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30.12.2010
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Millionenverlust

Pforzheim klagt gegen US-Großbank

Logo von J.P. Morgan: Klage aus Baden-Württemberg
dpa

Logo von J.P. Morgan: Klage aus Baden-Württemberg

56 Millionen Euro will sich Pforzheim von JP Morgan Chase zurückholen. Wegen des "hoch spekulativen Charakters" seien die Geschäfte mit der US-Großbank nichtig. Ein Anwaltsbüro hat deshalb für die baden-württembergische Stadt Klage beim Landgericht Frankfurt eingereicht.

Pforzheim - Die Stadt Pforzheim klagt wegen eines verlustreichen Derivat-Geschäfts gegen die US-Bank JP Morgan Chase. Rechtsanwalt Marco Röder von der Kanzlei Deubner & Kirchberg habe am Donnerstag beim Landgericht Frankfurt Klage gegen das Finanzinstitut eingereicht, teilte die Stadt mit.

Pforzheim will sich seine eingesetzten rund 56 Millionen Euro zurückholen. Nach Auffassung des Anwalts sind die Geschäfte nichtig, unter anderem wegen des "hoch spekulativen Charakters". Kommunen unterliegen einem Spekulationsverbot.

Zudem wirft der Anwalt der Bank in der rund 80-seitigen Klageschrift ein Beratungsverschulden vor. "Ein derartiges Geschäft hätte der Stadt Pforzheim niemals angeboten werden dürfen", heißt es in der Mitteilung. Er hoffe, dass es noch im Frühjahr 2011 zu einer mündlichen Verhandlung komme, so Röder, aber insgesamt müsse man mit einem längeren Prozessverfahren rechnen.

hut/dapd

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