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11.05.2012
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Lukrative Ölbranche

Katar steigt bei Shell ein

Shell-Logos auf Zapfhähnen: "Exzellente strategische Beziehungen mit Katar"
DPA

Shell-Logos auf Zapfhähnen: "Exzellente strategische Beziehungen mit Katar"

Shell hat einen neuen Investor: Über seinen Staatsfonds erwarb das Emirat Katar Anteile an dem Ölkonzern. Zur Höhe des Investments schweigt Shell.

London - Dank seiner Gasvorkommen ist Katar reich geworden, nun investiert das Emirat weltweit in Unternehmen. Die jüngste Investition: Der Staatsfonds von Katar steigt beim britisch-niederländischen Ölkonzern Shell Chart zeigen ein. Das bestätigte ein Sprecher des Unternehmens am Freitag in London: "Wir freuen uns, die Qatar Investment Authority als langfristigen Investor willkommen heißen zu können, vor allem vor dem Hintergrund unserer exzellenten strategischen Beziehung mit dem Staat Katar."

Die genaue Höhe der Beteiligung wollte Shell nicht bekanntgeben. Nach Informationen des Informationsdienstes Middle East Economic Survey wollte Katar drei bis fünf Prozent erwerben. Ein Kauf von mehr als drei Prozent nach britischem Recht öffentlich gemacht werden, an der Londoner Börse wurden jedoch keine entsprechenden Informationen veröffentlicht. Laut Daten der Nachrichtenagentur Reuters ist der Vermögensverwalter Blackrock derzeit mit 4,97 Prozent größter Anteilseigner bei Shell.

Die Qatar Investment Authority wurde 2005 gegründet und beteiligt sich weltweit an Industriekonzernen und Immobilienprojekten. Seit 2010 gehört dem Fonds das Londoner Edel-Kaufhaus Harrod's. Auch am Sportwagenbauer Porsche Chart zeigen und der britischen Bank Barclays Chart zeigen hält Katar Anteile.

dab/dpa/Reuters

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insgesamt 1 Beitrag
1. Verderblich ist die Abhängigkeit von den Öl- und Gaseinfuhren
edmond_d._berggraf-christ 13.05.2012
Grundsätzlich ist es für den Staat immer von Übel, wenn er gezwungen ist ein wichtiges oder sogar notwendiges Gut vom Ausland zu beziehen; und beim Öl und Gas ist dies besonders nachteilig: Abgesehen von Norwegen ist kein [...]
Grundsätzlich ist es für den Staat immer von Übel, wenn er gezwungen ist ein wichtiges oder sogar notwendiges Gut vom Ausland zu beziehen; und beim Öl und Gas ist dies besonders nachteilig: Abgesehen von Norwegen ist kein bedeutender Lieferant hier ein zu vernachlässigendes Gewicht oder ein Staat, von dem man gern abhängig sein möchte: Am harmlosesten ist hier vielleicht der russische Rumpfstaat, wenn dieser auch unter Putin wieder einige Macht gewonnen hat und wieder etwas regsam geworden ist, ansonsten ist hier ein Staat schlimmer wie der andere, wenn auch die Entfernung Handelsbeziehungen zu Saudi-Arabien erträglicher macht und im Falle Persiens liegt, trotz dessen mohammedanischen Eifers, ein Bündnis gegen die Türkei sogar in der Natur der Sache und der Lage der Länder begründet. Doch ist es hier Wahnsinn neben den Förderländern selbst noch weitere Abhängigkeiten durch die Röhrenleitungen zu schaffen, namentlich im Falle der Türkei mit dem Nebukadnezarunfug.

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