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19.07.2012
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Abkommen mit GM

China steigt in US-Investmentfonds ein

China wird bald Kunde von großen Investmentfonds wie Blackstone. Laut "Financial Times" hat der Staat milliardenschwere Kapitaleinsätze von General Motors übernommen. Der Deal sei erstaunlich geräuschlos abgelaufen - selbst für die Verhältnisse der verschwiegenen Branche.

Hamburg - Die chinesische Regierung steigt laut "Financial Times" in mehrere der weltweit größten Investmentfonds ein. Die sogenannte State Administration of Foreign Exchange (Safe) übernimmt demnach die Kapitaleinsätze des Konzerns General Motors in Fonds wie der Carlyle Group, Blackstone und CVC Capital Partners - und wird damit zum Investor bei einflussreichen amerikanischen und europäischen Gesellschaften.

Die State Administration of Foreign Exchange ist einer von mehreren Investment-Armen der chinesischen Regierung. Wie der Staatsfonds CIC befindet sich die Safe auf globaler Einkaufstour im Auftrag des Staates. Ziel: die mehr als drei Billionen Dollar starken Devisenreserven des Landes anlegen und vermehren. Die Volksrepublik beteuert, die Anlagen seien reine Investments; sie dienten wirtschaftlichen Interessen. Tatsächlich weitet die Regierung durch die Einkäufe aber auch ihren globalen Einfluss aus.

Laut "Financial Times" zahlt Safe für die Kapitaleinsätze von GM zwischen 1,5 und 2 Milliarden Dollar. General Motors zahlte mit den Kapitalgewinnen bislang zum Teil die Pensionen seiner Mitarbeiter. Das Geschäft lief offenbar über die Beratungsfirma Performance Equity, die die Einsätze für GM verwaltet. Wie zahlreiche andere Vermögenswerwalter reduziere Performance Equity ihre Investments in Firmen wie Blackstone und CVC, berichtet die Zeitung. Durch Finanz- und Euro-Krise sind solche Anlagen riskanter geworden.

Chinas Staat dagegen will offenbar zocken. Dem Bericht zufolge hat Performance Equity mehrere Investmentgesellschaften darüber informiert, dass es GMs Kapitaleinsätze in den kommenden Monaten an einen anderen Kapitalgeber überschreiben werde. Der Deal sei erstaunlich geräuschlos abgelaufen - selbst für die Verhältnisse der verschwiegenen Investmentbranche. Safe, GM und Performance Equity nahmen zu dem Bericht zunächst nicht Stellung.

Der chinesische Präsident stellte den Staaten Afrikas derweil Kredite im Wert von insgesamt 20 Milliarden Dollar für die kommenden drei Jahre in Aussicht. Sein Land werde dem Kontinent dabei helfen, Zentren der Agrartechnologie aufzubauen, die Wasserversorgung zu verbessern und medizinisches Personal und andere Fachkräfte auszubilden, sagte Hu Jintao nach Angaben der Nachrichtenagentur dapd auf einer Konferenz in Peking. Er warb dafür, sich gemeinsam gegen "Bevormundung" durch reichere Mächte zu wehren. China ist der wichtigste Wirtschaftspartner Afrikas. Gegenüber 2006 verdreifachte sich das Handelsvolumen bis 2011 auf 166 Milliarden Dollar.

ssu

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insgesamt 9 Beiträge
1. Schon lange
haberdachs 19.07.2012
Es ist schon lange zu beobachten, dass China seine Papierdollarbillionen in reale Werte umtauscht. Nicht nur in Amerika, auch in Technologie in Europa und Japan, in Rohstoffe und Land in Asien, Afrika und Australien. Sehr klug und [...]
Es ist schon lange zu beobachten, dass China seine Papierdollarbillionen in reale Werte umtauscht. Nicht nur in Amerika, auch in Technologie in Europa und Japan, in Rohstoffe und Land in Asien, Afrika und Australien. Sehr klug und langfristig geplant.
2. optional
man_vs_ape 19.07.2012
Ach wie toll die Globalisierung und die Auslagerung von Arbeitskräften und Fachwissen doch ist! Haben uns selbst verkauft. Naja die Zeiten als die Macht von Europa ausging sind längst vorbei, irgendwie auch gut, aber auf der [...]
Ach wie toll die Globalisierung und die Auslagerung von Arbeitskräften und Fachwissen doch ist! Haben uns selbst verkauft. Naja die Zeiten als die Macht von Europa ausging sind längst vorbei, irgendwie auch gut, aber auf der anderen Seite werden wir jetzt durch das Kapital kolonisiert ohne dass Truppen einmarschieren müssen
3. Dumme Deutschen
Takapuna 19.07.2012
China macht sich effektiv in Afrika breit. Dummes Deutschland begnügt sich mit Korintenkackerei wie Brunnenbohren. Bald will keiner in Afrika irgendwas mit Europa oder Deutschland zu tun haben, weil wir unwichtig sein werden. [...]
China macht sich effektiv in Afrika breit. Dummes Deutschland begnügt sich mit Korintenkackerei wie Brunnenbohren. Bald will keiner in Afrika irgendwas mit Europa oder Deutschland zu tun haben, weil wir unwichtig sein werden. China hat gekonnte die Gier der westliche Unternehmen zu Eigen gemacht, um diese anschließend vom Markt zu pusten! Die denken, planen und agieren langfristig! Europas Regierungen und Manager glänzen mit Kurzfristigkeit!
4. ...
deus-Lo-vult 19.07.2012
China macht das richtig clever! Und bevor der "Westen" begreift was los ist, hat China alle Industrienationen in der Hand!
Zitat von sysopChina wird bald Kunde von großen Investmentfonds wie Blackstone. Laut "Financial Times" hat der Staat milliardenschwere Kapitaleinsätze von General Motors übernommen. Der Deal sei erstaunlich geräuschlos abgelaufen - selbst für die Verhältnisse der verschwiegenen Branche. China kauft Einsätze an US-Investmentfonds - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,845214,00.html)
China macht das richtig clever! Und bevor der "Westen" begreift was los ist, hat China alle Industrienationen in der Hand!
5. China will bestimmt nicht zocken!
Litajao 19.07.2012
Aber ganz und gar nicht, denn China hat es gar nicht nötig zu zocken. Wenn China zocken wollte, dann hätte es wohl die Angebote von Merkel angenommen, sich in der Euro-Zone mehr zu engagieren, was China aber nicht getan [...]
Zitat von sysopChina wird bald Kunde von großen Investmentfonds wie Blackstone. Laut "Financial Times" hat der Staat milliardenschwere Kapitaleinsätze von General Motors übernommen. Der Deal sei erstaunlich geräuschlos abgelaufen - selbst für die Verhältnisse der verschwiegenen Branche. China kauft Einsätze an US-Investmentfonds - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,845214,00.html)
Aber ganz und gar nicht, denn China hat es gar nicht nötig zu zocken. Wenn China zocken wollte, dann hätte es wohl die Angebote von Merkel angenommen, sich in der Euro-Zone mehr zu engagieren, was China aber nicht getan hat. Gerade die Manager von Safe, wie Yi, Deng und Li sind hochqualifizierte Fachleute, die wissen was sie tun. Auch das Engagement in Afrika ist eine absolut strategische Investition und trägt reichlich Früchte, sogar auch für die Afrikaner selbst, auch wenn das die westlichen Politiker und Medien gerne anders sehen würden. Aber das Zocken überlässt China den Euro-Zockern, äh "Euro-Rettern", wie auch heute wieder mit Spanien.

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