Lade Daten...
31.03.2012
Schrift:
-
+

Insolvente Drogeriekette

Schlecker-Kinder wollen Unternehmen zurückkaufen

DPA

Lars und Meike Schlecker (Archivbild): Offenbar auf der Suche nach einem Co-Investor

Für die insolvente Drogeriekette Schlecker hatten sich 20 Investoren interessiert - nun ist nach SPIEGEL-Informationen nur noch einer übrig. Für die Mitarbeiter gibt es dennoch etwas Hoffnung: Die Kinder des Gründers, Meike und Lars, suchen offenbar einen Partner, um das Unternehmen zurückzukaufen.

Hamburg - Der Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz hat große Schwierigkeiten, Geldgeber für die Drogerie-Kette zu finden. Nach SPIEGEL-Informationen soll es inzwischen nur noch einen Interessenten geben, der sich das Unternehmen genauer angeschaut habe.

Vor kurzem hatte Geiwitz noch von mehr als 20 möglichen Interessenten gesprochen, mit einigen von ihnen wollte er ab dieser Woche eigentlich in ernsthafte Verhandlungen treten. Doch diese Pläne scheinen jetzt durchkreuzt.

Allerdings hält Geiwitz selbst an dem Vorhaben fest. Am Samstagabend erklärte er laut Nachrichtenagentur Reuters, es gebe nach wie vor mehrere Angebote. "Wir haben eine ganze Reihe von Interessenten gefunden, mit denen wir in den nächsten Wochen sprechen werden."

Am Donnerstag waren die Gespräche über die Finanzierung einer Transfergesellschaft für die Schlecker-Beschäftigten gescheitert. Grund war das Veto der FDP, die staatliche Bürgschaften für die Transfergesellschaft strikt ablehnte. 10.000 Mitarbeiterinnen stehen damit auf der Straße.

Für die verbleibenden Beschäftigten gibt es immerhin noch etwas Hoffnung. So heißt es nach SPIEGEL-Informationen in Finanz- und Gläubigerkreisen, dass die Kinder des Firmengründers Anton Schlecker, Meike und Lars, selbst auf der Suche nach einem Co-Investor sind, mit dem sie das Unternehmen zurückkaufen wollen. Erhalten sie den Zuschlag, erwerben sie sämtliche Vermögensgegenstände, also die verbliebenen Filialen, die Immobilien, die Ware und zusätzlich noch den Fuhrpark. Der Geschäftsbetrieb könnte am Laufen gehalten werden.

Auf diese Weise ließe sich das neue Unternehmen für die alten Besitzer ohne Altschulden weiterbetrieben. Mit dem Geld für den Erwerb des geschrumpften Schlecker-Imperiums würde Insolvenzverwalter Geiwitz die Gläubiger bedienen können - die Neueigentümer hätten mit ihnen nichts mehr zu tun. Die sogenannte übertragende Sanierung wäre geglückt. Ob es allerdings tatsächlich dazu kommt, ist bisher völlig offen.

Diese Meldung kommt aus dem neuen SPIEGEL. Hier können Sie das neue Heft ab Sonntag um 8 Uhr kaufen oder ein Abo abschließen.

Forum

Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 69 Beiträge
1.
omega84 31.03.2012
Interessant, hieß es nicht die Familie wäre Pleite? Welch eine groteske Farce...
Zitat von sysopFür die insolvente Drogeriekette Schlecker hatten sich 20 Investoren interessiert - nun ist nach SPIEGEL-Informationen nur noch einer übrig. Für die Mitarbeiter gibt es dennoch etwas Hoffnung: Die Kinder des Gründers, Meike und Lars, suchen offenbar einen Partner, um das Unternehmen zurückzukaufen. Insolvente Drogeriekette: Schlecker-Kinder wollen Unternehmen zurückkaufen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,825019,00.html)
Interessant, hieß es nicht die Familie wäre Pleite? Welch eine groteske Farce...
2. Von welchem Geld ?
timepiece123 31.03.2012
Die armen Leute sind doch pleite und müssen mit € 70.000 im Monat zurechtkommen.
Zitat von sysopFür die insolvente Drogeriekette Schlecker hatten sich 20 Investoren interessiert - nun ist nach SPIEGEL-Informationen nur noch einer übrig. Für die Mitarbeiter gibt es dennoch etwas Hoffnung: Die Kinder des Gründers, Meike und Lars, suchen offenbar einen Partner, um das Unternehmen zurückzukaufen. Insolvente Drogeriekette: Schlecker-Kinder wollen Unternehmen zurückkaufen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,825019,00.html)
Die armen Leute sind doch pleite und müssen mit € 70.000 im Monat zurechtkommen.
3. 678678
kein Ideologe 31.03.2012
Endlich mal wieder ein Popcorn-Thema. Ich mach mir schon mal ein Bier auf, das wird supi. So richtig mit aufhängen, einsperren, lebenslang Zwangsarbeit, H4 und Enteignung. Geifer frei!
Endlich mal wieder ein Popcorn-Thema. Ich mach mir schon mal ein Bier auf, das wird supi. So richtig mit aufhängen, einsperren, lebenslang Zwangsarbeit, H4 und Enteignung. Geifer frei!
4. e345345
kein Ideologe 31.03.2012
Wo hieß es solches? Die Kinder sind wirtschaftlich unabhängig, haben eigenen Hausstand und eigen Firmen. Aber, wie schon gesagt, ein Popcornthema.
Zitat von omega84Interessant, hieß es nicht die Familie wäre Pleite? Welch eine groteske Farce...
Wo hieß es solches? Die Kinder sind wirtschaftlich unabhängig, haben eigenen Hausstand und eigen Firmen. Aber, wie schon gesagt, ein Popcornthema.
5.
wsunderbrink 31.03.2012
Die Überschrift ist irreführend. Man kann nur zuückkaufen, was einem gehört hat. Den Kindern hat die Firma nie gehört. Deutsch ist halt eine schwere Sprache, manchmal auch für Spiegel-Autiren zu schwer.
Zitat von omega84Interessant, hieß es nicht die Familie wäre Pleite? Welch eine groteske Farce...
Die Überschrift ist irreführend. Man kann nur zuückkaufen, was einem gehört hat. Den Kindern hat die Firma nie gehört. Deutsch ist halt eine schwere Sprache, manchmal auch für Spiegel-Autiren zu schwer.

Empfehlen

MEHR AUF SPIEGEL ONLINE

MEHR IM INTERNET

Verwandte Themen

Video

VIDEO

Fotostrecke

Artikel

News verfolgen

Lassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Wirtschaft
Twitter RSS
alles zum Thema Schlecker
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2014 Alle Rechte vorbehalten