftskrimi allererster Güte.
Wie großzügig von den edlen Rettern die ganz uneigennützig helfen und in keinster Weise davon profitieren dass die Preise ordentlich anziehen. Was hier abgezogen wurde ist ein Wirtschaftskrimi allererster Güte.
mum_23 13.11.2017
3. Das darf doch wohl nicht wahr sein
pro Monat allein bei Eurowings 1000 Starts in Deutschland dazu. Herr Spohr will nur helfen. Soso. Wer traut sich zu sagen, dass der Flugverkehr drastisch herunter geschraubt werden muss!? Dass niemand innerdeutsch fliegen muß!? [...]
pro Monat allein bei Eurowings 1000 Starts in Deutschland dazu. Herr Spohr will nur helfen. Soso. Wer traut sich zu sagen, dass der Flugverkehr drastisch herunter geschraubt werden muss!? Dass niemand innerdeutsch fliegen muß!? So groß ist Deutschland nicht. Wo sind die wahren Visionäre?
auweia 13.11.2017
4. Ach was
Statt einer Erhöhung der Flugfrequenz hätte ich lieber wieder mehr Pünktlichkeit, verläßliche Gepäckbeförderung sowie größere Beinfreiheit, kostenlose Getränke und besseres Essen an Bord - standardmäßig. Das sollten [...]
Statt einer Erhöhung der Flugfrequenz hätte ich lieber wieder mehr Pünktlichkeit, verläßliche Gepäckbeförderung sowie größere Beinfreiheit, kostenlose Getränke und besseres Essen an Bord - standardmäßig. Das sollten die Monopolrenditen wohl hergeben. Wenn es dann doch teurer wird - sei's drum. Einerseits wird eh zu viel geflogen, andererseits fördert das vielleicht auch eine gewisse Sozialauswahl ;-).
Pensionskassen 13.11.2017
5. Der vermeintliche Retter
Die Aussagen des Lufthansa Chefs klingen wie Hohn. Erst wird die AirBerlin mit Hilfe der LH unter dem Dach der Eurowings an die Wand gefahren und jetzt wird der „großzügige Retter“ gespielt um keine Kunden zu verlieren. Die [...]
Die Aussagen des Lufthansa Chefs klingen wie Hohn. Erst wird die AirBerlin mit Hilfe der LH unter dem Dach der Eurowings an die Wand gefahren und jetzt wird der „großzügige Retter“ gespielt um keine Kunden zu verlieren. Die Kunden wandern schon lange ab an andere - qualitativ bessere und preislich günstiger -Airlines statt auf die Eurowings umzusteigen.

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