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15.05.2012
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Geplatzter Kosmetikdeal

Milliardärsfamilie zieht Angebot für Avon zurück

Avon-Produkte in New York: Rückläufige Verkäufe
REUTERS

Avon-Produkte in New York: Rückläufige Verkäufe

Die geplante Übernahme des US-Kosmetikkonzerns Avon ist geplatzt. Die deutsche Milliardärsfamilie Reimann zog ihr 10,7 Milliarden Dollar schweres Angebot zurück, nachdem die Amerikaner nicht darauf eingegangen waren. Nun will sich der Familienclan anderen Zielen widmen.

New York - Avon bleibt amerikanisch. Der deutsche Parfümhersteller Coty kommt nicht zum Zug. "Es ist enttäuschend, dass es zu keinen Gesprächen gekommen ist", heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Brief an die Führungsspitze von Avon. Geschrieben hat ihn Bart Becht, der Verwaltungsratsvorsitzende von Coty. Für das Unternehmen sei daher Zeit, andere Möglichkeiten zu verfolgen.

Coty gehört zum Imperium der Familie Reimann. Der öffentlichkeitsscheue Clan aus dem Rhein-Neckar-Raum hatte am vergangenen Donnerstag sein Angebot von 10 auf rund 10,7 Milliarden Dollar erhöht und Avon eine Frist bis Montag gesetzt. Die Amerikaner wollten noch eine Woche mehr Zeit haben, doch der Reimann-Clan machte nicht mit. Avon habe sich so wenig kooperativ gezeigt, "dass wir glauben, dass Sie weiterhin unwillig sind, ein freundliches, ausgehandeltes Zusammengehen zu einem vernünftigen Zeitplan zu prüfen", schrieb Becht.

"Während wir enttäuscht sind, wünschen wir Ihnen Erfolg bei Ihrer Strategie, die Wende im Alleingang zu schaffen", heißt es zum Abschluss des Briefs süffisant. Der erfolgsverwöhnte Kosmetik-Direktvertrieb Avon litt zuletzt unter rückläufigen Verkäufen und einem Gewinneinbruch. Gerade erst hat die Chefin gewechselt: Auf Andrea Jung folgte Mitte April Sherilyn McCoy. Überdies machen dem Unternehmen Bestechungsvorwürfe zu schaffen.

Die Reimanns meinten es ernst. Zum einen haben sie einen großen Anteil am Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser verkauft, um ihre Kasse aufzufüllen. Für einen Anteil von etwa 4,9 Prozent kassierten sie 1,4 Milliarden Euro. Den Reimanns verbleiben an Reckitt Benckiser nun noch 10,5 Prozent. Zum anderen hatten sie sich die Unterstützung des amerikanischen Star-Investors Warren Buffett gesichert.

Avon argumentiert lange, die Offerte sei zu niedrig. Zuletzt war das Angebot auf 24,75 Dollar je Aktie erhöht worden. Davor waren es 23,25 Dollar. Am Aktienmarkt hatten nur noch wenige Investoren an den Erfolg der Offerte geglaubt. Die Avon-Aktie kostete zuletzt lediglich 20,96 Dollar und damit deutlich weniger als die Reimanns geboten hatten.

stk/dpa-AFX

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insgesamt 3 Beiträge
1. Erinnert irgendwie
dani216 15.05.2012
an Yahoo, das auch ein irgendwie viel zu hohes Übernameangebot von Microsoft ausgeschlagen hat. Heute ist Yahoo nur noch ein Bruchteil von dem Betrag wert, den Microsoft geboten hat. Wird wohl Avon nicht anders ergeben. Aber wenn [...]
an Yahoo, das auch ein irgendwie viel zu hohes Übernameangebot von Microsoft ausgeschlagen hat. Heute ist Yahoo nur noch ein Bruchteil von dem Betrag wert, den Microsoft geboten hat. Wird wohl Avon nicht anders ergeben. Aber wenn man den Hals nicht voll genug bekommen kann, dann ist's halt nunmal so.
2.
miauwww 15.05.2012
Mir hat ein Chemiker mal erzaehlt, dass fast saemtliche Avon-Produkte ueberteuerter Muell sind. Leider kapieren das nur viele Konsumenten nicht.
Mir hat ein Chemiker mal erzaehlt, dass fast saemtliche Avon-Produkte ueberteuerter Muell sind. Leider kapieren das nur viele Konsumenten nicht.
3. Ätsch !
dunnhaupt 16.05.2012
Avon kostete heute abend nur noch $ 18,71 nach einem weiteren 10prozentigen Absturz.
Avon kostete heute abend nur noch $ 18,71 nach einem weiteren 10prozentigen Absturz.

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