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08.05.2012
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Facebook-Gründer Zuckerberg

Geldsammler im Kapuzenpulli

Kommt er oder kommt er nicht? Hunderte Banker und Investoren warteten in New York gespannt darauf, ob Facebook-Gründer Mark Zuckerberg zum Start der Werbetour für den Börsengang erscheinen würde. Zuckerberg kam - und begrüßte seine schlipstragenden Fans gewohnt lässig im Kapuzenpulli.

New York - Sitzt er drin? Das war die Frage, als der schwarze Geländewagen mit der kalifornischen Facebook-Delegation vor dem Sheraton-Hotel in Manhattan vorfuhr. Heraus stieg ein junger Mann in Jeans, Kapuzenpulli und Turnschuhen - Firmengründer Mark Zuckerberg, auf den alle so sehnsüchtig gewartet hatten. Mit dabei: sein Finanzchef David Ebersman und die fürs Tagesgeschäft zuständige Managerin Sheryl Sandberg. Wenigstens die beiden hatten sich an die in der Finanzszene übliche Kleiderordnung gehalten.

Die Facebook-Delegation sollte den Bankanalysten und potentiellen Investoren am Montag erklären, warum es sich lohnt, bis zu 35 Dollar für eine Facebook-Aktie auszugeben, wenn der Konzern am 18. Mai an die Börse geht. Es ist der Beginn einer neuntägigen Roadshow, bei der das Unternehmen im ganzen Land für den Börsengang werben will.

Der 27-jährige Firmengründer Zuckerberg mag solche Auftritte unter Schlipsträgern normalerweise nicht. In der Vergangenheit glänzte er bei Wall-Street-Terminen deshalb gerne mal durch Abwesenheit. Jetzt allerdings war die Sache offenbar so wichtig, dass Zuckerberg niemanden enttäuschen wollte. Viele der mehreren hundert Investoren dürften schließlich einzig wegen ihm gekommen sein.

Zudem geht es um viel Geld. Facebook will am Markt rund 10,6 Milliarden Dollar einsammeln. Der Konzern würde damit die Börsengänge anderer Internetpioniere wie Google und Amazon in den Schatten stellen.

Beobachter gehen davon aus, dass sich die Anleger um die Aktien des acht Jahre alten Unternehmens reißen werden - auch wenn immer wieder Zweifel über die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells aufkeimen.

Laut Teilnehmern drehten sich die Fragen beim Start der Roadshow denn auch unter anderem um die zuletzt gemeldete Verlangsamung des Wachstumstempos von Facebook und um den eine Milliarde Dollar schweren Zukauf des Bilderdienstes Instagram. Zuckerberg sagte laut Teilnehmern, das Facebook-Management habe den Instagram-Kauf ausführlich diskutiert und zugeschlagen, als die die Nutzerzahlen des Bilderdienstes erkennen ließen, dass es ein deutliches Wachstum geben werde.

Auch nach seiner Strategie für den chinesischen Markt wurde Zuckerberg laut Teilnehmern gefragt. Der Firmenboss habe daraufhin daran erinnert, dass Facebook in China blockiert werde, wie andere US-Websites auch. Seine Kollegin Sheryl Sandberg ergänzte, man wolle mit der chinesischen Regierung sprechen und mögliche Partnerschaften ausloten.

Für Außenstehende war bei der Veranstaltung kein Einlass. Das Treffen soll insgesamt rund zwei Stunden gedauert haben. "Das hier ist anders als alles, was wir bisher gesehen haben", sagte ein Investor mit Blick auf den Facebook-Hype.

Nächste Station auf der Roadshow ist Boston, bevor es dann unter anderem nach Chicago, Denver und nochmals nach New York geht. Auch im heimischen Menlo Park nahe San Francisco hat Facebook mögliche Investoren zu Infoveranstaltungen eingeladen.

Facebook hat als Preisziel für den Börsengang 28 bis 35 Dollar pro Aktie ausgegeben. Sollten die Papiere am obersten Ende der Spanne verkauft werden, wäre Facebook damit an der Börse mit 96 Milliarden Dollar bewertet. Zuckerberg wird weiterhin 57 Prozent der Stimmrechte behalten.

stk/Reuters/dpa

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insgesamt 51 Beiträge
1. ...
Pyr 08.05.2012
Ich kann mir nicht helfen, aber rein aus dem Bauch heraus und als Privatperson ohne jeglichen näheren Kontakt zur Investitionsbranche wäre ich da deutlich weniger optimistisch.
Zitat von sysopKommt er oder kommt er nicht? Hunderte Banker und Investoren warteten in New York
Ich kann mir nicht helfen, aber rein aus dem Bauch heraus und als Privatperson ohne jeglichen näheren Kontakt zur Investitionsbranche wäre ich da deutlich weniger optimistisch.
2. Wir hatten schon einmal eine Dotcom-Blase!
santaponsa 08.05.2012
Die über Facebook vermuteten "elektronischen" Freundschaften sind nur für das Ausspähen von Konsumgewohnheiten speziell jüngerer Konsumenten von Bedeutung. Wer auf diese virtuelle Bigbusiness-Idee hereinfällt, ist [...]
Zitat von sysopKommt er oder kommt er nicht? Hunderte Banker und Investoren warteten in New York
Die über Facebook vermuteten "elektronischen" Freundschaften sind nur für das Ausspähen von Konsumgewohnheiten speziell jüngerer Konsumenten von Bedeutung. Wer auf diese virtuelle Bigbusiness-Idee hereinfällt, ist selber schuld!
3. Praktisch gehört Zuckerberg
eisbaerchen 08.05.2012
auch zur neuen Piratengeneration.....machen auf cool und lässig, um die junge Generation zu ködern, wollen ja nur die Welt verbessern helfen, in Wahrheit ist Zuckerberg ein knallharter Geschäftsmann, sozusagen ein Wolf im [...]
Zitat von sysopKommt er oder kommt er nicht? Hunderte Banker und Investoren warteten in New York
auch zur neuen Piratengeneration.....machen auf cool und lässig, um die junge Generation zu ködern, wollen ja nur die Welt verbessern helfen, in Wahrheit ist Zuckerberg ein knallharter Geschäftsmann, sozusagen ein Wolf im Schafspelz, respektiert nicht die Privatsphäre und das geistige Eigentum der Nutzer. Das ganze ist ein fataler Trade-Off. Wie kann man nur so naiv sein, seine privaten Daten und Informationen auf dieser Plattform Facebook zu posten? Ich bin seit 30 Jahren als intensiver Computernutzer dabei und habe immer genügend andere Wege gefunden um mich mit meinen Freunden auszutauschen. Facebook klaut nur Zeit, die Einträge in 95% der Fälle triviales Zeugs...(...puh, ist heiss hier, brauche jetzt einen Drink....). Wer produktiv ist im Leben, braucht auch kein Facebook, bzw hat keine Zeit dafür!
4. Der traut sich was
Hotte Hitzig 08.05.2012
[QUOTE=sysop;Zuckerberg kam - und begrüßte seine schlipstragenden Fans gewohnt lässig im Kapuzenpulli.[/QUOTE] Im Hoody? In machen Staaten der USA ist das, lt. des FOX News Anchorman Geraldo Rivera, Grund genug erschossen zu [...]
[QUOTE=sysop;Zuckerberg kam - und begrüßte seine schlipstragenden Fans gewohnt lässig im Kapuzenpulli.[/QUOTE] Im Hoody? In machen Staaten der USA ist das, lt. des FOX News Anchorman Geraldo Rivera, Grund genug erschossen zu werden.
5. ......
chefkoch1 08.05.2012
Vor meiner Facebool Kritik möchte ich mich als neidzerfressender Spiesser outen, der anderen keinen Erfolg gönnt. Ich sage es besser vorher, da dieses den Kritikern eh unterstellt wird. Wer einem börsennotiertem [...]
Zitat von sysopKommt er oder kommt er nicht? Hunderte Banker und Investoren warteten in New York
Vor meiner Facebool Kritik möchte ich mich als neidzerfressender Spiesser outen, der anderen keinen Erfolg gönnt. Ich sage es besser vorher, da dieses den Kritikern eh unterstellt wird. Wer einem börsennotiertem "sozialen" Netzwerk angehört und mit persönlichen Daten füttert, hat seinen gesunden Verstand entgültig an der Gadarobe angegeben.

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