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24.02.2012
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Neue Rechtsform

E.on wird Ende 2012 zur Europa-AG

Deutschlands größter Energiekonzern drängt ins Ausland: Ab Ende 2012 will E.on als europäische Aktiengesellschaft firmieren. Das Unternehmen schafft sich so mehr Optionen jenseits des deutschen Markts. An den Arbeitnehmerrechten soll sich aber nichts ändern.

Düsseldorf - Die Allianz hat es bereits getan, ebenso BASF, Fresenius und MAN - und nun wird es auch E.on tun: Deutschlands größter Strom- und Gaskonzern will Ende dieses Jahres eine europäische Aktiengesellschaft werden. Das gab der Konzern am Freitag bekannt. E.on geht den Schritt als fünfter Dax-Konzern - und als erstes Unternehmen der deutschen Energiebranche.

Vorteile einer Europa-AG sind unter anderem, dass ein Unternehmen sein Auslandsgeschäft mit weniger Bürokratie steuern und europaweite Zusammenschlüsse leichter abwickeln kann. E.on kommt das entgegen, der Konzern sucht seit dem Beschluss zum deutschen Atomausstieg verstärkt nach Optionen im Ausland.

Der Konzern will mit dem inländischen Versorger MPX ein Joint Venture gründen und große Mengen Strom in Brasilien und Chile erzeugen. Und auch in Europa sucht das Unternehmen nach neuen Projekten. In Deutschland versucht der Konzern, Finanzinvestoren an seinen Offshore-Wind-Projekten zu beteiligen.

Der Vorschlag, künftig als Europa-AG zu firmieren, soll auf der Hauptversammlung im März endgültig vom Aufsichtsrat beschlossen werden. Die geplante Umwandlung hatte Konzernchef Johannes Teyssen schon Mitte vergangenen Jahres angekündigt.

Mit Vertretern von Arbeitnehmern und Gewerkschaften seien in den vergangenen Wochen intensive Gespräche geführt worden. Dabei sei unstrittig, dass sich an der paritätischen Mitbestimmung im E.on-Aufsichtsrat künftig nichts ändern werde.

ssu/dpa

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