24.02.2012
Tarifgespräche gescheitert
Am Flughafen Frankfurt droht neuer Streik
Flughafen in Frankfurt am Main: Vorerst kein neues Tarifwerk für Flugfeldkontrolleure
Frankfurt/Main - Die Verhandlungen über einen Tarifvertrag für die rund 200 Vorfeldmitarbeiter wurden ohne Ergebnis beendet. Der Betreiber Fraport und die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) konnten am Freitagabend keine Einigung erzielen.
Fraport habe für die Vorfeldlotsen, Flugzeugeinweiser und Verkehrsdisponenten ein schlechteres Angebot als vor der Schlichtung vorgelegt, sagte ein GdF-Sprecher am Freitag. Nach Angaben des Sprechers seien die Angestellten der sogenannten Vorfeldaufsicht nicht mehr im Angebot enthalten.
Die GdF fordert erhebliche Einkommenserhöhungen, höhere Zulagen und geringere Arbeitszeiten und hatte mit einem erneuten Streik gedroht, sollten sich nicht schnell Annäherungen ergeben. Laut Fraport laufen die Forderungen für einzelne Beschäftigte auf bis zu 70 Prozent höhere Entgelte hinaus.
Neue Streiks bereits an diesem Wochenende seien unwahrscheinlich, sagte am Freitagabend laut Nachrichtenagentur dpa der Gewerkschaftssprecher Matthias Maas.
Über das weitere Vorgehen werde nun beraten. Die Vorfeldangestellten, die den Maschinen ihre Parkposition zuweisen, hatten in den vergangenen Tagen mit ihrem Streik gezeigt, wie eine kleine Gruppe von Beschäftigten einen Großflughafen mit 70.000 Mitarbeitern teilweise lahmlegen kann. Die Flugfeldkontrolleure hatten zuletzt fünf Tage lang gestreikt. Insgesamt fielen deshalb etwa 1200 Flüge aus.
bos/dpa/dapd/Reuters

